Drucksache - 1312/V  

 
 
Betreff: Insekten in der Großstadt
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion der FDPBezirksamt Mitte von Berlin
Verfasser:Hemmer, Dietzsch, Roet 
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme
   Beteiligt:Fraktion der SPD
Beratungsfolge:
BVV Mitte von Berlin Entscheidung
21.06.2018 
19. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin (mit LIVE-Stream) ohne Änderungen in der BVV beschlossen   
BVV Mitte von Berlin Entscheidung
22.11.2018 
22. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin (mit LIVE-STREAM) vertagt   
20.12.2018 
23. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin mit Abschlussbericht zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlagen:
1. Antrag FDP, SPD vom 12.06.2018
2. Beschluss vom 21.06.2018
4. VzK SB vom 02.11.2018

Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:

(Text siehe Rückseite)


Bezirksamt Mitte von Berlin                       .       .2018

Abt. Weiterbildung, Kultur, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen33500

BezirksverordnetenversammlungDrucksache Nr.:1312/V

Mitte von Berlin


Vorlage - zur Kenntnisnahme -

Insekten in der Großstadt

Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:

Die Bezirksverordnetenversammlung hat auf ihrer Sitzung am 21.06.2018 beschlossen, folgendes Ersuchen an das Bezirksamt zu richten (Drucksache Nr. 1312/V):

 

Studien zeigen einen bereits seit mehreren Jahren anhaltenden Rückgang der Insektenpopulationen. Diese spielen allerdings eine maßgebliche Rolle in der biologischen Vielfalt. Den privaten und den öffentlichen Flächen kommt daher im innerstädtischen Raum eine besondere Bedeutung zu.

 

Wir ersuchen das Bezirksamt:

 

- zu prüfen, durch welche gezielten Maßnahmen der Bepflanzung von öffentlichen Flächen, Straßenrändern, Grünflächen und Parkanlagen die Lebensräume für Insekten positiv gestaltet werden können.

 

- bei Neuanpflanzungen die Ausbringung geeigneter insektenfreundlicher Saatgutmischungen zu berücksichtigen sowie geeignete Sträucher und Bäume nach zu pflanzen.

 

- neue Informationsmaterialien zu entwickeln und zu verbreiten, mit denen Haus-, Wohnungs- und Grundstücksinhaber*innen über die Möglichkeiten der positiven Beeinflussung der Insektendiversität aufgeklärt werden.

 

- die Senatsverwaltung nachdrücklich zu bitten, die Forschung nach den Ursachen des Insektenschwundes tiefer gehend voranzutreiben.

 

- zu prüfen, inwieweit Kleingartenvereine mit Mitteln ausgestattet werden können, um insektenfreundliche Gärten einzurichten.

 

- zu prüfen, inwieweit urbane Imker die Möglichkeit einer Förderung zur Erforschung der Bienenvölker mit dem System „TrachtNet“ erhalten können.

 

 

Das Bezirksamt hat am  30.10.2018 beschlossen, der Bezirksverordnetenver-sammlung dazu Nachfolgendes als Schlussbericht zur Kenntnis zu bringen:

 

Die Förderung der biologischen Vielfalt im Allgemeinen und von Insekten im Besonderen die Erhaltung und entsprechende Entwicklung der Lebensräume ist von grundsätzlicher Bedeutung.

 

Nicht allein Einzelmaßnahmen und finanzielle Förderprogramme, sondern auch die dauerhafte Sicherung von öffentlichen und privaten Grün- und Erholungsflächen, Parkanlagen, Kleingärten, Straßenbegleitgrün, Brachen und Friedhöfen sowie sonstigen Freiflächen ist Voraussetzung für das Überleben vieler Insekten- und anderer Tierarten in der Stadt.

 

Die Freiflächen dienen nicht nur der notwendigen Erholungsvorsorge und Bewahrung der Lebensqualität für die Berlinerinnen und Berliner, sondern haben eine unentbehrliche Funktion für die Biodiversität.

 

Daher muss entsprechend der „Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt“– auch angesichts von notwendigem Wohnungsneubau, Verdichtungsbestrebungen und Investitionsdruck in der Innenstadt – ein Bekenntnis auf politischer Ebene zum Erhalt der urbanen Lebensräume im Bezirk Mitte gesetzt werden.

 

 

- Bepflanzung öffentlicher Flächen, Straßenränder, Grünflächen, Parkanlagen

 

Der Bezirk Mitte beteiligt sich am Pilotprojekt „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“, für das im Herbst 2018 der Startschuss verkündet werden soll. Der Fokus dieses auf fünf Jahre angelegten Projektes der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Wildtier Stiftung liegt auf den Wildbienen als Sympathieträgern, die für andere Tierarten einen hohen „Mitnahmeeffekt“ bringen. Die geplanten Maßnahmen in Bezug auf mehr Diversität, Pollen- und Nektarangebot sowie geeignete Bruthabitate helfen nicht nur Bienen, sondern kommen zahlreichen Insekten zu Gute.

 

Das Umwelt- und Naturschutzamt sowie das Straßen- und Grünflächenamt begleiten das Pilotprojekt von der planerischen Vorbereitung über die Umsetzung bis zur langfristigen Pflege und Unterhaltung der Flächen. Nach gegenwärtigem Stand werden zunächst der Mittelstreifen Altonaer Straße zwischen Hansaplatz und Großem Stern, Rasenflächen am Rand des Geschichtsparks Moabit und Flächen im Spreebogenpark in das Projekt einbezogen.

 

Hier werden artenreiche Wildblumenansaaten und Blühstreifen, die Pflanzung von bestäuberfreundlichen Wildstauden, die Aufwertung vorhandener Vegetation (Mahdreduzierung) und die Schaffung von Rohbodenstandorten und Nisthabitaten vorgesehen. Die Aufnahme weiterer Flächen im Bezirk ab 2019 ist vorgesehen.

 

Die Deutsche Wildtier Stiftung übernimmt die Anlage und Pflege der bereitgestellten Flächen über die Projektlaufzeit. Wenn möglich, unterstützt das Straßen- und Grünflächenamt parallel die Pflege (Mahd / Bewässerung).

 

In Zukunft sollen die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt dazu dienen, die Grünpflege flächendeckend insektenfreundlicher zu gestalten. Alle Maßnahmen werden auf ihre Alltagstauglichkeit, Kosten und Wirksamkeit für die Insekten überprüft. Praktikable Maßnahmen werden in das „Handbuch Gute Pflege – Pflegestandards für die Berliner Grün- und Freiflächen“ einfließen, das auf die Etablierung und Weiterent-wicklung einer qualitativ hochwertigen gärtnerischen Pflege für die Berliner Grün- und Freiflächen abzielt.

 

Für das Projekt Handbuch Gute Pflege wurde zusätzlich der Park am Nordbahnhof als bezirkliche Pilotfläche ausgewählt. Hier wird in den nächsten Jahren eine verbesserte, naturgerechtere Pflege und Unterhaltung erprobt, die langfristig zum Standard werden soll. Im Park am Nordbahnhof werden Erhaltung und Pflege der ausgedehnten, besonnten Offenflächen (Lebensraum vieler Bestäuber) sowie strukturreicher, kleinteiliger Landschaftselemente im Fokus stehen.

 

 

- insektenfreundliche Saatgutmischungen, Sträucher und Bäume

 

Der Bezirk Mitte strebt an, im gesamten Bezirk die Bedingungen für Insekten zu verbessern, beispielsweise indem die Grünflächen und Parks zeitlich und räumlich alternierend gepflegt werden. Statt kurzgeschorenen Rasenflächen sollen an geeigneten Stellen zunehmend arten- und blütenreiche Wiesen und Säume mit heimischen Kräutern entstehen. In diesem Zusammenhang muss vielfach auch eine Besucherlenkung in den stark frequentierten Parkanlagen erfolgen.

 

Bei Planungen und Projekten im Bezirk Mitte wird bereits der Insektenschutz berücksichtigt. So ist es geplant, 2018/2019 Nachpflanzungen im Volkspark Rehberge vorzunehmen. Auf wiederherzustellenden Windwurfflächen, Schneisen und Hängen werden unter anderem Strauchgürtel aus Weißdorn, Hunds-Rose und Kreuzdorn angelegt, Einsaaten mit gebietsheimischen Saatgut von Gräsern und Kräutern vorgenommen sowie eine artenarme Rasenfläche im nördlichen Teil des Parks in eine extensiv gepflegte Frischwiese umgewandelt.

 

Auch im Bereich des aktuell im Rahmen von Kompensationsmaßnahmen entstehenden Teils des Panke-Grünzugs ist in Abstimmung mit SenUVK und Grün Berlin vorgesehen, die geplante öffentliche Parkanlage für Hautflügler attraktiver zu gestalten.

 

Hierzu wird sandiges Bodenmaterial zur Modellierung der Böschungen eingesetzt, die Böschungsflächen werden mit einer bestäuberfreundlichen Wiesenmischung angesät (auf ca. 4.700 m² Fläche), im südlichen Abschluss der Böschung eine offenliegende Böschungsfläche aus lehmigem Boden vorgesehen, Strukturelemente (Findlinge) ergänzt sowie überwiegend bienenfreundliche Pflanzen verwendet.

 

 

- Informationsmaterialien für Bürgerinnen und Bürger

 

Wichtige Ziele des Pilotprojekts „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“ sind ästhetische, abwechslungsreiche Blühaspekte sowie der pädagogische Effekt. Infotafeln an den Pilotflächen werden die Öffentlichkeit über das Projekt informieren und vermitteln, dass eine gewisse „Unordnung“ notwendig ist, um Insekten einen Lebensraum zu bieten – dass also beispielsweise Rasenflächen nicht mehr so häufig gemäht werden. Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine werden im Rahmen des Projektes über Veranstaltungen, Broschüren und im Internet informiert.

 

Kürzlich erschien die Informationsbroschüre „Wildbienen – schützen und fördern“ der Deutschen Wildtier Stiftung und der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, die unter anderem beschreibt, wie man sich im eigenen Garten, Kleingarten oder Balkon mit einfach umsetzbaren Maßnahmen am Insektenschutz beteiligen kann, zum Beispiel mit der Anlage von Trockenmauern, dem Bau von Insektenhotels oder der Auswahl von nektar- und pollenreichen heimischen Wildpflanzen.

 

Der informative Praxisratgeber liegt dem Umwelt- und Naturschutzamt in größerer Stückzahl vor und wird im Umweltladen Mitte kostenlos an Interessierte ausgegeben.

 

Der Bezirk sieht daher keine Notwendigkeit für eine eigene Publikation.

 

 

- Forschung nach den Ursachen des Insektenschwundes

 

Der Bezirk Mitte wird bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz auf notwendige Forschungen zu den Ursachen des Insektensterbens und zu möglichen Gegenmaßnahmen hinwirken, insbesondere bezogen auf die Situation in der Metropole Berlin. Ein entsprechendes Schreiben ist bereits an die genannte Senatsverwaltung gerichtet worden.

 

Allgemein ist zu beobachten, dass Großstädte wie Berlin zu Refugien für Wildbienen und andere Insekten werden, da Innenstädte mit Parks, Gärten und Straßenbäumen warme und blütenreiche Lebensräume bieten, während die moderne intensive Landwirtschaft mit starker Düngung und Pestizideinsatz die Insektenvielfalt bedroht. Das Blütenangebot in der Stadt ist größer und kontinuierlicher als auf dem Land. Gleichzeitig sind Insekten in urbanen Gebieten häufiger von bestimmten Parasiten betroffen. Hier besteht noch umfangreicher Forschungsbedarf.

 

Im Rahmen des Projekts „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“ wird zur Evaluation und Erfolgskontrolle der Aufwertungsmaßnahmen ein langfristiges Monitoring auf den Pilotflächen vorgesehen. Hierbei wird insbesondere überprüft, wie die Flächen von den Insekten angenommen werden und ob die Pflege und Erhaltung der aufgewerteten Flächen langfristig gelingt, auch angesichts einer immer noch schwierigen Personalsituation im Straßen- und Grünflächenamt.

 

 

- Unterstützung der Kleingartenvereine für insektenfreundliche Gärten

 

Kleingärten sind aufgrund ihrer Blüten- und Pflanzenvielfalt über die gesamte Vegetationsperiode wesentliche Refugien für Insekten in der Großstadt. Eine finanzielle Unterstützung von Kleingartenvereinen durch den Bezirk wird jedoch als gegenwärtig nicht umsetzbar eingeschätzt.

 

 

Es stehen aktuell weder Mittel zur Verfügung, um insektenfreundliche Gärten einzurichten, noch um Kleingartenvereine anderweitig zu unterstützen. Vor einem Einsatz öffentlicher Gelder muss sehr genau definiert werden, wofür diese Mittel eingesetzt werden und an welche Bedingungen die Förderung geknüpft wird. Weiterhin ist eine Kontrolle der zweckentsprechenden Verwendung der Mittel erforderlich. Insgesamt wird es als vordringlichere Aufgabe gesehen, großflächige Kleingartengebiete und andere Grünflächen als Lebensgrundlage der Insekten dauerhaft zu erhalten und zum Beispiel vor einer Bebauung zu sichern, als Finanzmittel für einzelne insektenfreundliche Gärten einzusetzen.

 

Allgemein liegt es im ureigenen Interesse der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner, mit der Förderung bestäubender Insekten in ihren Gärten die gärtnerischen Erträge zu sichern und zu verbessern. Somit wird von Seiten des Bezirksamtes darauf gesetzt, dass in diesem eigenen Interesse auch gehandelt wird, so dass keine dringende Notwendigkeit für eine Ausstattung der Kleingartenvereine mit entsprechenden Mitteln gesehen wird.

 

Im Rahmen der Informationen und Aktionen des Wildbienenprojektes „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“ ist durchaus eine Kooperation mit Kleingartenvereinen denkbar. Das anlaufende Projekt wird in Abstimmung mit Umweltverbänden und anderen Initiativen umgesetzt, um Synergien zwischen den zahlreichen Aktivitäten zu schaffen, die bereits in Berlin zum Natur- und Artenschutz stattfinden (zum Beispiel das Projekt „Bestäubend schön Berlin“ der GRÜNEN LIGA Berlin). Hierzu steht die Deutsche Wildtier Stiftung anderen Initiativen und Projekten wissenschaftlich beratend zur Seite, beispielsweise durch die Entwicklung insektenfreundlicher Saatmischungen.

 

Der Landesverband Berlin der Gartenfreunde e. V. als Dachorganisation des Berliner Kleingartenwesens setzt sich seit längerem für eine insektenfreundliche Gestaltung und Bepflanzung naturnaher, strukturreicher Gärten ein. Die Initiative „Deutschland summt!“ und der Landesverband Berlin der Gartenfreunde arbeiten seit mehreren Jahren erfolgreich zusammen und rufen regelmäßig zur Teilnahme am deutschlandweiten Pflanzwettbewerb „Wir tun etwas für Bienen“ auf, der bienenfreundliches Gärtnern prämiert. Viele Kleingartenvereine haben bereits insektenfreundliche Mustergärten eingerichtet. Auch die Verbandszeitschrift für das Kleingartenwesen, der „Gartenfreund“, widmet diesem Thema immer wieder Beiträge.

 

 

- Förderung zur Erforschung der Bienenvölker für urbane Imker

 

Die kontinuierliche Überwachung von Bienenvölkern mittels elektronischer Stockwaagen und Datenfernübertragung im Rahmen des Forschungsprojektes „TrachtNet“ wird vom rheinland-pfälzischen Fachzentrum Bienen und Imkerei betreut und durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert. Angeschlossene TrachtNet-Waagen sind inzwischen in mehreren Bundesländern vorhanden.

 

 

 

Das Projekt ist ein sinnvolles Hilfsmittel für die urbane Imkerei. Da es sich um ein Forschungsprojekt handelt, ist die Möglichkeit einer Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung und -beratung des Bezirksamtes nicht gegeben. Es wird empfohlen, dass sich interessierte Imkerinnen und Imker direkt an das Forschungsprojekt wenden.

 

Die zumeist als Freizeitbeschäftigung oder im Nebenerwerb ausgeübte Stadtimkerei ist allgemein zu begrüßen, weil Honigbienen wichtige Bestäuber von Blütenpflanzen sind (u.a. für den Obst- und Gemüseanbau) und die Haltung von Bienen vielfältige positive Effekte hat, auch im Rahmen der Umweltpädagogik, Kulturlandschaftspflege und Produktion regionaler Naturprodukte wie Honig und Bienenwachs. Schädliche Pestizide, intensive Landwirtschaft, stark genutzte und zu intensiv gepflegte Parkanlagen und Gärten sowie die zunehmende Überbauung und Versiegelung von blütenreichen Brach- und Ruderalflächen schaden Wild- und Honigbienen gleichermaßen.

 

Gleichzeitig muss in einem stark verdichteten und bebauten Innenstadtbezirk wie Mitte auch auf die potenzielle Konkurrenz zwischen der Honigbiene als gezüchtetem Nutztier und den ca. 300 in Berlin heimischen solitären Wildbienenarten hingewiesen werden. Wildbienen sind im Gegensatz zu Honigbienen oftmals anspruchsvolle Spezialisten.

 

Die Honigbiene ist auf Grund ihrer fehlenden Spezialisierung weniger gefährdet als viele Wildbienenarten. Bei einer hohen und weiter zunehmenden Dichte an Honigbienenvölkern kann es auf den begrenzten Grün- und Freiflächen zur Nahrungskonkurrenz kommen, nicht nur zwischen Honig- und Wildbienen, sondern auch zwischen Honigbienenvölkern.

 

Eine starke Zunahme der Honigbienendichte in Berlin kann zudem Bienenkrankheiten fördern und sollte vermieden werden.

 

Auch im Projekt „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“ liegt die Förderungspräferenz deutlich auf den Wildbienen. Die Deutsche Wildtier Stiftung fordert, dass Honigbienenvölker nur mit einem Abstand von mindestens 3 Kilometern zu Wildbienenlebensräumen aufgestellt werden. Der Wildbienenschutz hat zwar einen positiven Effekt auf die Honigbiene, jedoch gibt es nicht zwangsläufig einen umgekehrten Effekt.

 

Insofern ist nach Auffassung des Bezirksamtes keine besondere Förderung der professionellen oder hobbymäßig betriebenen Honigwirtschaft im Bezirk Mitte erforderlich.

 

A)    Rechtsgrundlage

§ 13. i.V.m. § 36 BezVG

B)    Auswirkungen auf den Haushaltsplan und die Finanzplanung 

  1. Auswirkungen auf Einnahmen und Ausgaben:  keine

 

 

  1. Personalwirtschaftliche Auswirkungen:  keine

 

Berlin, den 30.10.2018

Bezirksbürgermeister von Dassel Bezirksstadträtin Weißler

 

 

 

 
 

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