Drucksache - 1304/V  

 
 
Betreff: Seniorinnen und Senioren in Mitte stärken - Entwicklungsplan für Senior*innenarbeit auflegen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion der SPDBezirksamt Mitte von Berlin
Verfasser:Matischok-Yesilcimen, Hauptenbuchner 
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme
Beratungsfolge:
BVV Mitte von Berlin Entscheidung
21.06.2018 
19. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin (mit LIVE-Stream) überwiesen   
Soziales und Gesundheit
11.09.2018 
21. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales und Gesundheit mit Änderungen im Ausschuss beschlossen   
BVV Mitte von Berlin Entscheidung
20.09.2018 
20. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin (mit LIVE-Stream) mit Änderungen in der BVV beschlossen   
BVV Mitte von Berlin Entscheidung
21.03.2019 
26. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin (mit LIVE-STREAM) mit Zwischenbericht zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlagen:
1. Antrag SPD vom 12.06.2018
2. ÄA FDP vom 19.06.2018
3. BE SozGes vom 11.09.2018
4. Beschluss vom 20.09.2018
5. VzK ZB vom 22.02.2019

Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:

 

(Text siehe Rückseite)


Bezirksamt Mitte von BerlinDatum:   .01.2019

Abt. Stadtentwicklung, Soziales und GesundheitTel.:44600

 

 

Bezirksverordnetenversammlung            Drucksache Nr.: 1304/V

Mitte von Berlin

 

___________________________________________________________________

 

 

Vorlage - zur Kenntnisnahme -

 

über

 

Seniorinnen und Senioren in Mitte stärken – Entwicklungsplan für

Senior*innenarbeit auflegen

 

Wir bitten, zur Kenntnis zu nehmen:

 

Die Bezirksverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 20.09.2018 folgendes Ersuchen an das Bezirksamt beschlossen (Drucksache Nr. 1304/V):

 

Das Bezirksamt wird ersucht in Anlehnung an andere Entwicklungspläne (z.B. Schul- entwicklungsplan, Kita-Entwicklungsplan) und unter enger Beteiligung der Senior*in- nenvertretung des Bezirks einen Entwicklungsplan für Senior*innenarbeit zu entwickeln und regelmäßig fortzuschreiben. Federführend soll die gerade im Aufbau befindliche Stelle der Altenhilfekoordination sein. Dafür ist die demographische Entwicklung und die daraus abzuleitende Bedarfe für ältere und hochaltrige Menschen regional differenziert zu ermitteln und darzustellen und der ungedeckte Bedarf offen zu legen. In einem zweiten Schritt sollen Vorschläge für einen Abbau der ungedeckten Bedarfe dem zuständigen Ausschuss Soziales und Gesundheit unterbreitet werden. Ziel ist eine regelmäßige Information rechtzeitig vor Beginn der Haushaltsberatungen (bis März), um so die Grundlage zu legen für bessere Entscheidungen bei der Diskussion, um finanzielle, räumliche und personelle, Ressourcen auch mit Blick auf Seniorinnen und Senioren im Bezirk Mitte.

Der Entwicklungsplan soll aufbauend auf den Erkenntnissen aus dem bezirklichen Handlungskonzept „Gemeinsam alt werden in Mitte“ entwickelt werden und dieses ergänzen.

 

 

Das Bezirksamt hat am 19 .02.2019 beschlossen, der Bezirksverordnetenversammlung dazu Nachfolgendes als Zwischenbericht zur Kenntnis zu bringen:

 

Die von der Bezirksverordnetenversammlung geforderte Erstellung eines Entwicklungsplans für Senior*innenarbeit unter der Federführung der im Aufbau befindlichen Stelle der Altenhilfekoordination wird sich verzögern. Die ausgewählte Altenhilfekoordinatorin hat ihre Arbeit aufgenommen und arbeitet sich derzeit ein. Damit kann der zu erstellende Entwicklungsplan in diesem Jahr noch nicht rechtzeitig vor dem Beginn der Haushaltsberatungen als Informationsgrundlage vorgelegt werden.

In Anbetracht der weiteren Forderung der Bezirksverordnetenversammlung, hier die demographische Entwicklung und die daraus abzuleitende Bedarfe für ältere und hochaltrige Menschen regional differenziert zu ermitteln und darzustellen und ungedeckte Bedarf offen zu legen, erscheint es zudem sinnvoll, den Entwicklungsplan nicht nur auf das bezirkliche Handlungskonzept „Gemeinsam alt werden in Mitte“ zu stützen, sondern von den Ergebnissen der LISA II - Studie abhängig zu machen.

Die Durchführung der LISA II – Studie ist Gegenstand der von der Bezirksverordnetenversammlung am 17.05.2018 beschlossenen  Drucksache 1029/V. Darin wird das Bezirksamt ersucht, in Anknüpfung an die LISA-Studie aus 2010 die Lebenslagen von Senior*innen im Bezirk Mitte zu untersuchen und hierzu eine neue Erhebung durchzuführen.

Dabei sollen folgende thematische Anliegen berücksichtigt werden:

 

-          Erhebung der Lebenslagen und Bedürfnisse von Seniorinnen mit Migrationshintergrund (ehem. Gastarbeiter*innen); insbesondere im Hinblick darauf, wo Barrieren wahrgenommen werden, um Angebote für Senior*innen in Anspruch zu nehmen bzw. sich diesbezüglich in Gremien zu engagieren,

-          Erhebung der Lebenslagen und Bedürfnisse von geflüchteten Senior*innen mit Wohnsitz in Berlin-Mitte bzw. die in Einrichtungen im Bezirk Mitte untergebracht sind,

-          Erhebung der Lebenslagen und Bedürfnisse von Senior*innen mit Bezug von Grundsicherung im Alter; insbesondere im Hinblick darauf, welche Maßnahmen durch den Bezirk ergriffen werden können, um ihre Lebenslage zu verbessern.

-          Besondere Bedarfe von Menschen der Altersgruppe 80 Plus

 

Somit wird die LISA II - Studie Daten über teilweise bisher noch nicht untersuchte Lebenslagen hervorbringen, aus denen ungedeckte Bedarfe und in der Folge entsprechende Maßnahmen und Angebote für die Senior*innenarbeit abgeleitet werden können.

Die Ergebnisse der LISA II - Studie bieten die einmalige Chance, dem Entwicklungsplan für Senior*innenarbeit  fundierte Zahlen zu Grunde zu legen und so die finanziellen, räumlichen und personellen Ressourcen bedarfsgerecht einzusetzen.

 

Das Bezirksamt wird der Bezirksverordnetenversammlung unaufgefordert erneut berichten, sobald Ergebnisse zum Entwicklungsplan vorliegen. Diese werden dann auch im Ausschuss für Soziales und Gesundheit vorgestellt.

 

 

A) Rechtsgrundlage:

 

§ 13 i.V. mit § 36 BezVG

 

B) Auswirkungen auf den Haushaltplan und die Finanzplanung:

 

a. Auswirkungen auf Einnahmen und Ausgaben:

keine
 

b. Personalwirtschaftliche Auswirkungen:

 

keine
 

Berlin, den     19.02.2019

 

 

 

Bezirksbürgermeister von DasselBezirksstadtrat Gothe

 
 

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