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Frauen und Bürgschaften

Reine Formalität mit Folgen!

Postkarte Bürgschaften
Bild: LAG der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten

Sabine zahlt bereits seit drei Jahren den Kredit für Peter ab. Fünf Jahre hat sie noch vor sich. Und das im Grunde nur wegen einer vermeintlich reinen Formalität.
„Ich brauche nur noch die Unterschrift Ihrer Frau/Freundin.“ Mit solchen Aussagen werden Kreditnehmer und ihre Angehörigen oft unter Druck gesetzt, Verwandte oder Bekannte für ihre Schulden bürgen zu lassen. Die Unterschrift ist schnell geleistet, weil sie als reine Formsache erscheint.
Gerade Frauen sind bereit, aus Liebe, auf Drängen des Partners oder in der Hoffnung auf eine gemeinsame Lebensperspektive, eine Bürgschaft einzugehen.
Wenn es dem Kreditnehmer nicht gelingt, die Raten termingerecht zu zahlen, sind die Bürginnen in der Pflicht, aus ihrer eigenen Tasche die Schulden zu begleichen. Häufig geraten sie damit selbst in die Schulden- und nicht selten auch in die Armutsfalle.
Die „kleine“ Unterschrift auf dem Kredit- Miet oder Kaufvertrag, scheinbar nicht mehr als eine bloße Formalität, entpuppt sich in vielen Fällen als ein letztendlich die eigene Existenz bedrohender großer Fehler.

Mit der Öffentlichkeitskampagne „Reine Formalität mit Folgen“ wollen die bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Schuldnerberatung Berlin vor allem Frauen auf die Folgen und Risiken einer Bürgschaft aufmerksam machen.

Schülerinnen und Schüler des Studiengangs Grafikdesign der Best-Sabel-Schule in Köpenick haben im Rahmen eines Projektes unter Leitung von Fachbereichsleiter Falko Mieth die Karten und Plakate für die Öffentlichkeitskampagne entwickelt.

Frauen und Mädchen, die vor der Frage stehen, ob sie eine Bürgschaften unterschreiben wollen, sollten sich Beratung holen.

Kostenfreie Beratung finden Sie zum Beispiel bei den Schuldnerberatungsstellen.