Unerträgliche Angriffe auf die Ibn Rushd-Gothe-Moschee und ihre Gründerin

Pressemitteilung Nr. 264/2017 vom 22.06.2017

Der Bezirksbürgermeister von Mitte, Stephan von Dassel, informiert:

Mit großem Entsetzen und Empörung muss ich den Medien entnehmen, dass Seyran Ates und die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee bedroht und verbal angegriffen wird. Nach Aussagen von Ates sogar bis hin zu Tötungsdrohungen.
Das ist absolut inakzeptabel.
Nach Artikel 2, Absatz 2 Grundgesetz, hat jeder Mensch das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Das gilt auch für Menschen, die für sich den Artikel 4 des Grundgesetzes in Anspruch nehmen und ihre unverletzliche Glaubensfreiheit nutzen. Gleich im zweiten Satz heißt es dazu ergänzend, dass die ungestörte Religionsausübung gewährleistet wird.
Das gilt für alle.
Eine Debatte zu verschiedenen religiösen oder weltanschaulichen Auffassungen ist in einem demokratischen Land möglich und erwünscht, tragen doch die Debatten zu einem demokratischen Miteinander bei.
Bedrohungen aller Art jedoch sind Straftaten und strikt zu verurteilen.
Das Bezirksamt Mitte steht solidarisch an der Seite aller Menschen, die ihre im Grundgesetz verbürgten Rechte wahrnehmen.

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, presse@ba-mitte.berlin.de