Fertigstellung des 5. Bauabschnitts im Kleinen Tiergarten / Ottopark

Pressemitteilung vom 13.12.2013

Kleiner Tiergarten / Ottopark – ein Park für alle Bewohner Moabits

Der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung,
Carsten Spallek, informiert:

Mitte Dezember wird der 5. Bauabschnitt zur Umgestaltung des Kleinen Tiergarten und Ottoparks termingerecht fertig gestellt sein. Die Baumaßnahmen im zentralen Parkteil zwischen der Heilandskirche und der Stromstraße sind damit abgeschlossen und dieser zur Nutzung wieder freigegeben.

Im Februar 2013 begannen die Baumaßnahmen an der historisch wertvollen Grünanlage aus den Fünfzigerjahren zu einem weiteren, attraktiven Parkteil im Herzen Moabits. Dabei bildete der in einem Wettbewerb ausgewählte Entwurf des Landschaftsarchitekturbüros Latz Partner die Grundlage für die Umgestaltung.

Carsten Spallek, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung: „Die weitere Konkretisierung der Planung erfolgte – wie bereits im Bauabschnitt zum Ottopark – nach einer intensiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie mit weiteren Planungsbeteiligten, z. B. der Denkmalpflege. Die schrittweise Umgestaltung des Kleinen Tiergarten und Ottoparks ist ein wichtiges Projekt zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität rund um die Turmstraße als ein attraktives Stadtteilzentrum im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Aktive Zentren“. Die aus diesem Programm bereitgestellten Kosten für diesen Bauabschnitt belaufen sich auf rund 865.000,-€.“

Die historisch bedeutsamen Elemente des Gartendenkmals wurden im Sinne einer zeitgemäßen und behutsamen Erneuerung weiterentwickelt. So entstanden beispielsweise aus dem ursprünglichen, ausgewachsenen Gehölzrand aufgelockerte, zum Teil überschaubare Heckenkörper, die zum prägenden Element des gesamten Parks wurden. Als transparenter Filter verflechten sie den Parkraum mit dem umgebenden Stadtraum und binden die einzelnen Parkteile zu einer großen einheitlichen Anlage zusammen. An den Parkrändern wurden die Bäume unterschiedlich hoch aufgeastet. Sie lassen Licht und Wärme in den Park und die Rasenflächen weiter und großzügiger wirken.

Die Anpassung der Nord-Süd-Querung an die heutigen Bedürfnisse der Bevölkerung war ein weiteres Ziel der Planung. So wird die verbreiterte und beleuchtete Passage in Zukunft die Quartiere und die U-Bahnausgänge besser mit dem U-Bahn-Aufzug in der Turmstraße verbinden. Der vor der Baumaßnahme als unsicher beschriebene Parkteil soll wieder zum attraktiven, angstfreien und friedlichen Aufenthaltsort für alle sozialen Gruppen werden. Das schließt auch die Gruppierung der sogenannten „Szene“ ein, für die ein eigener Aufenthaltsort in Form eines Containers an der Stromstraße geschaffen wurde. Auch ein kostenfreies Pissoir wird mit finanzieller Unterstützung durch die Firma Ströer am Gehweg der Stromstraße realisiert.

Insgesamt soll den zum Teil konkurrierenden Bedürfnissen von Passanten, Szenemitgliedern und anderen Parknutzern durch festgelegte Funktionsbereiche innerhalb des Parks entsprochen werden. Oberstes Ziel der Planung war dabei, ein friedliches Miteinander ohne Verdrängung zu ermöglichen – eben ein Park für alle!

Die Rasenflächen werden noch bis zum Anwachsen der Saat (Frühjahr 2014) durch eine Umzäunung geschützt.

Kontakt:
Bezirksamt Mitte von Berlin,
Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt,
Herr Theis, Telefon 9018 22736

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Bezirksstadtrat Carsten Spallek, Telefon 9018 44600