Eiszeit im Wedding - Letzte innerstädtische eiszeitliche Düne Deutschlands wieder sichtbar

Pressemitteilung vom 16.02.2012

Die Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt und Naturschutz, Sabine Weißler, teilt mit :

Im Bezirk Mitte (Ortsteil Wedding) liegt auf dem Gebiet des Schul-Umwelt-Zentrums in der Scharnweberstraße 158/159, 12587 Berlin die Düne Wedding. Sie ist die letzte innerstädtische eiszeitliche Düne Deutschlands und verlangt besonderen Schutz.

Bereits 1976 als flächenhaftes Naturdenkmal in das Naturdenkmalbuch des Bezirkes Wedding eingetragen, wurde das Relikt einer nacheiszeitlichen Dünenlandschaft im Jahr 2002 durch die Verordnung zum Schutz des Naturdenkmals „Düne Wedding“ geschützt. Der Schutz schließt ihre Bodengestalt, die typische Bodenart des nährstoffarmen und trockenen Sandes und die Vegetation ein.

Damit der gegenwärtig stark mit nicht-einheimischen, sich selbst ansiedelnden Sträuchern und Laubbäumen bewachsene „Hügel“ wieder als Düne wahrgenommen werden kann, müssen nach Maßgabe des Schutz-, Pflege- und Entwicklungskonzeptes die Gehölze und auch die nährstoffliebenden Pflanzen der Krautschicht entfernt werden. Mit diesen Arbeiten wird begonnen, sobald der Frost nachlässt. Erhalten bleiben die breitkronigen Kiefern, so dass der Charakter eines lichten Kiefernwäldchens wieder hergestellt werden kann. Die Renaturierung beginnt nach der Ausforstung des Geländes. Ziel ist es, die typische Vegetation einer am Ende der letzten großen Eiszeit entstandenen Binnendüne zu erhalten.

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Umwelt- und Naturschutzamt, Dr. Regine Grafe, (030) 9018 23056