Keine Sperrzeiten für den Straßenstrich an der Kurfürstenstraße

Pressemitteilung vom 27.11.2009

Keine Sperrzeiten für den Straßenstrich an der Kurfürstenstraße

Die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirksamtes Mitte, Kerstin Drobick, informiert:

Auf dem vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg organisierten Sonderpräventionsrat am 25. November 2009 wurden Sperrzeiten für die Ausübung von Prostitution von 22 bis 05 Uhr vorgeschlagen. Der Temeplhofer Bezirksbürgermeister Band, erhofft sich davon eine Entspannung der Lage auf dem Straßenstrich tagsüber.

Eine Beschränkung auf etwa ein Drittel der möglichen Anschaffzeit, bedeutet ein mindestens doppeltes, wenn nicht etwa dreifaches Aufkommen von Prostituierten in der Nachtzeit. Die verständlichen Beschwerden der Anwohner über Lärmbelästigungen auch in der Nacht werden dann vermutlich explosionsartig ansteigen. Zudem wäre ein massives Polizeiaufkommen nötig, um die Sperrzeit einzuführen und durchzusetzen.

Wieder einmal würden Probleme wieder nur verschoben. Bezirksbürgermeister Band hat zugegeben, dass alle seine bisherigem Massnahmen nur zu Verschiebungen geführt haben. Anregungen aus der Bewohnerschaft und des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg nach besserer Straßenbeleuchtung, häufigerer Straßenreinigung und mehr Polizeipräsenz werden von Seiten des Bezirks Mitte unterstützt.

Leider ist auf dem Präventionsrat nicht deutlich genug geworden, dass die Lage im Kiez stabil ist. Eine massive Verschlechterung wird durch die Beratungsstellen vor Ort nicht bestätigt. Die kontinuierliche Straßensozialarbeit und die enge Kooperation aller Institutionen hält die Situation in einem ausgewogenen Zustand. Das wurde auch durch eine Kita-Leiterin bestätigt.

Das Bezirksamt Mitte wird sich in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg für mehr Sauberkeit, Licht und Polizei einsetzen.
Die Gleichstellungsbeauftragte wird weiterhin mit allen sozialen Einrichtungen eng kooperieren, aber Sperrzeiten werden die Probleme weiterhin nur verschieben.

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Gleichstellungsbeauftragte Kerstin Drobick, Telefon: 9018 32048