Projekt „Stadt und Hund“ im Bezirk Mitte von Berlinjetzt auch im Umfeld des Fernsehturms, entlang der Rathauspassagen

Pressemitteilung vom 05.11.2008

Gemeinsam mit den Bürgern zum Erfolg:
In insgesamt 10 Projektgebieten im Bezirk Mitte von Berlin konnte in den vergangenen Jahren das Problem Hundekot eindrucksvoll reduziert werden. Mit der Einführung des 11. Projektgebietes rund um den Alexanderplatz zieht das Bezirksamt gemeinsam mit den Partnern Bilanz und gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung.

Den ersten Schritt machen:
Das Bezirksamt Mitte, Abt. Umwelt und Natur, engagiert sich seit nunmehr fünf Jahren besonders für hundekotfreie Parks und Gehwege. So werden verantwortungsbewussten Hundehaltern an mittlerweile 75 Standorten Beutel zur Aufnahme von Hundekot angeboten. Die notwendige Entsorgung der Hundehaufen machen die Hundehalter selbst: Beutel ziehen, Hundekot aufnehmen, zuknoten und in den Abfalleimer werfen. Damit ist das Problem sofort vom Gehweg verschwunden. Für die meisten Hundehalter in den Projektgebieten ist der kleine Handgriff zur Selbstverständlichkeit geworden. So werden etwa 3.000 Hundehaufen täglich bzw. über eine Million Haufen jährlich entfernt.

Hingucken und ansprechen:
Etwa 25 Kiezläufer aus geförderten Beschäftigungsmaßnahmen mit einem umfangreichen Aufgabenspektrum (Meldung von Dreckecken, Gehweg- und Beleuchtungsschäden, Schulwegsicherung, Kommunikation im Kiez) kümmern sich auch um das Problem Hundekot: Sie befüllen in vielen Projektgebieten die Beutelspender, sprechen Hundehalter an und verteilen Informationsmaterial. Aber auch Anwohner übernehmen als Paten ehrenamtlich die Befüllung von Beutelspendern und sorgen im lokalen Umfeld dafür, dass sich die Situation schrittweise verbessert.
Die Kiezläufer werden durch die Mitarbeiter des Umweltamtes und des Projektbüros stadt&hund regelmäßig in ihre Aufgaben eingewiesen und geschult.

Abgestimmtes Vorgehen:
Die Maßnahmen zur Reduzierung von Hundekot werden vom Umweltamt Mitte koordiniert und finanziert. Hierbei arbeitet das Bezirksamt seit Beginn des ersten Projektes im August 2003 mit dem Projektbüro stadt&hund gGmbH zusammen. Stadt&hund bringt das notwendige Fachwissen ein (Standortauswahl und -optimierung, Informationsmaterial) und versorgt die Projekte mit der erforderlichen Ausstattung (Beutelspender, Hundekotbeutel). Die Entsorgung der gefüllten Beutel erfolgt ganz einfach in den öffentlichen Abfallbehältern. Vielerorts weist auch die BSR mit Plakaten und Aufklebern auf den Papierkörben mit „orangenem Humor“ darauf hin. Das Ordnungsamt unterstützt die Projektarbeit im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Das neueste Projektgebiet: Alexanderplatz – Rathauspassagen
Seit 8 Wochen freuen sich Hundehalter und Besucher rund um den Alex über das neue Angebot von Hundekotbeuteln aus insgesamt 5 Beutelspendern. Möglich wurde dieses Projekt nur durch die Sponsoren aus dem direkten Umfeld:

  • Berliner Fernsehturm (TV Turm Alexanderplatz Gastronomiegesellschaft mbH)
  • Rathauspassagen (WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin Mitte mbH)

Die Auswertung der ersten Wochen zeigt bereits eine sehr gute Akzeptanz bei den Hundehaltern: Täglich werden etwa 50 bis 100 Beutel verwendet. Ein Blick in die Abfallbehälter zeigt, dass der Großteil der Beutel für den gedachten Zweck benutzt wird. Das Angebot hat sich bei den Hundehaltern schnell herumgesprochen.

Vom Pilotprojekt zum Erfolgsmodell:
Seit dem Start des ersten Projektes hat sich in Berlin einiges getan: In den Köpfen und auf den Straßen.
Um die erfolgreichen Projekte fortzuführen und neue Projekte realisieren zu können, ist eine finanzielle Unterstützung durch Sponsoren erforderlich. Das Bezirksamt Mitte bittet daher um private und gewerbliche Spenden. Neben lokalen Sponsoren werden Partner gesucht, die an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert sind.

Weitere Auskünfte :
Bezirksamt Mitte von Berlin, Umweltamt
Parochialstraße 1/3, 10179 Berlin
Frau Blumenthal Tel. 030 – 200 92 43 84
ines.blumenthal@ba-mitte.verwalt-berlin.de