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Einladung zur feierlichen Namensgebung des Magnus-Hirschfeld-Ufers

Pressemitteilung vom 02.05.2008

Dienstag, dem 06. Mai 2008, um 13.30 Uhr
Lutherbrücke/ Paulstraße Ecke „Magnus-Hirschfeld-Ufer “

Bezirksverordnetenvorsteher Ulrich Davids und Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke teilen mit , dass auf Vorschlag der Bezirksverordnetenversammlung das Bezirksamt Mitte von Berlin den Abschnitt des Spreeufers zwischen Luther- und Moltkebrücke auf Initiative des Lesben- und Schwulenverband Deutschlands in Magnus-Hirschfeld-Ufer benennt.

Unter anderen werden die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind, Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und Berlins Integrationssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner teilnehmen. Der Sexualwissenschaftler Dr. Martin Dannecker wird die Festrede halten.

Der Sexualwissenschaftler Dr. Magnus Hirschfeld war der wohl wichtigste Vertreter der ersten Homosexuellenbewegung. 1897 gründete er das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee (WhK), die weltweit erste Organisation, die gegen die Diskriminierung Homosexueller kämpfte. Zu dessen ersten Initiativen gehörte eine Petition zur Abschaffung des § 175, der die männliche Homosexualität kriminalisierte. Nach Hitlers Machtübernahme plünderten SA-Männer Hirschfelds Institut für Sexualwissenschaft. Beim Fackelzug zur Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 wurde eine dabei geraubte Büste von Hirschfeld wie eine Trophäe mitgeführt. Zahlreiche Bücher aus dem Institut und auch die Büste wurden ins Feuer geworfen. Hirschfeld ging ins französische Exil, wo er 1935 starb.

Kontakt:
Bezirksamt Mitte, Fr. Stolzenberg, Telefon 9018 32759