Auszug - Klimaschutzkonzept - Klimafolgen bzw. -anpassung  

 
 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Natur und Lokale Agenda 21
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für Umwelt, Natur und Lokale Agenda 21 Beschlussart: erledigt
Datum: Di, 18.02.2014 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 20:20 Anlass: Ordentliche Sitzung
Raum: Bürodienstgebäude, Raum 001
Ort: Helene-Weigel-Platz 8, 12681 Berlin
 
Wortprotokoll

Der zuständige Bezirksstadtrat Richter ist dazu zu Gast

Der zuständige Bezirksstadtrat Richter ist dazu zu Gast.

BzSt Richter:

Das Konzept umfasst 360 Seiten, die EU hat die Latte 2008 hochgelegt. Es zeigt den IST-Stand (2010) und gibt eine Potentialanalyse mit Möglichkeiten zur Erreichung der Ziele; es gibt sieben Handlungsfelder mit Maßnahmen bis 2020.

 

Wir führen eine Energie-Management-Software ein. Es gibt aber Schwierigkeiten bei Einführung, die Software ist sehr mangelhaft und das System droht schnell zu veralten. Das ist eigentlich weder Geld noch Zeit wert. Das wissen die Bezirke, es gibt regelmäßige Runden mit SenFin. Es wird hier versucht, das schon in den Brunnen gefallene Kind noch vor der Wasseroberfläche abzufangen.

 

Die Gebäudeleittechnik wird im nächsten Jahr im Bezirk eingeführt, dafür wurden 600.000 € akquiriert. Es wird dann so sein, dass die Heizung mit der Lüftung redet und die Lüftung mit dem Licht spricht. Der finanzielle Aufwand pro Gebäude wird circa 4.000 € betragen. Die Vollausstattung der Immobilien ist eventuell möglich. Der Vorteil ist, dass die Geräte ständig Verbrauchswerte abgeben, die Daten können gesammelt und ausgewertet werden.

 

Die Sanierung bezirklicher Liegenschaften hingegen ist komplizierter. Habe eine Dienstreise nach Hamburg unternommen; die haben sich mehr Gedanken gemacht als wir, so können wir unsere Gedanken anders verwenden. Die Hamburger haben 700 Teile in einem Gebäude identifiziert und haben die Gebäudeteile mit Schulnoten am Beispiel von Schulgebäuden bewertet und   so eine Prioritätenliste erarbeitet. Marzahn-Hellersdorf kann aber nur mit der Mindestausstattung rechnen als ein Konsolidierungsbezirk, damit ist die Sanierung aus bezirklichen Baumitteln kaum machbar. Aber in 2014 haben wir knapp 20 Mio. € Baumittel aus anderen Töpfen (z.B. Stadtumbau Ost) zur Verfügung, nutzt aber auch wenig mit kaum Personal.

 

Einen Energiebeauftragten haben wir ab 1.April 2014 zu 100%. Dieser wird sich mit der Sanierungskonzeption der Liegenschaften befassen und das Management der einzuführenden Gebäudeleittechnik durchführen sowie das Konzept Rathaus 2017 betreuen.

 

Herr Ratsch:

Da gibt es Detailfragen. Ist eine Wärmerückgewinnung durch Abluft oder Abwasser geplant?

 

Herr Leittretter:

Begrüße das Vorgehen. Könnte man den Maßnahmenspielraum erweitern, indem man Energie-Einspar-Contracting nutzt, so, dass sich Maßnahmen direkt aus den konkreten Einsparungen finanzieren lassen?

 

BzSt Richter:

Energie-Contracting führte zu keinen positiven Erfahrungen im Bezirk. Wir zahlen immer noch Contracting-Verträge ab, obwohl die Gebäude zum Teil bereits abgerissen sind. Ein noch einzurichtender Energie-Beirat kann aber weitere Anregungen für andere Maßnahmen geben. Ein angedachtes Projekt mit Wohnungsbaugesellschaften zu Abwasserwärmerückgewinnung ist im Gespräch, dazu gab es auch einen Workshop.

 

Frau Kern:

Die Verwaltung hat im Verhältnis das größte Einsparpotential, wenngleich der bezirkliche Energieverbrauch nur zu 2% durch öffentliche Gebäude verursacht wird. Ist es eine Querschnittsaufgabe für das ganze Bezirksamt? Wie geht es weiter mit Maßnahmen zur Motivation der Bevölkerung?

 

 

 

Herr Beiersdorff:

Wie soll Energie-Beirat aussehen, organisiert sein? Gibt es Konkretes zur Entwicklung des Energieverbrauchs in der Wohnungswirtschaft?

 

BzStGräff:

Die kommunale Wohnungswirtschaft hat es leichter in der Großsiedlung (Großteil bereits saniert), schwerer in Siedlungsgebieten.

 

BzSt Richter:

Die Vorstellungen zum Energie-Beirat sind noch nicht finalisiert. Ein Vertreter aus jeder Fraktion sollte eingebunden sein, dazu der Energiebeauftragte und ich.

 

Herr Tanger:

Wie wurde der Energieanteil im Bereich Verkehr festgestellt? Was kann man zur Verbesserung machen?

 

BzStGräff:

Verkehrliche Maßnahmen kann man auch im Bezirk angehen: Eco-Fahrtraining und Gasfahrzeuge für Mitarbeiter der Verwaltung, Elektromobilität usw.

 

Herr Leittretter:

ist der Aufbau von Nahwärmeinseln mit Kraft-Wärme-Kopplung geplant, z. B. mit öffentlichen und privaten Gebäuden/Nutzern gemeinsam?

 

BzStRichter:

Unter Punkt 7 im Konzept berücksichtigt.

 


 
 

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