Ausstellung “Bruderland ist abgebrannt” heute eröffnet.

Pressemitteilung vom 21.11.2008

Heute wurde die Ausstellung “Bruderland ist abgebrannt” in den Ausstellungsräumen des Havemanncenters , Wörlitzer Str. 3a, 1. OG, 12689 Berlin, in Anwesenheit von Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle und den 1. Sekrtär der vietnamesischen Botschaft, Tai Tang, mit einem Festakt eröffnet. Der Verein “Die Reistrommel”, der auch die sehr sehenswerte Ausstellung gestaltete, beging gleichzeitig seinen 15. Geburtstag.
Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle würdigte die große Leistung des Vereins, der seit seiner Gründung fest im Bezirk verankert ist: “Er ist aus der Geschichte des Bezirkes, der nächstes Jahr seinen 30. Geburtstag feiert, nicht mehr weg zu denken”, sagte sie und wünschte der Ausstellung viele interessierte Besucherinnen und Besucher auch und gerade aus dem Kiez.”Als die Vertragsarbeiterinnen und Vertragsarbeiter aus den sozialistischen Bruderländern in den 80er Jahren in die Marzahner Wohnheime zogen, war Integration nicht gewollt, jetzt ist uns nicht nur die intensive Begleitung durch die Politik wichtig, genauso liegt es uns am Herzen, dass die Bürgerinnen und Bürger einen neuen Blickwinkel auf ihre Nachbarn bekommen, dazu kann die multimediale Ausstellung einen umfassenden Beitrag leisten. Sie gibt einen anschaulichen und vielseitigen Einblick in deren Leben einst und jetzt”, so die Bezirksbürgermeisterin..
Vor 20 Jahren lebten weit über 90 000 Vertragsarbeiter in der DDR. Sie kamen aus sozialistischen Ländern wie Polen und Ungarn, zum größten Teil aber aus jungen Nationalstaaten, wie Angola oder Mosambik und Volksrepubliken Kuba und Vietnam. Über die Bedingungen ihres Lebens und ihrer Arbeit bestimmten geheime Regierungsabkommen, deren Einzelheiten erst nach dem Ende der DDR ans Licht kamen. Die Länder des Südens beglichen nämlich Schulden aus Hilfsleistungen der DDR durch die Arbeit ihrer Bürgerinnen und Bürger.

Die Ausstellung kann bis zum 30. Dezember besichtigt werden.
Die Wanderausstellung ist danach im Barnim-Gymnasium zu sehen.
Weitere Infos unter www.reistrommel-ev.de und unter Tel.: 21758548

Fotos liegen in der Pressestelle vor und können gemailt werden.