Italienischer Renaissancegarten im Erholungspark Marzahn wurde am 31.05. eröffnet

Pressemitteilung vom 03.06.2008

Der Italienische Renaissancegarten im Erholungspark Marzahn (Gärten der Welt), Eingang Blumberger Damm, 12685 Berlin, ist nach zweijähriger Bauzeit fertig gestellt. Er wurde am Sonnabend, den 31. Mai durch die Senatorin Ingeborg Junge-Reyer, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die Gesandte Botschaftsrätin Maria Letizia Puglisi von der Italienischen Botschaft, in Anwesenheit der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau und der Bezirksbürgermeisterin, Dagmar Pohle, eröffnet.

Die Senatorin dankte allen, die an diesem schönen Garten mitgewirkt haben und betonte: „Dieser italienische Garten aus der Renaissancezeit kann dazu beitragen, dass die Gartenkunst auch in unserer heutigen Zeit Bindglied zwischen den Völkern und Kulturen ist. Bereits in der Antike waren Gärten Orte des angenehmen Aufenthaltes, in denen man studierte, Gespräche führen konnte, musizierte und Feste feierte. Dies wünsche ich mir auch für diesen neuen Garten, der die „Gärten der Welt“ um ein weiteres Beispiel internationaler Gartenkunst ergänzt.

„Mit mir freuen sich die Bürgerinnen und Bürger des Bezirkes, dass sie direkt vor der Haustür einen schönen Garten nach dem anderen in Besitz nehmen können“, so Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle. „Die „Gärten der Welt“, hob sie hervor, „haben sich darüber hinaus zu einem äußerst attraktiven Tor für Marzahn-Hellersdorf entwickelt. Viele Besucherinnen und Besucher aus anderen Bezirken und anderen Ländern machen sich, angeregt von den „Gärten der Welt“, auf den Weg in unseren Bezirk und erleben auch hier viel Überraschendes.!

Fotos liegen in der Pressestelle vor und können gemailt werden.

Italienischer Renaissancegarten in den „Gärten der Welt“
(im Erholungspark Marzahn)
- der „Giardino della Bobolina“.

Als ein weiterer Baustein der „Gärten der Welt“ ist am Westeingang des Erholungsparks Marzahn in unmittelbarer Nähe des Eingangs Blumberger Damm in den letzten beiden Jahren ein Italienischer Renaissancegarten entstanden, der „Giardino della Bobolina“. Den Planern, dem Berliner Landschaftsarchitekturbüro LEVIN MONSIGNY, stand dabei der Garten- und Landschaftsarchitekt Luigi Latini aus Florenz als fachkundiger Berater zur Seite.

Betritt man den Park über den Eingangsplatz am Blumberger Damm, so kann man den Garten zunächst nur erahnen, da er verborgen hinter dichten, immergrünen Gehölzpartien, dem Bosco, liegt. Zu erblicken sind zunächst allein die ruinenhaft anmutenden Fragmente einer von Pflanzen überwucherten Treppenanlage – einst entstanden im Rahmen der Berliner Gartenschau 1987. Nach oben erblickt man durch kleine Öffnungen gerade genug, um neugierig zu werden und die seitlichen Parkwege hinauf zu gehen. Zierapfelbäume begleiten den Besucher auf seinem Weg zur großen Terrasse des „Giardino della Bobolina“. Durch ein großes schmiedeeisernes Tor gelangt man in den Hauptgarten, in dessen Mitte ein Brunnen und eine Fontäne stehen.

Von hier aus erreicht der Besucher zwei unterschiedliche Gartenräume: Den steinernen Vorplatz durch ein mächtiges zweiflügeliges Holztor in der Loggia und den tiefer gelegenen Giardino segreto über eine schmale Natursteintreppe. Alle Gartenteile sind gefasst von Mauern oder Hecken und fügen sich in die leicht bewegte Topographie des Ortes ein.

Die Ausstattung der einzelnen Gartenteile entführt die Besucher zu einer Zeitreise in sonnige italienische Gefilde: Das aus vier Kompartimenten gebildete Parterre ist ein Zitat aus der Zeit der Renaissance; steinerne Brunnen, Terrakotten und antike Skulpturen erzählen Geschichten längst vergangener Zeiten. Gezielte Ausblicke öffnen sich hinaus auf die weite Fläche des Parks und machen so die Landschaft am Westhang des Kienberges zum Bestandteil der geschützten Gärten.
Die vorgelagerte Terrasse verzahnt die Anlage mit der großen Fläche des Parks. Unterschiedliche dekorierte Sitzmöglichkeiten – vor allem diverse Bänke aus Stein – zwischen mediterranen Kübelpflanzen bieten Platz zum Ausruhen. Fast könnte man meinen, man hätte die Hochhaussiedlungen Marzahns weit hinter sich gelassen.

Die Gärten selbst werden von 2 m bis 2,80 m hohen Eibenhecken eingefasst. Buchsbaumhecken bilden die Parterres. Blüten- und Schmuckpflanzungen ergänzen die Bepflanzung: Orangenbäumchen und Rosen-Hochstämme in Kübeln, Formgehölze aus Buchsbaum und Stauden- und Rasenpflanzungen runden das Bild ab.

Im Hauptgarten ist das Kieselpflaster ein besonderer Schmuck. Weiße Marmorkiesel werden durch schwere Pflastersteine eingerahmt. Im Giardino segreto gibt es Kieswege, um so ein typisches Motiv der Renaissancegärten aufzugreifen, das dem eher „privaten“ Ambiente dieses Gartenteils gerecht wird. Platten, Pflaster und Treppenstufen bestehen aus einem hellgrauen Sandstein, so wie dies in den früheren Renaissancegärten Italiens oft üblich war.

Eine besondere Bedeutung für die Ausgestaltung haben die Einfassungsmauern, die die Gartenräume definieren. Sie sind aufwändig gestaltet, mit verschiedenen Nischen, Fenstern, Durchgängen und vorgelagerten Säulen.
Die Nische im Giardino segreto mit Wandbrunnen wurde mit Tuffstein und eingelassenen Wasserdüsen belegt, um so an eine Grotte als typisches Gestaltungselement des Italienischen Gartens zu erinnern.

Nähere Infos unter Tel.: 90125800.