Stadtteilpark wurde nach Regine Hildebrandt benannt - Übergabe des Parks an die Öffentlichkeit

Pressemitteilung vom 22.06.2007

Am Donnerstag, 21. Juni wurde der neu gebaute Stadtteilpark, westlich der Riesaer Straße, am U- Bahnhof Hellersdorf, nach Regine Hildebrandt benannt und der Öffentlichkeit übergeben.
Nach einem Bläserstück des Jugendsinfonieorchesters begrüßte Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle die Gäste. Die Vizepräsidentin des Bundestages, Petra Pau freute sich, dass der Park den Namen dieser couragierten Politikerin erhält: “In ganz Deutschland gibt es Straßen und Plätze, die ihren Namen tragen, nun hat Berlin nachgezogen“.
„Der tiefere Sinn des Lebens liegt im Miteinander“, an diesen Leitspruch der beliebten Politikerin erinnerte die Staatssekretärin für Stadtentwicklung, Hella Dunger-Löper, und verband ihn mit der Hoffnung, dass dieser Park ein Park der Begegnung wird.
„Unsere Naturliebende Mutter hätte sich über diesen Park gefreut“, so Elske Hildebrandt, die Tochter von Regine Hildebrand.
Nach einem Berlinlied des Mahlsdorfer Männerchores übergab der Bezirksstadtrat für Ökologische Stadtentwicklung, Norbert Lüdtke, den Park an die Öffentlichkeit und erinnerte noch einmal an die lange Geschichte des Parks und bedankte sich besonders bei den Kolleginnen und Kollegen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, aber auch bei seinem Vorgänger, Dr. Heinrich Niemann, und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Stadtplanungsamtes und des Natur- und Umweltamtes, die unermüdlich daran gearbeitet hatten, dass dieser Park doch noch gebaut werden konnte.

Bereits Anfang der 90igerJahre erfolgten die ersten Planungen. Die damalige MEGA-Gruppe sollte im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen den Park bauen und gestalten. Nach deren Insolvenz entstand die Situation, dass vorerst keine Gelder für diesen Park vorhanden waren. Unterstützung kam von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Im Rahmen des Stadtumbauprogramms stellte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung rund 1.1 Mio. Euro für den ersten Bauabschnitt zur Verfügung. Die S.T.E.R.N. Gesellschaft für behutsame Stadterneuerung mbH setzte weitere Mittel aus einem Stadtumbauprojekt in Höhe von 176 000 Euro für die Treppenanlage an der Kastanienallee ein. Damit konnte das Band bis zum U-Bahnhof Cottbuser Platz geschlossen werden.
Eines der „kleinen Wunder“ dieses Parks ist die Treppenanlage. Bei einer Breite von 50 m, einen Höhenunterschied von 5 m ist sie barrierefrei. Fertig gebracht hat dieses Kunststück die Landschaftsarchitektin Gabriele Wilheim. Mit viel Liebe zum Detail und einem selbstgebauten Modell ist es ihr gelungen, einen Stadtteilpark zu planen, der den Besonderheiten des Hellersdorfer Grabens Rechnung trägt und als Teil der Grünverbindung von Hönow über die Helle Mitte vorbei am historischen Ort Hellersdorf dann über Kaulsdorf hin zum Berliner Balkon führt.
Der Regine-Hildebrandt-Park ist ein in sich geschlossenes Konzept von unterschiedlichen Erlebnisräumen und Bewegungsflächen mit einer Menge an Überraschungen und einigen Geheimnissen, die darauf warten, entdeckt zu werden.

Bauausführenden Firmen:

1. Fa. Flöter Uszkureit
Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau GmbH
Geschäftsführer, Herrn Michael Schindel

2. FRG Freiraumgestaltung Garten-, Landschaftsbau GmbH Geschäftsführerin, Frau Birgit Simon,

3. Georg Kellner und Partner
Diplom-Designer

Der Zweite Bauabschnitt soll zügig weitergeführt werden. Im Herbst 2007 beginnen an der gegenüberliegenden östlichen Seite der Riesaer Straße die Bauarbeiten.
Die Fertigstellung ist für das IV. Quartal 2008 vorgesehen.
Für diesen Bauabschnitt wurden Mittel aus den Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen eines Bauprojektes der Deutschen Bundesbahn in Höhe von rd. 1 Mio. ¤ zur Verfügung gestellt. Die Planungen hierfür wurden ebenfalls von Frau Wilheim durchgeführt.

Maßnahmebeschreibung
Die grundlegende Entwurfsidee ist eine 50m breite Treppenanlage, die den Haupteingang des Parks an der Riesaer Straße städtisch betont, den ansehnlichen Höhenunterschied von der Riesaer Straße (59,00m ü.NN.) zum Parkniveau (i.M. 54,00m üNN.) überwindet und behindertengerecht durch Anordnung von diagonal verlaufenden, gepflasterten Rampen in den Park führt. Die Treppenanlagen werden stufenbegleitend von einer Baumallee betont, die auch die parallel zum Graben verlaufende Hauptachse begleitet.
In Nachbarschaft des Baukastens wird der Höhenunterschied von einer Stützmauer aufgefangen, die auf mehreren Ebenen Plateauausbildungen ermöglicht, so dass Plätze mit Sitzplätzen entstehen.
In Verlängerung der vorhandenen Wegeanbindung an den Mylauer Weg ist eine Querung des Grabens in Form einer Stufen – Steganlage geplant. (Ausführung 2008)
Die Verbindung zur höher gelegenen Kastanienallee ist ebenfalls durch eine Treppenanlage, die mit der Haupteingangsseite korrespondiert, gestaltet.
Die erforderlichen, teilweise vorhandenen Wartungswege von SenStadt zur Pflege und Unterhaltung des Grabens und Anlagen der BWB sind im Wegesystem aufgenommen und integriert.
Der vorhandene Baumbestand bleibt bis auf Bäume, die im Bereich der Treppenanlage liegen, erhalten. Die dort vorhandenen
13 Eichen wurden verpflanzt.
Das anfallende Oberflächenwasser wird über ein Mulden-Rigolensystem versickert.
Das vegetative Labyrinth wird begleitend von einer Baumallee betont und seine differenzierte Raumwirkung durch Edelstahlbänder, auf denen Berliner Sprüche stehen, erhöht.

Die Gesamtfläche des Parkbereiches beträgt 26800qm.

Fotos liegen in der Pressestelle vor und können gemailt werden.