Springpfuhlpark wird schrittweise umgestaltet - Vorstellung des 5-Jahres-Konzeptes

Pressemitteilung vom 09.05.2006

Das Natur- und Umweltamt hat die Vorplanungen für eine schrittweise Gestaltung des Springpfuhlparkes beendet. Das Konzept wird vom Bezirksstadtrat für Ökologische Stadtentwicklung, Dr. Heinrich Niemann (DIE LINKE.PDS) jetzt im zuständigen Ausschuss der BVV sowie in einer Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellt werden (Termine werden gesondert mitgeteilt).

Der Springpfuhlpark als typischer Quartierspark verbindet das Zentrum am Helene-Weigel-Platz mit dem Nahversorgungszentrum an der Feuerwache. Es hat eine große Erschließungsfunktion für Fußgänger/innen und Radfahrer/innen. Weiter steht er in räumlicher Verbindung mit dem Wuhletal (über die Biesdorfer Promenade) und mit der Marzahner Promenade (über den Grünzug an der Bruno-Baum-Straße). Die hohe Bedeutung dieser Anlage für die Bewohner/innen in der Nachbarschaft steht nicht im rechten Verhältnis zur Formen- und Gestaltsprache. Die vorhandenen Wegeverbindungen spiegeln nur teilweise die reale Situation wieder. Weiterhin steht der vorhandene Nutzungsdruck nicht im Einklang mit der Aufenthaltsqualität.
Im freiraumplanerischen Gutachten des Landschaftsarchitekten Prof. Stötzer zum Springpfuhlpark aus dem Jahre 1994 wurde schon ein konzeptioneller Ansatz entwickelt, der eine behutsame schrittweise Beseitigung der aufgeführten Defizite verfolgte.

Die Bereitstellung von Fördermitteln versetzt das Bezirksamt nunmehr in die Lage, an diese gutachterlichen Aussagen anzuknüpfen und diese in modifizierter Form in einzelnen Bauabschnitten umzusetzen. Sowohl der Prozess des Stadtumbaus als auch der demographische Wandel und damit die sich wandelnden Nutzungsansprüche an den öffentlichen Raum erforderten eine Aktualisierung der Vorschläge aus dem Jahre 1994.

Zu berücksichtigen sind dabei die sich aus der Nutzung und dem Stadtumbauprozess ändernden Rahmenbedingungen sowie die Abfolge der geförderten Maßnahmen.

Daraus resultiert die Notwendigkeit einer abschnittsweisen Bauausführung mit einem Fertigstellungshorizont von fünf Jahren. Der Baubeginn ist im Mai 2006 vorgesehen.

1. Bauabschnitt:

In der ersten Bauphase von sechs Monaten soll der stark frequentierte Verbindungsweg zwischen Wohnhochhaus und Murtzahner Ring als wichtige Nord-Süd-Achse durch den Park verlegt werden (zunächst die erste Hälfte). Die bisherige Trasse wird entsiegelt und in die Rasenflächen eingefügt.
Weiterhin ist in diesem Bauabschnitt vorgesehen, die Wegebeziehung zwischen dem Helene-Weigel-Platz und dem Einkaufszentrum am Akazienwäldchen zu optimieren. Hierzu ist es erforderlich, durch den Baumbestand eine neue Verbindung zu schaffen, die den gesunden Baumbestand weitestgehend berücksichtigt. Die südlich verlaufende Schneide wird zurückgebaut und in den Akazienwald integriert.

Anstelle der Gehölzgruppe, bestehend aus Pyramidenpappeln und Strauchunterpflanzung, wird eine Wiese angelegt, die die Weite der Parkanlage und die Besonderheit des Akazienwäldchens unterstreicht. Die auch aus Altersgründen notwendigen Baumfällungen (17 Pappeln und maximal 10 Robinien) werden an anderer Stelle durch Neupflanzungen ausgeglichen. Um eventuell mögliche Störungen der Tierwelt auszuschließen, wird der Bauablauf diesen Aspekt berücksichtigen.
Der vorhandene Spielplatz soll an eine bessere Stelle verlagert und saniert werden.

2. Bauabschnitt:

Der Hauptweg bis Murtzahner Ring (Fortsetzung aus dem ersten Bauabschnitt) wird fertiggestellt. Die Nebenwege zwischen Schule und Einkaufszentrum werden entsprechend ihrer Bedeutung überarbeitet oder aufgehoben.

3. Bauabschnitt:

Die Wegeverbindungen nördlich der Schwimmhalle und des “Alten Rathauses” werden in einer Promenade gebündelt, die nicht mehr benötigte Verkehrsfläche renaturiert.

4. Bauabschnitt:

Die Treppenanlage zwischen Schwimmhalle und Hochhaus wird rekonstruiert und an das Wegenetz angeschlossen.

5. Bauabschnitt:

Für den mangelhaften Wegeverlauf nördlich des “Alten Rathauses”, quer über die zum Springpfuhl abfallende Rasenböschung, wird es eine gebündelte Wege-Treppen-Lösung geben.

Die neuen Wegebeziehungen werden entsprechend der sich ergebenden Rangordnung als Promenade, Haupt- und Nebenwege einheitlich gestaltet. Die künftigen Wegebreiten liegen zwischen 1,80 m und 3,00 m. Als Baumaterial werden entweder gelbe oder graue Pflastersteine unterschiedlicher Produktion verwendet.

Mitarbeiter/innen des Natur- und Umweltamtes übernehmen für dieses wichtige Landschaftsbauprojekt die Projektierung. Die anschließende Bauausführung wird nach öffentlichen Ausschreibungen von Fachfirmen des Garten- und Landschaftsbaus unter Beteiligung geförderter Arbeitnehmer/innen erfolgen.