Umbenennung des Rohrbruchparks in „Jelena-Santic-Friedenspark“

Pressemitteilung vom 13.03.2003

Anlässlich des Todestages der serbischen Friedensaktivistin und Primaballerina Jelena Ŝantiæ wird der Rohrbruchpark auf Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung am Samstag, 22. März um 15.00 Uhr auf dem Plateau des Parkes, parallel zur Hellersdorfer Strasse, in „Jelena-Ŝantiæ-Friedenspark“ umbenannt. Bezirksbürgermeister Dr. Uwe Klett (PDS) erwartet zu der feierlichen Benennung des Platzes den Botschafter von Serbien und Montenegro, Milovan Bozinovic, die Leiterin der Gruppe 484 in Belgrad, Wesna Golic, Vertreter der deutschen Gruppe 485, die eng mit Jelena Ŝantiæ zusammen gearbeitet haben und die Umbenennung initiierten, Angehörige von Jelena Ŝantiæ, das Mitglied des Bundestages Petra Pau (PDS), das Mitglied des Abgeordnetenhauses Margrit Barth (PDS), die Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung Petra Wermke (PDS), die Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit, Dr. Manuela Schmidt (PDS), die Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport Marlitt Köhnke (SPD), den Vorsitzenden des Heimatvereins Dr. Günter Peters, den ehemaligen Dekan der Humboldt Universität sowie weitere Vertreter der
Mit der Umbenennung in Jelena-Ŝantiæ-Friedenspark wird eine Persönlichkeit gewürdigt, die als Begründerin des Zentrums für Antikriegsaktionen Symbolfigur für ein friedliches Miteinander der Menschen im ehemaligen Jugoslawien war. Hans Spoelstra von der „Gruppe 485“, der auch die Festveranstaltung moderiert, wird zu Beginn die Friedenskämpferin mit einigen persönlichen Worten würdigen. Weitere Redner sind die Schwester, Irina Subotica, der Bezirksbürgermeister, der Botschafter Serbiens und Montenegros, die Leiterin der Gruppe 484 aus Belgrad sowie Professor Heinrich Fink. Für die kulturelle Umrahmung sorgen der Chor des Siemens-Gymnasiums, der Liedermacher Hans Spoelstra sowie die „Gruppe 485“.
Die international bekannte Primaballerina gründete 1995, während des Krieges in Ex-Jugoslawien, gemeinsam mit Aktivisten der serbischen Friedensbewegung die Flüchtlingsinitiative „Grupa 448“. Unter Inkaufnahme von Repressalien und Inhaftierungen sorgte die Gruppe dafür, dass zunächst 448 Flüchtlingsfamilien aus der „ethisch gesäuberten“ Kraina – ungeachtet ihrer Nationalität – in Belgrad ein menschenwürdiges Leben ermöglicht wurde. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Flüchtlinge hinzu, die von der Gruppe unterstützt wurden.
Im Sommer 1999 besuchte Jelena Ŝantiæ die „Gruppe 485“ in Berlin-Hellersdorf, eine Initiative junger Menschen , die sich auch zur finanziellen Unterstützung der Belgrader Friedenskämpfer gebildet hatte. Als Symbol gegen die menschenverachtenden Auswirkungen des Krieges in Ex-Jugoslawien legten sie im Rohrbruchpark gemeinsam ein weithin sichtbares „Peace-Zeichen“ aus Holzbohlen und Blumen an. Nach Jelena Ŝantiæs Tod am 18. März 2000 initiierte die „Gruppe 485“ die Umbenennung des Parkes. Nähere Infos zur Arbeit der Gruppe erteilt Hans Spoelstra, Tel.: 5439 6510.