Drucksache - DS/0150/VIII  

 
 
Betreff: Kinder-BVV auch in dieser Wahlperiode
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion DIE LINKE.Bezirksamt
  BzStRin FamJugGesBüD,
Drucksache-Art:Antrag zur BeschlussfassungVorlage zur Kenntnisnahme (Zwb.)
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
16.03.2017 
6. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin überwiesen   
Jugendhilfeausschuss Entscheidung
04.04.2017 
4. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Jugendhilfeausschusses ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
27.04.2017 
7. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
15.06.2017 
9. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin mit Zwischenbericht zur Kenntnis genommen   
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
21.02.2019 
27. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin mit Zwischenbericht zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag DIE LINKE. PDF-Dokument
ÄA SPD PDF-Dokument
BE JHA PDF-Dokument
VzK (Zwb.) PDF-Dokument
VzK (Zwb.) PDF-Dokument
VzK (Austauschexemplar Anlage) PDF-Dokument

Das Bezirksamt wurde ersucht,

auch in dieser Wahlperiode weiter dafür Sorge zu tragen, dass Kinder und Jugendliche im Rahmen der Partizipation die Möglichkeit erhalten, Kinder-BVVen durchzuführen. In die Vor-und Nachbereitung soll die BVV mit einbezogen werden.

 

Hierzu berichtet das Bezirksamt wie folgt:

Am 10. November 2018 fand im Ratssaal des Rathauses die erste Jugend-BVV für Lichtenberger Jugendliche im Alter von 14 bis 24 in Form eines sogenannten „Barcamps statt. Daran beteiligten sich zehn Jugendfreizeiteinrichtungen und drei Schulen. Neben den Vorsitzenden verschiedener Ausschüsse der BVV waren der Bezirksbürgermeister und die Bezirksstadträtin für Jugend eingeladen. Im Vorfeld der Jugend-BVV waren Jugendliche in ihren Jugendclubs und –freizeiteinrichtungen aufgerufen, Themen zu sammeln, die sie gemeinsam mit Bezirkspolitiker*innen diskutieren wollen. Ziel der Veranstaltung war es, Bezirkspolitiker*innen für die Wünsche und Anregungen von Jugendlichen zu sensibilisieren und „Patenschaften“ zu vereinbaren, sodass die Themen einen Eingang in die Geschäftswege der Erwachsenen-BVV finden können.

Zu Beginn der Jugend-BVV wurden die von den Jugendlichen mitgebrachten Themen im Eröffnungsplenum auf verschiedene Räume im Rathaus aufgeteilt, in denen anschließend sogenannte „Sessions“, d.h. die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema, stattfanden.

Folgende 13 Themen wurden von den Jugendlichen festgelegt und im Session-Plan verankert:

-          Mieten in Lichtenberg,

-          Angst auf dem Schulweg,

-          Jugendkulturveranstaltungen,

-          Öffentlichkeitsarbeit (Fotos und Artikel),

-          DJ-Grundlagen vermitteln,

-          Schulplatz,

-          Wie werde ich Musiker*in?,

-          Ein sauberes Lichtenberg,

-          Gespräch mit Chadi,

-          Unflexibles Schulsystem,

-          Was ist eine Jugendjury?,

-          Pflege von Jugendclubs,

-          Mehr Mädchenarbeit

Im Verlauf der Jugend-BVV hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die verschiedenen Sessions zu besuchen und sich an den dort stattfindenden Diskussionen, Gesprächen und Fragerunden zu beteiligen. Hier einige Beispiele:

In der Session „Schulplatz“ berichteten Jugendliche darüber, dass sie Schüler*innen in Willkommensklassen waren und später keine geeigneten Schulplätze in Regelklassen bekommen konnten, dass Jugendfreizeiteinrichtungen für sie wie ein zweites Zuhause sind und Sprachlerntandems eine tolle Unterstützung sind.

Im Themenbereich „Unflexibles Schulsystem“ wünschten sich die Schüler*innen, sich mehr in die Auswahl der Schulfächer einbringen zu können und stellten fest, dass ein Tag „Home Office“, wie in skandinavischen Ländern praktiziert, wünschenswert wäre.

In der Themen-Session „Pflege von Jugendclubs“ wurde angeregt, dass es auch für Jugendfreizeiteinrichtungen einen Sanierungsplan geben sollte und sich die Jugendlichen mit den JHA-Mitgliedern über Instagram vernetzen könnten, um die Kommunikation zu verbessern und auf Projekte aufmerksam gemacht zu werden.

Beim Thema „Mehr Mädchenarbeit“ wurde gemeinsam diskutiert, Hygieneartikel für Mädchen und Frauen kostenlos zu vergeben, mehr Schutzräume für Mädchen zu schaffen und ein gesondertes Mädchenbarcamp durchzuführen.

Am Ende der Jugend-BVV wurden die Erfahrungen der verschiedenen Sessions ausgetauscht in einer Abschlussrunde und Patenschaften verabredet. Eine Übersicht der Patenschaften befindet sich im Anhang.

Um das Ziel zu erreichen, die Themen der Jugendlichen weiterzutragen und gegebenenfalls in die Erwachsenen-BVV einzuspeisen, sind nun die politischen Pat*innen gefragt. Über regelmäßigen Kontakt mit den Jugendlichen sollen sie gemeinsam über weitere Schritte nachdenken. Bei Bedarf sollen Anträge der Politiker*innen, unter Mitwirkung der Jugendlichen, eingebracht werden.

In einem gemeinsamen Treffen mit den beteiligten Ausschussvorsitzenden, dem BVV-Vorsteher, der Bezirksstadträtin für Jugend und der Koordinatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung wird über den aktuellen Stand der Patenschaften berichtet. 

Als Abschluss des Prozesses wird der BVV empfohlen, die beteiligten Jugendlichen zu ihrer Sitzung vor der Sommerpause einzuladen, um Rechenschaft abzulegen, dazu Rückmeldung geben zu können und einen Ausblick mitgeteilt zu bekommen.

 
 

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