Drucksache - DS/0414/VII  

 
 
Betreff: Bestattungen für Muslime ermöglichen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion DIE LINKE.Bezirksamt
   
Drucksache-Art:Antrag zur BeschlussfassungVorlage zur Kenntnisnahme (Abb.)
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
20.09.2012 
12. Sitzung in der VII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
13.12.2012 
15. Sitzung in der VII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin mit Abschlussbericht zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag DIE LINKE. PDF-Dokument
VzK (Abb.) PDF-Dokument

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt bittet die Bezirksverordnetenversammlung, Folgendes zur Kenntnis zu nehmen:

 

Im Frühjahr 2012 erreichte das Bezirksamt ein Prüfauftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt zur Eruierung von Flächenpotentialen für islamische Bestattungen auf landeseigenen Friedhöfen in Berlin. Ein entsprechendes Antwortschreiben ist bereits erfolgt und enthält sinngemäß nachfolgend aufgeführten Inhalt.

 

Der städtische Zentralfriedhof Friedrichsfelde steht seit Anbeginn allen Verstorbenen, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit und Weltanschauung, als letzte Ruhestätte zur Verfügung. Bereits in den 90er Jahren hat es dort eine islamische Bestattung gegeben. Dies ist auch weiterhin vorstellbar und kurzfristig möglich – unter Beachtung folgender Rahmenbedingungen: Für ein Reihengrab ist eine Liegezeit von 20 Jahren vorgesehen. Dies trifft ebenso für ein Wahlgrab zu, welches jedoch einmal um den gleichen Zeitraum verlängert werden kann. Glaubensrituale, wie beispielsweise rituelle Waschungen oder andere kultische Handlungen, müssen außerhalb des Friedhofs durchgeführt werden, da in der Feierhalle entsprechende Räumlichkeiten nicht zur Verfügung stehen. Ein entsprechender Umbau der Feierhalle ist auf Grund der Baulichkeit nicht möglich.

 

Im Falle eines größeren Bedarfs an islamischen Bestattungen ist die Einrichtung einer gesonderten Fläche im hinteren Drittel des Zentralfriedhofs, ausgehend vom Eingang Gudrunstraße, vorstellbar. Die Kernfläche umfasst ca. 4.000 m², weitere 2.600 m² stehen als Erweiterungsfläche zur Verfügung. Die entsprechenden Flächen müssten jedoch zunächst hergerichtet werden und stehen somit nicht zeitnah zur Verfügung. Die alten Grabanlagen (Denksteine, Einfassungen, Bepflanzungen) müssen beräumt werden und die Planung / Gestaltung des Grabfeldes (Rahmengrün, Wege, Wasserzapfstellen, Bänke usw.) muss abgeschlossen sein. Für diese Arbeiten stehen derzeit weder finanzielle Mittel noch Personal zur Verfügung.

 
 

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