Habicht (Acipiter gentilis)

Habicht - Foto: Stefan Leupold - Pixelio
Habicht - Foto: Stefan Leupold - Pixelio
Bild: Stefan Leupold + Bezirksamt Lichtenberg

Körpergröße
Der Körper des Habichts hat eine Länge von 46-63 Zentimeter und seine Flügelspannweite kann 89-122 Zentimeter betragen

Gewicht
Kleinere Männchen wiegen 0,552 Kilogramm, während die größeren Weibchen bis zu 2,2 Kilogramm schwer werden können

Aussehen
Bei Habichten herrscht ein ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus vor, das heißt das Weibchen ist stets größer als das Männchen. Ausgewachsene Habichte haben eine schieferbraungraue Rückenfärbung und einen weißen Bauch, der sich durch eine dunkelbraune Querbänderung auszeichnet.

Beschreibung

Vorkommen Das Verbreitungsgebiet des Habichts umfasst die arktischen bis subtropischen Zonen. Innerhalb seines Lebensraumes ist der Habicht auf einen alten Baumbestand zur Anlage seines Horstes, sowie einem ausreichenden Angebot an potentieller Nahrung angewiesen. Innerhalb von Europa hat sich der Habicht somit in den unterschiedlichsten Waldformationen angesiedelt.
Fortpflanzung Habichte sind monogame Tiere, die ihr Revier mit Rufen und als letztem Mittel auch Angriffen gegen Eindringlinge verteidigen. Die Ablage von zwei bis vier Eiern erfolgt zumeist Mitte März bis April und die Jungtiere schlüpfen nach 37-39 Tagen. Nach 40-45 Tagen werden sie flügge und verlassen das elterliche Revier drei bis sechs Wochen später.
Ernährung Habichte ernähren sich im natürlichen Habitat hauptsächlich von mittelgroßen Vögeln und Säugetieren. Südlich lebende Tiere erweitern ihren Speiseplan zudem um Reptilien. Fische, Amphibien und Wirbellose hingegen werden eher selten verspeist.
Behausung Ihre großen Horste bauen Habichte ausschließlich auf Bäumen, die mindestens 60 Jahre alt sind. Meist werden die Horste über mehrere Jahre hinweg benutzt, wobei auch weitere Horste angelegt werden, die meist im Wechsel genutzt werden.

Habichte in der Stadt

Derzeit gibt es zirka 20 Greifvogelarten, die sich im urbanen Raum erfolgreich angesiedelt haben – der Habicht ist eine davon. Die Besiedlung von Städten durch den Habicht ist jedoch ein Phänomen, das erst seit den 60iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts vermehrt beobachtet wird und bisher auch auf europäische Städte beschränkt zu sein scheint. Auch in Lichtenberg hat sich der Habicht erfolgreich angesiedelt und fortgepflanzt.

Gut zu Wissen

Wie verhalte ich mich bei der Begegnung mit einem Habicht?

Da die Population in Lichtenberg bisher nur wenige Tiere umfasst, werden Begegnungen eher sehr selten und aus großer Distanz stattfinden. Für den Menschen stellen Habichte keine Gefahr dar. Es gilt jedoch auch hier eine angemessene Distanz zum Tier und insbesondere einem Horst zu halten, um die neuen Stadtbewohner nicht zu stören oder gar zu vertreiben.