Reh (Capreolus capreolus)

Reh - Foto: Bernd Ulrich - Pixelio
Reh - Foto: Bernd Ulrich - Pixelio
Bild: Bernd Ulrich + Bezirksamt Lichtenberg

Körpergröße
Von Kopf bis Rumpf 100-140 Zentimeter

Gewicht
12-30 Kilogramm je nach Geschlecht

Aussehen
Das Fell ist im Sommer kräftig rotbraun und im Winter graubraun oder dunkelbraun. Bei den Rehkitzen ist es rotbraun und weist eine weiße Punktierung auf dem Rücken, sowie auf den Flanken auf. Das Hinterteil der Rehe besitzt einen weißen Spiegel (Fleck) und einen kaum erkennbar kurzen Schwanz. Das Geweih der Rehböcke hat nur vier bis sechs Enden.

Beschreibung

Vorkommen Das europäische Reh kommt in fast ganz Europa und Kleinasien vor.
Fortpflanzung Die als Brunft bezeichnete Paarungszeit der Rehe findet in unseren Breiten Ende Juli bis Anfang August statt. Bei Rehen kommt es anderes als bei anderen Hirscharten zur einem Teilungsstillstand des befruchteten Keims (Keimruhe). Erst ab Dezember teilt sich der Keim weiter, so dass das Jungtier (Kitz) im Mai des folgenden Jahres geboren wird. Rehe sind in der Lage die Größe ihrer Population durch ein ausgeklügeltes System von Geburtenkontrolle und Geschlechtsbeeinflussung zu regulieren.
Ernährung Rehe sind reine Pflanzenfresser, die sich von Saatgut, Getreide, Kräutern, Jungtrieben, Früchten und Pilzen ernähren.
Behausung Das dämmerungsaktive Tier lebt hauptsächlich in Wäldern, auf Feldern und Wiesen; ist jedoch auch in die Randbereiche der Großstädte vorgedrungen.

Rehe in der Stadt

In der Stadt haben sich dem Reh durch forstliche Erschließung (Wegebau) Möglichkeiten ergeben weiter in das Stadtinnere vorzudringen. Da die meisten der Stadtwälder recht naturnahe belassen werden, bieten sie dem Reh die Möglichkeit durch die Verknüpfung einzelner Biotope (Wälder) eine recht umfangreiche Flora als Nahrungsgrundlage zu erschließen. Dadurch ist es im ermöglicht worden aus dem Wald auf die Friedhöfe und Gärten einzuwandern. Auch das hohe Anpassungsvermögen der kleinen Wiederkäuer hat zur Eroberung der Stadt als Lebensraum beigetragen. So haben sich die ursprünglich tagaktiven Tiere dem Rhythmus der Menschen angepasst und sind hauptsächlich in der Dämmerung zu beobachten, wenn die Gefahr der Entdeckung durch einen Menschen relativ gering ist.

Wie verhalte ich mich bei der Begegnung mit einem Reh?

Da die Tiere sehr Scheu sind suchen sie meist das Weite bevor man sie zu Gesicht bekommen hat. Sie stellen für den Menschen nur eine Gefahr dar, wenn sie aus dem Unterholz plötzlich auf die Straße springen. Um eine solche Situation möglichst zu verhindern sollte man die warnenden Wildwechselschilder unbedingt ernst nehmen; besonders wenn man in der Zeit zwischen Dämmerung und Morgengrauen unterwegs ist.Wie bereits erwähnt sollten vermeintlich verwaiste Rehkitze nicht angefasst werden,da sich die Mutter bestimmt in der Nähe aufhält und das Kitz nicht mehr annimmt sollte es angefasst worden sein, was einem Todesurteil für das Kitz gleichkommt.