Teichmolch (Triturus vulgaris)

Körpergröße
höchstens 11 Zentimeter

Aussehen
Die Oberseite des Teichmolchs ist glatthäutig und besitzt eine gelbbraune bis schwarzgraue Färbung. Auf ihr haben die Männchen besonders zur Paarungszeit auffällige rundlich; dunkle Punkte. Sowohl beim Männchen als auch beim Weibchen verlaufen abwechselnd helle und dunkle Streifen an den Kopfseiten. Die Bauchseite ist in der Mitte orange, zu den Seiten heller werdend und besitzt ebenfalls dunkle Flecken, die bei den Männchen als große Punkte und bei den Weibchen lediglich als feine Tüpfel in Erscheinung treten.

Beschreibung

Vorkommen Teichmolche kommen in fast ganz Europa sowie im nordwestlichen Vorderasien vor. In Deutschland trifft man sie fast überall an. Hier bevorzugen sie kleine und flache Gewässer.
Fortpflanzung Die Hauptlaichzeit der Teichmolche erstreckt sich von Ende März bis in den Mai, wenn die Wassertemperatur mindestens 8° Celsius beträgt. Das Weibchen legt zwischen 200 und 300 einzelne, bräunliche Eier ab, die es mit Hilfe der Hinterbeine in die Blätter von Wasserpflanzen einwickelt. Die zunächst schwimmunfähigen Larven sind charakterisiert, durch äußere Kiemenbüschel, die hinter dem Kopf liegen. Sie ernähren sich “räuberisch” von Kleinstlebewesen und entwickeln im Gegensatz zu Froschkaulquappen zuerst die Vorderbeine und später die Hinterbeine. Nach etwa zwei bis drei Monaten und einer Länge von drei bis vier Zentimeter wird die Metamorphose zum Landtier vollzogen. Nach zwei oder drei Jahren werden sie selbst geschlechtsreif.
Ernährung Teichmolche ernähren sich nachtaktiv von Insekten, Würmern und anderem Kleingetier. Zur Zeit des Wasseraufenthaltes im Frühjahr und Frühsommer werden vor allem Kleinkrebse, aber auch Froschlaich, Kaulquappen und sogar Eier und Larven der eigenen Art gefressen.
Behausung Der Teichmolch bevorzugt halboffene bis offene Landschaften und meidet in der Regel dicht bewaldete Bergregionen. Als Behausungen an Land kommen beispielsweise Grünlandgebiete mit Hecken, Waldränder, naturnahe Gärten und Parks, aufgegebene Kiesgruben sowie Uferränder von Gewässern in Frage. In Mitteleuropa zieht sich der Teichmolch zwischen Oktober und November in einen frostsicheren terrestrischen Unterschlupf zurück, in welchem er überwintert. Da der Teichmolch als sehr anpassungsfähiger Lurch gilt, ist er dem Menschen als Kulturfolger auch in die Stadt gefolgt.

Teichmolche in der Stadt

Inzwischen kann man den Teichmolch in nahezu ganz Berlin in kleineren Teichen oder anderen flachen Gewässern beobachten. Da die meisten Teiche in der Stadt möglichst naturbelassen sind, findet der Teichmolch hier quasi einen identischen Lebensraum zu dem außerhalb der Stadt. Obwohl die Zahl der Teichmolchsichtungen in Lichtenberg in den letzten Jahren stetig zugenommen hat, kann es immer wieder zu größeren, lokalen Verlusten kommen. Diese, meist durch den Menschen verursachten Einbrüche, sind auf die Zerstörung und Verschmutzung von Gewässern, den künstlichen Fischbesatz in Kleingewässern, die Rodung von Hecken und Feldgehölzen, und den Straßenverkehr zurückzuführen. Eine weitere Gefahr stellen Baumaßnahmen dar, bei denen an Kellerfenstern, Lichtschächten und Straßengullys gearbeitet wird. Diese wirken oft als Fallen, in die die Tiere hineinfallen und sich nicht mehr selbst befreien können.

Wie verhalte ich mich bei der Begegnung mit einem Teichmolch?

Am besten lassen sich diese scheuen Tiere beim Luftholen beobachten, wenn sie aus dem trüben Wasser an die Oberfläche kommen. Hierfür muss man sich lediglich an ein stilles, flache Gewässer setzten und ein wenig abwarten. Da sie für den Menschen und seine Haustiere keinerlei Gefahr darstellen, sollte man den kleinen Lurch als einen Teil der Stadtfauna akzeptieren und vor allem respektieren, das heißt ihn nicht anfassen oder gar mitnehmen.