Bebauungsplanverfahren 11 - 47 (Karlshorst-West)

Ein lebendiges Quartier mit Gewerbe- und Wohngebieten entsteht rund um den Blockdammweg

Bebauungsplanverfahren 11-47 - Luftaufnahme
Bild: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - Luftbildarchiv

Das Gebiet beiderseits des Blockdammwegs war lange Zeit eines der bedeutenden zusammenhängenden Industrieareale Lichtenbergs. In den letzten Jahren ist die gewerbliche Nutzung stark rückläufig bis hin zu einer völligen Verwahrlosung mancher Gebäude und Grundstücke. Um die Abwärtsspirale zu stoppen ist eine städtebauliche Umsteuerung des Gebiets am Blockdammweg vordringliches Ziel des Bezirksamtes Lichtenbergs Es soll ein lebendiges Quartier mit neuen Gewerbeflächen entlang des Blockdammwegs im Anschluss an das Prinzenviertel sowie abwechslungsreichen Grünflächen entstehen.

Blick über das nördliche Grundstück am Blockdammweg
Grundstück am Blockdammweg

Das Energieunternehmen Vattenfall Europe plant am Standort neue Heizkraftwerke zu errichten. Das bestehende HKW Klingenberg soll durch gas- und biomassebefeuerte Heizkraftwerke ersetzt werden. Der Ersatz des HKW Klingenberg ist ein Kernbestandteil der zwischen der Vattenfall Europe und dem Land Berlin geschlossenen Klimaschutzvereinbarung. Nach derzeitigem Planungsstand ist vorgesehen, das bestehende Heizkraftwerk 2016 außer Betrieb zu nehmen. Wesentliches Ziel des Bezirksamtes ist es daher auch, den neuen Kraftwerksstandort verträglich in die städtebauliche Struktur einzubinden und die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Diese Ziele zu sichern, ist die Aufgabe der Bebauungsplanung durch den Bezirk.

Auf dieser Internetseite möchten wir Sie über das Bebauungsplanverfahren 11 – 47 (Karlshorst-West) informieren und Sie über die weiteren Verfahrensschritte auf dem Laufenden halten In den jeweiligen Downloadbereichen können Sie die relevanten Pläne und textliche Dokumente herunterladen.

Städtebauliche Leitlinien "Karlshorst-West/Blockdammweg"

Bebauungs- und Freiraumkonzept - Städtebaulichen Leitlinien

Im Vorfeld des Bebauungsplanverfahrens wurden 2008 die “Städtebaulichen Leitlinien Karlshorst-West/Blockdammweg” von der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg beschlossen Ziel der städtebaulichen Leitlinien ist es, das Gebiet neu zu ordnen und damit eine positive Entwicklung als lebendiges Quartier mit Gewerbe- und Wohnnutzungen und öffentlichen Grünflächen zu ermöglichen. Mit den städtebaulichen Leitlinien für Karlshorst-West hat das Bezirksamt Lichtenberg bereits eine gute Grundlage für die Aufstellung des Bebauungsplanes geschaffen.

Der Bebauungsplan-Entwurf 11 - 47 (Karlshorst-West)

Bebauungsplan Entwurf 11-47 (Karlshorst-West)

Das Bezirksamt Lichtenberg fasste im Juni 2009 den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan 11 – 47 (Karlshorst-West). Im Januar 2010 wurde der Geltungsbereich um mehrere Teilbereiche ergänzt.
Der Bebauungsplan dient der Reaktivierung der innerstädtischen Brachflächen und der Wiederherstellung der städtebaulichen Ordnung rund um den Blockdammweg. Wesentliche Ziele dabei sind die Aktivierung der Flächenpotenziale für neue Nutzungen und die Beseitigung von Entwicklungshemmnissen. Für die gewerbliche Wirtschaft sollen Flächenangebote bereitgestellt werden, die den bestehenden Energie- und Industriestandort an der Köpenicker Chaussee arrondieren.
Es ist vorgesehen, der bestehenden Nachfrage nach Wohnraum im Ortsteil Karlshorst mit der Ausweisung eines Wohngebietes Rechnung zu tragen. Die durch Wohnungsneubau entstehende Bedarfe und die aktuell bestehenden Defizite an Naherholungsflächen sollen durch die Ausweisung von Grünflächen ausgeglichen werden. Geplant ist, dafür die durch die Spree und den Hohen Wallgraben bestehenden naturräumlichen Potenziale zu aktivieren und der Bevölkerung als Naherholungsbereiche zugänglich zumachen.
Das Bezirksamt beabsichtigt weiter, eine Versorgungsfläche für den Neubau von Heizkraftwerken zu sichern.
Damit wird die Absicht verfolgt, mit neuen Anlagen und der geplanten Stilllegung des derzeitigen Heizkraftwerks Klingenberg einen Beitrag zur Reduzierung der Emissionsbelastungen und zum Klimaschutz zu leisten.
Die städtebauliche Beeinträchtigung des Plangebietes und seines Umfeldes insbesondere durch die im Osten vorhandenen Hochspannungsfreileitungen sollen durch Verlegung dieser Leitungen beseitigt werden.

Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung

Veranstaltung der Öffentlichkeitsbeteiligung

Am 11. März 2010 fand in der Max-Taut-Schule die Erörterungsveranstaltung zum Bebauungsplan-Entwurf 11 – 47 (Karlshorst-West) statt. Dort wurden die Inhalte des Bebauungsplan-Entwurfes sowie die aktuellen Kraftwerksplanungen der Vattenfall Europe am Standort Klingenberg vorgestellt. Im Anschluss an die Präsentationen konnten die Bürger Fragen stellen und die Planungen diskutieren.
Rund 200 Bürger fanden den Weg in die Kantine der Max-Taut-Schule und bereicherten die Veranstaltung durch zahlreiche Redebeiträge.
Vor der Veranstaltung wurde ein Protokoll angefertigt, das im unten stehenden Downloadbereich abgerufen werden kann.
Die Erörterungsveranstaltung war Teil der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung, die vom 22. Februar bis zum 19. März 2010 durchgeführt wurde. In einer Ausstellung konnten sich die Bürger über die Planungen in den Diensträumen des Amtes Planen und Vermessen zusätzlich informieren und ihre Stellungnahmen abzugeben.
Die Stellungnahmen wurden gesammelt und fließen in den weiteren Planungsprozess mit ein.

Downloads

Städtebauliche Leitlinien "Karlshorst-West/Blockdammweg"

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Bebauungs- und Freiraumkonzept

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Bebauungsplan-Entwurf 11-47 (Karlshorst-West) - Stand 26.02.2010

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Erläuterungsbericht

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Präsentation des Bezirkes zum Bebauungsplanverfahren 11-47 (Karlshorst-West)

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Protokoll der Erörterungsveranstaltung vom 11.03.2010

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Ausstellungstafeln der frühzeitigen Bürgerbeteiligung vom 22.02.2010 bis 19.03.2010

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Bezirksamt- und BVV-Beschlüsse vom 03.05.2010

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