Gedenkstelen erneuert

Pressemitteilung vom 21.12.2017

Erinnerung an Zwangsarbeiterlager im Park am Fennpfuhl

Im Park am Fennpfuhl am Weißenseer Weg wurden die Stelen zur Erinnerung an die Zwangsarbeiterlager in Lichtenberg erneuert. Seit Januar 2009 erinnern dort zwei Metallstelen an die Menschen aus ganz Europa, die während der nationalsozialistischen Diktatur als Zwangsarbeiter im Bezirk Lichtenberg unter unwürdigen Bedingungen in eigens für sie errichteten Lagern leben mussten. Auf dem Gebiet des heutigen Fennpfuhlparks und in dessen näherem Umfeld befanden sich zwischen 1939 und 1945 drei große Zwangsarbeiterlager.
Verwitterung und Beschädigungen der Gedenkinstallation durch Unbekannte machten eine Erneuerung erforderlich. Die Stelen wurden auf Beschluss der Gedenktafelkommission der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg mit Mitteln des Lichtenberger Fonds für Erinnerungskultur wieder hergestellt.

Hintergrund:
Nahezu alle Unternehmen – darunter die Konzerne Siemens-Plania, Knorrbremse und IG-Farben aber auch Handwerks- und Landwirtschaftsbetriebe sowie kommunale und staatliche Unternehmen – beschäftigten während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Zehntausende von ihnen, darunter sogar Kinder, waren in insgesamt mehr als einhundert Lagern über den Bezirk Lichtenberg verteilt. Viele von ihnen überlebten nicht. Sie wurden Opfer der schweren Zwangsarbeit, der harten Lebensbedingungen in den Barackenlagern oder der Bombenangriffe, denen sie schutzlos ausgeliefert waren.

Weitere Informationen:
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Abteilung Personal, Finanzen, Immobilen und Kultur
Amt für Weiterbildung und Kultur
Museum Lichtenberg
Dr. Thomas Thiele
Telefon 030 57 79 73 88 14
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