#Here I stand:Martin Luther, die Reformation und die Folgen

Pressemitteilung vom 16.11.2017

Lichtenbergerinnen und Lichtenberger können schon bald die Ausstellung „#HereIstand. Martin Luther, die Reformation und die Folgen“ im Rathaus Lichtenberg betrachten. Unterstützt vom Auswärtigen Amt im Rahmen der Lutherdekade, eröffnet Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) die Schau am Mittwoch, 22. November, um 18 Uhr gemeinsam mit Edgar Dusdal, dem Pfarrer der Evangelischen Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde Lichtenberg. Außerdem ist die im Oktober 2016 entstandene Ausstellung digital im Internet zu sehen unter: www.here-i-stand.com
30 Poster zeigen und erklären mit Hilfe moderner Infografiken, gestaltet durch die Berliner Agentur Golden Section Graphics GmbH, die wichtigsten Stationen der Reformationsgeschichte und ihre Auswirkungen bis heute: „Die Ausstellung stellt die Reformation vor 500 Jahren in den Zusammenhang mit den gesellschaftlichen Umwälzungen, die bis heute wirken. Die Auseinandersetzung mit dieser unserer Geschichte gibt uns Mut und Inspiration für die Bewältigung der Fragen unserer Zeit nach dem Wert von Freiheit, Menschenwürde, Demokratie, nach der Gestaltung unseres Zusammenlebens“, sagt Bezirksbürgermeister Michael Grunst.

Ausgehend von der Biographie Martin Luthers wird ein Blick in die Lebensumwelt der Menschen vor der Reformation geworfen: Dabei richtet die Schau ihren Fokus auf die reformatorische Dynamik, die sich nach Luthers Veröffentlichung der 95 Thesen entspann. Sie behandelt zentrale Fragen der Reformationsgeschichte. Wie verbreitete sich die neue Lehre? Was geschah in Wittenberg 1517? Und was war das Neue an Luthers Theologie? Pfarrer Edgar Dusdal erklärt: „Ich verbinde mit der Reformation und mit Luther, dass sie ganz stark zur Gewissensbildung beigetragen haben und für eine Authentizität des Glaubens stehen. Der Glaube hat zugleich neben seiner spirituellen Seite immer auch eine gesellschaftliche und politische Dimension. Er beinhaltet immer auch eine Möglichkeit der Weltgestaltung.“ Die Zeit zwischen 1520 und 1530 war eine Zeit des Umbruchs, auch für die Geschlechterrollen. Dass auch Frauen in der Reformation eine Rolle spielten, wird heute oft vergessen. Ein weiterer Fokus der Ausstellung behandelt die Ausbreitung des Protestantismus in den USA. Nicht zuletzt wird die Frage geklärt, was der Bürgerrechtler Martin Luther King mit seinem Namensvetter, dem deutschen Reformator Martin Luther, gemeinsam hat.
Für „#Here I stand“ steht auch eine kostenlose App – die Poster-Rallye „Lutherbound“ – bereit. Sie ermöglicht eine spielerische Rallye durch die Plakate. Martin Luther kommt dabei selbst zu Wort und stellt das Wissen der Spieler auf die Probe. Die Antworten zu den Fragen sind auf den Postern zu finden. Auch jüngere Schüler können so spielerisch in die Ausstellung gehen und nebenbei auch etwas lernen. Die Ausstellung ist bis Mittwoch, 20. Dezember, in der Möllendorffstraße 6 in 10367 Berlin zu sehen. Und zwar immer montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen:
Liane Behrendt
Referentin des Bezirksbürgermeisters
Telefon: (030) 90296-3302 | E-Mail