„Glas“: Skulpturen von Julius Weiland

Pressemitteilung vom 18.09.2017

„Dekor und Deformation“ ist der Titel der Ausstellung mit Werken von Julius Weiland. Sie wird am Sonntag, 1. Oktober, um 15 Uhr im Mies van der Rohe Haus in der Obersee-straße 60 eröffnet. Es spricht Dr. Tobias Hoffmann vom Bröhan-Museum.

Der zur Ausstellungseröffnung erscheinende Katalog enthält Abbildungen der farbigen Glasskulpturen von Julius Weiland. Im Künstlergespräch erläutert er seine Prägung durch die amerikanische Studioglasbewegung. Bei dieser Bewegung wird das Glas, inzwischen eine Domäne der industriellen Produktion, wieder zurück in die Studios und Künstlerateliers geholt – praktisch „back to the roots“ in das Leben und in die Kunst.

Glas ist ein wunderbares Material. Es ist schön, glatt, zerbrechlich aber auch sichtbar und unsichtbar zugleich. Spiegelungen, Lichtbrechungen und Reflexe machen Glas zu etwas Kostbarem. Dieser Werkstoff begleitet die Menschen schon seit einigen tausend Jahren, beispielsweise als Gebrauchsgegenstand, etwa bei Gefäßen, Vasen oder Schmuck. In der Baukultur erhält das Glas in den farbigen Fenstern der gotischen Kathedralen im Mittelalter eine besondere Würdigung, um nur ein Beispiel aus der ansehnlichen Kulturgeschichte von Glas zu nennen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Glas in der Architektur zum Synonym für die Moderne schlechthin. Es ermöglichte durch die Kombination mit neuen Technologien Licht, Luft und Öffnung im Bauen. Nicht zuletzt ist das Mies van der Rohe Haus selbst ein besonderes und reifes Beispiel für den Umgang mit Glas in der Architektur der Zwischenkriegsmoderne.

Das Glas ist in der Gegenwartskunst angekommen. Besonders die Ästhetik des Glatten entspricht dem aktuellen Zeitgeist. Der in Berlin lebende Künstler Julius Weiland hat für das Jahr 2017 im Mies van der Rohe Haus eine komplette Ausstellungsreihe mit dem Titel „Glas“ konzipiert, bei der Künstler wie Kai Schiemenz und Isa Melsheimer ausgestellt wurden. Im dritten und letzten Teil stellt Julius Weiland nun seine eigenen Skulpturen vor, die in der eigens für die Glaskünste neugründeten Werkstatt von „Berlin Glas e.V.“ hergestellt wurden.

Mies van der Rohe Haus | Oberseestraße 60 | 13053 Berlin | Telefon 030 97 00 06 18 | Schau vom 1. Oktober bis zum 22. Dezember 2017 | Di bis So 11–17 Uhr | Eintritt frei

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