Stele informiert: „Runder Tisch Rummelsburger Bucht“

Pressemitteilung vom 08.11.2016

Eine neue Stele An den Knabenhäusern in Rummelsburg informiert über die umfangreichen Aktivitäten des „Runden Tisches Rummelsburger Bucht“ zum Entwicklungskonzept für die Natur und Landschaft rund um das Gewässer.

Viele Jahre waren die unterschiedlichen Ideen, Wünsche und Interessen der Anwohner, Eigentümer, Gewerbetreibenden und Interessensvertreter nur schwer in Übereinstimmung zu bringen. Von 2014 bis 2016 tauschten Betroffene, Interessierte, Politiker und Planer am Runden Tisch Rummelsburger Bucht ihre Anliegen und Ideen zum „Entwicklungskonzept für Natur und Landschaft in der Rummelsburger Bucht” aus. Das Bezirksamt Lichtenberg hatte dafür extra ein Planungsbüro und einen Moderator beauftragt.
In mehr als acht Tagungen, vier Workshops, etlichen Arbeitsgruppen und mit Positionspapieren in Werkstattgesprächen diskutierten 15 stimmberechtigte Mitglieder in öffentlichen Sitzungen mit Bürgern und Gästen. Verabredet wurde dabei beispielsweise, dass es an den robusten Uferkanten neue Zugänge zum Wasser geben soll, die grünen Ufer weiterentwickelt und geschützt werden. Am 14. Juli 2016 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung in Lichtenberg einstimmig das Entwicklungskonzept.
Das Konzept traf auf breite Zustimmung, weil es zwischen Wünschenswertem, Sinnvollem und Machbarem, Informellem und Verbindlichem unterschied. Außerdem war es geprägt von den Interessen aller Akteure und dem Versuch, gemeinsame Lösungen zu finden. Dabei war allen Beteiligten klar, dass ein solches Verfahren auch seine Grenzen hat. Seit kurzem informiert nun eine Stele am Rummelsburger Ufer auf Höhe der ehemaligen Knabenhäuser über diesen vorbildlichen Prozess.

Der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Wilfried Nünthel (CDU), ergänzt dazu:
„Es ist uns gelungen, die vielen Interessenslagen aufeinander abzustimmen. Fast alle Anregungen konnten in dem Entwicklungskonzept berücksichtigt werden. Das ist eine herausragende Leistung aller beteiligten Akteure! Mein Dank gilt besonders den vielen Ehrenamtlichen des Runden Tischs, die viel Zeit und Kraft in das Projekt investiert haben. Sie haben dem Bezirksamt gezeigt, dass wir mit solch umfangreichen Beteiligungsformen auf dem richtigen Weg sind. Wir werden auch weiterhin den Weg der umfangreichen Bürgerbeteiligung in Lichtenberg beschreiten.“

Hintergrund:

Aufgrund ihrer städtischen Lage müssen der Rummelsburger See und der Lichtenberger Abschnitt der Spree vielfältigen und teils konkurrierenden Anforderungen gerecht werden: Den See mit seinen teilweise wertvollen Uferbereichen mit Natur- und Lebensräumen nutzen immer mehr Menschen aus den angrenzenden Wohnquartieren und den benachbarten Bezirken in ihrer Freizeit, um sich zu erholen oder dort Wassersport zu betreiben. Auch aus der gesamten Stadt kommen zunehmend Leute in ihrer Freizeit nach Rummelsburg. Da die Bevölkerung wächst, wird der Besucherstrom wahrscheinlich zunehmen. Andererseits ist das Seeufer auch industriell bebaut, das Wasser birgt stoffliche Belastungen im Sediment aus der vergangenen gewerblich-industriellen Nutzung.
Um diesen vielen Interessen gerecht zu werden, ist der Runde Tisch Rummelsburger Bucht gegründet worden. Dieser besteht aus verschiedenen Initiativen und Gruppen aus Anwohnern, Eigentümern, Gewerbetreibenden und Interessensvertretern, die die Planungen und baulichen Entwicklungen rund um den Rummelsburger See und entlang der Spree aktiv begleiten. Der Runde Tisch erarbeitete mithilfe von Planungsbüros Ideen für ein Entwicklungskonzept „Rummelsburger See“, welches am 12. Februar 2016 in einer Einwohnerversammlung und Planungswerkstatt offen diskutiert und abschließend durch die Bezirksverordnetenversammlung in Lichtenberg beschlossen wurde.

Weitere Informationen:
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung
Wilfried Nünthel
Telefon: 030 / 90 296 -4200
E-Mail