Einweihung neuer Waldbereiche für die Wartenberger Feldmark

Pressemitteilung vom 21.06.2016

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin übertrug am 27. Januar 2016 Waldfraktale in der Wartenberger Feldmark an den Bezirk Lichtenberg. Am 11. Juli 2016 werden wir das in Vorfreude auf die Sommerferien auf besondere Weise gemeinsam mit einer Lichtenberger Grundschulklasse der „Grüner Campus Malchow – Schule im Grünen“ (Malchower Chaussee 2, 13051 Berlin) feiern. Das Umweltbüro Lichtenberg veranstaltet zusammen mit der Abteilung Stadtentwicklung des Bezirkes Lichtenberg und den Grundschulkindern eine Schatzsuche in der Wartenberger Feldmark. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie Medienvertreter sind hierzu herzlich eingeladen:

Montag, 11. Juli 2016 ab 9:00 bis ca. 11:00 Uhr
Wartenberger Feldmark, Eingang Japanisches Tor
(Hagenower Ring, 13059 Berlin)

„In naher Zukunft soll der Landschaftspark Wartenberg als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden. Die Waldbereiche stehen als ‚Feldhölz‘ und damit als ‚Geschütztes Biotop‘ unter dem besonderen Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes.
Für die Entwicklung des Landschaftsparks Wartenberg stellte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt dem Bezirk Lichtenberg Ausgleichs- und Ersatzmittel aus gesamtstädtischen Vorhaben in Höhe von etwa 4 Millionen Euro zur Verfügung. Das Bezirksamt dankt der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und den Berliner Forsten für ihre Unterstützung“, ergänzt der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Wilfried Nünthel (CDU).

Hintergrund: Die Entwicklung der Wartenberger Feldmark zum Landschaftspark begann in den 1990er Jahren. Die damals über 200 Hektar große Ackerfläche sollte zur Erholungslandschaft für die Bürgerinnen und Bürger Neu-Hohenschönhausens umgestaltet werden, da zu diesem Zeitpunkt ein erhebliches Defizit an Grün- und Freiflächen bestand.

Bereits Mitte der 90er Jahre begannen die ersten kleinteiligen Maßnahmen, die mit Hilfe finanzieller Mittel aus dem Agrarstrukturfond der Europäischen Union gefördert wurden. Im Jahr 2000 folgte ein landschaftsplanerischer Ideen- und Realisierungswettbewerb, zu dem die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin gemeinsam mit dem Bezirksamt Lichtenberg aufgerufen hatte. 55 Planungsbüros beteiligten sich. Der Siegerentwurf sah die Entwicklung von Waldfraktalen auf den Ackerflächen vor. Der etwa 15 Hektar große und schon bestehende „Zukunftswald 2000“ des Vereins Naturschutz Berlin-Malchow konnte so um weitere 40 Hektar erweitert werden. Die Planung und Bepflanzung dieser Fläche übernahm die Berliner Forsten.

Die Maßnahmen begannen im Jahr 2004, mehr als 155.000 Bäume wurden gepflanzt. Um eine optimale Entwicklung des Baumbestandes zu gewährleisten, wurden standortangepasste Baumarten wie Stieleichen, Hainbuchen, Gemeine Eschen, Birken und Zitterpappeln gepflanzt. Bis zum Herbst 2015 waren die Waldbereiche durch Wildschutzzäune geschützt, um Rehwild fernzuhalten.

Trotz der Einzäunung konnten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher der Wartenberger Feldmark die Entwicklung der Waldbereiche beobachten. Inzwischen prägen die sechs bis acht Meter hohen Bäume das Landschaftsbild. Der Bezirk Lichtenberg hat somit eine Erholungslandschaft bekommen, die nicht nur für seine menschlichen Bewohnerinnen und Bewohner von hohem Interesse ist. Auch für den Erhalt der biologischen Vielfalt stellt die Entwicklung der Flächen einen wichtigen Beitrag dar. Ornithologische Untersuchungen aus den Vorjahren zeigen einen deutlichen Anstieg der Brutvogelarten. Auch für das Stadtklima haben die neu angelegten Waldfraktale eine besondere Bedeutung. Die hier entstehende Kaltluft sorgt vor allem in überdurchschnittlich heißen Sommern für Abkühlung.

Weitere Informationen
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung
Wilfried Nünthel
Telefon: (030) 90296-4200 | E-Mail