Willkommensgesten

Pressemitteilung vom 17.06.2016

Kulturstadträtin eröffnet Ausstellung im Rathaus

Das Ausstellungsprojekt „Willkommensgesten“ vereint künstlerische Arbeiten verschiedenster Techniken zum Thema „Flucht, Vertreibung und Ankommen“. Ziel der Ausstellung ist es, die Positionen von Einzelnen aus verschiedensten Gruppen sichtbar zu machen. In Texten und Zeichnungen stellen junge Bewohnerinnen und Bewohner des Flüchtlingswohnheims „AWO Refugium Lichtenberg“ Ausschnitte ihrer Erinnerungen, Träume und Wahrnehmungen der Gegenwart vor. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch große Unmittelbarkeit und Dringlichkeit des Ausdruckswillens aus.

Kulturstadträtin Kerstin Beurich eröffnet die Ausstellung am Montag, 20. Juni, um 17.30 Uhr im Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin, gemeinsam mit den Initiatoren des Projektes Anna Faroqhi und Haim Peretz.

Dazu die Kulturstadträtin Kerstin Beurich (SPD): „Die sehr interessante und intensive Ausstellung zeigt, dass trotz der schlimmen Erfahrungen der geflüchteten Menschen durch Projekte wie dies wieder Hoffnung entstehen kann. Dafür bedankte ich mich recht herzlich bei den beiden Initiatoren der Ausstellung.“

Die Initiatoren des Projektes Anna Faroqhi und Haim Peretz erarbeiteten gemeinsam mit der Kunstpädagogin Angelika Schneider-von Maydell und mit 40 Schülerinnen und Schülern des Albert-Einstein-Gymnasiums in Berlin-Britz bildnerische Standpunkte zum Thema. Die Schülerinnen und Schüler zeichneten, malten und fotografierten hierzu ihre eigenen Erfahrungen. Sie leben nicht nur Tür an Tür mit Flüchtlingsfamilien und sind Mitschülerinnen und Mitschüler von Altersgenossen in Willkommensklassen: viele von ihnen stammen auch selbst aus Familien, die in Berlin Zuflucht fanden; als Böhmische Brüder oder Hugenotten, als Weltkriegs- und Zonenflüchtlinge, Aussiedler, boat people, Kurden, Kosovaren, Eritreer, Libanesen, Somalier, Iraner, Syrer… Während in den Fotografien Einzelfälle und Erfolgsgeschichten von Migration vorgestellt werden, in denen es um das Auffinden charakterisierender Details geht, stellen die Zeichnungen in Auseinandersetzung mit Texten zum Thema Situationen dar, die ein Gefühl und eine Lebenslage vermitteln sollen. Sie reichen von comic-artigem Naturalismus über Naive Kunst bis zu zeichenhaften Symbolen.

Weitere Informationen:
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Büro der Bezirksstadträtin
Telefon: (030) 90296-8002 | E-Mail