Willkommen-in-Arbeit-Büro in Lichtenberg nimmt Arbeit auf

Pressemitteilung vom 29.04.2016

Heute nimmt das zweite Willkommen-in-Arbeit-Büro in der Notunterkunft für Geflüchtete in der Ruschestraße 104 in Lichtenberg die Arbeit auf. Das erste Büro war im ehemaligen Flughafen Tempelhof eröffnet worden. Weitere Büros in anderen großen Notunterkünften sollen folgen.

Gemäß der Maxime „Integration beginnt am ersten Tag“ bündeln die Willkommen-in-Arbeit-Büros Erstberatungs- und Begleitangebote für Geflüchtete in einer gemeinsamen Anlaufstelle. Dort arbeiten Integrationslotsen, Bildungsberater und Jobcoaches Hand in Hand.
Geflüchtete erhalten eine erste Beratung und Orientierung. Berater und Betreuer stimmen sich eng ab und vernetzen sich. Die Geflüchteten und ihr Weg in den Arbeitsmarkt, eine grundlegende Voraussetzung für Integration, stehen im Mittelpunkt. Die Willkommen-in-Arbeit-Büros ersetzen keine Regelstrukturen wie Jobcenter oder Arbeitsagentur, sondern sind als erste Anlauf- und Informationsstelle gedacht.

Die Bürgermeisterin und Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat: „Die Willkommen-in-Arbeit-Büros sollen den Zugang zu den Regelangeboten wie Jobcenter und Jugendarbeitsagentur ebnen. Auch wenn der starke Zustrom nach Berlin derzeit abgeebbt ist, so bleibt die Integration der Geflüchteten eine Aufgabe, die am besten vom ersten Tag an angepackt wird. Unter den schwierigen Bedingungen in den großen Notunterkünften ist eine erste Beratung und Orientierung besonders wichtig. Wir wollen, dass die Geflüchteten ihre Rechte zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt aber auch ihre Pflichten als künftige Mitbürger möglichst rasch kennenlernen. Und wir wollen ihnen die Möglichkeit bieten Deutsch zu lernen. Dazu müssen wir die Angebote für Deutschkurse an den Volkshochschulen ausweiten.“

Lichtenbergs Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro erklärt: „Das Willkommen-in-Arbeit-Büro ist ein wichtiger Schritt, um gleich nach dem Spracherwerb die Integration von geflüchteten Menschen in Arbeit und damit auch in unsere Gesellschaft zu befördern. Wir setzen auf die Stärken und Kompetenzen von Geflüchteten und wollen diese möglichst schnell für die Geflüchteten selbst, aber auch für unsere Gesellschaft nutzbar machen. Nach der ersten Phase, in der es vor allem um die Unterbringung Geflüchteter ging, beginnt nun die Phase der konkreten Integration.“

Dabei helfen verlässliche Partner wie das Deutsche Rote Kreuz. Jens Quade, Präsident, DRK Kreisverband Müggelspree e.V.: „Wir freuen uns, dass wir als einer der Ersten mit diesem Integrationsangebot an den Start gehen. Besonders unterstützte uns dabei der Stadtbezirk Lichtenberg und seine Bürgermeisterin. Dafür unseren herzlichen Dank!“