Glasmosaik am Rathaus restauriert

Pressemitteilung vom 23.11.2012

Versteckt hinter einem Baugerüst am Rathaus Lichtenberg wurde in den letzten Wochen ein Glasmosaik durch Restauratoren fachgerecht saniert. Zuvor wurde während Reparaturarbeiten im Dachbereich festgestellt, dass das Mosaik in der Vergangenheit einige fehlerhafte, nicht bauzeitliche Ergänzungen erfahren hat und Fehlstellen vorhanden sind.

„Da sich das Glasmosaik direkt über meinem Bürofenster befindet, habe ich den Fortgang der Arbeiten sehr interessiert verfolgt. Die Sanierung des Glasmosaiks wurde sehr zügig und äußerst fachgerecht durch die Restauratoren Mühlenbein & Schelkle ausgeführt. Unsere Untere Denkmalschutzbehörde war durchweg in den Prozess eingebunden“, sagt Wilfried Nünthel (CDU), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung.

„In der nächsten Woche werden wir auch die übrigen Glasmosaike in den Medaillons / Rosetten begutachten und gegebenenfalls anschließend restaurieren. Vor allem überprüfen wir aber die Zinnen auf Standsicherheit und befestigen sie, wenn erforderlich, neu“, kündigt der für Immobilien zuständige Bezirksstadtrat, Dr. Andreas Prüfer (Die Linke) an.

Rathausmosaik nach restauration
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Das Glasmosaik zeigt den märkischen Adler. Er ist das Wappentier des Bundeslandes Brandenburg. In leicht veränderter Darstellung oder mit zusätzlichen heraldischen Symbolen versehen, wurde er Bestandteil der Wappen vieler Gemeinden und Städte auf dem Gebiet der ehemaligen Mark Brandenburg, so zum Beispiel der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam. Der märkische Adler zeigt sich im Wappen Brandenburgs frei schwebend von vorn mit ausgebreiteten Schwingen und nach rechts blickend. Er ist in der Farbe Rot gehalten, golden bewehrt. Die Fänge sind geöffnet und seine Schwingen sind je mit einem goldenen Kleestängel belegt.

Nach der Neuordnung des alten preußischen Staates im Gefolge der napoleonischen Kriege behielt die Provinz Brandenburg das traditionsreiche Wappen der Mark bei. Gemäß der „Verordnung wegen des königlichen Titels und Wappens“ vom 9. Januar 1817 stellte es „im silbernen Feld einen rothen Adler mit goldenen Kleestengeln auf den Flügeln, goldenem Schnabel und goldenen Krallen“ dar. Durch Anordnung des Ministers des königlichen Hauses vom 2. April 1824 wurden die ehemals nur der kurfürstlichen Standarte beigegebenen Insignien Kurhut, Zepter und Schwert, die seit der Bildung des Deutschen Bundes politisch bedeutungslos geworden waren, auch dem Provinzialwappen hinzugefügt. Der „Allerhöchste Erlaß“ vom 11. Januar 1864 ergänzte das Wappen noch um den Erzkämmererstab. In dieser Form blieb das Wappen bis 1945 gültig.

Weitere Informationen

Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung
Wilfried Nünthel
Telefon: (030) 90296 4200
E-Mail

Bezirksstadtrat für Bürgerdienste,
Ordnungsangelegenheiten und Immobilien
Dr. Andreas Prüfer
Telefon: (030) 90296 4000
E-Mail