Initiative Draußenstadt - Kultur draußen und für alle

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Initiative DRAUSSENSTADT

Auch 2022 stehen dem Bezirk Lichtenberg Fördermittel für DRAUSSENSTADT-Projekte zur Verfügung: In diesem Jahr insgesamt 60.000 Euro für die unterschiedlichen Sparten.

Gegenstand des sog. BESD-Programms (Förderung bezirklicher künstlerische und kultureller Projekte im Stadtraum) ist – gemäß Leitlinie der Senatsverwaltung für Kultur und Europa – die Finanzierung kultureller Projekte der Musik, der bildenden Kunst im Stadtraum, der Performance-Kunst, der kulturellen Bildung sowie der Literatur, vor allem durch (freiberufliche) Künstlerinnen und Künstler niedrigschwellig im Stadtraum unter freiem Himmel und unter Erschließung neuer Kulturorte.

Per Aufruf und Auswahl durch eine fachliche Jury und der Bestätigung des Bezirksbürgermeisters und Kulturstadtrats, Michael Gunst, haben fünf Projekte für 2022 den Zuschlag erhalten.

Noch viel mehr umsonst und draußen: Lichtenberger Kultursommer

Flankierend dazu bietet der Bezirk unter dem Dach des Lichtenberger Kultursommers und der bezirklichen Kulturförderung zahlreiche weitere Veranstaltungen umsonst und draußen.

Der Bezirk Lichtenberg hat dazu öffentliche Flächen, Plätze und Grünanlagen geprüft und sich auf eine Prioritätenliste, auf denen die Projekte vorzugsweise umgesetzt werden können bzw. sollen, verständigt.

Alles auf einen Blick bietet die Lichtenberger Kulturkarte www.kultur-in-lichtenberg.de

Hilfen und Unterstützung bei der Beantragung notwendiger Genehmigungen

Über die finanziell geförderten Projekte hinaus unterstützt der Bezirk auch diesen Sommer wieder Künstlerinnen und Künstler bei der Suche nach Auftrittsflächen und berät zum Genehmigungsverfahren.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Bettina Ulbrich
Projektmanagement/Koordination Draußenstadt
Telefon: (030) 90296-3742
E-Mail: Bettina.Ulbrich@lichtenberg.berlin.de

Folgende Genehmigungen für die Nutzung sind einzuholen

Für Projekte, die auf Straßen, Plätzen, Grünflächen und Parks geplant sind, benötigen Sie zwei unterschiedliche Genehmigungen.
  • Genehmigung bei der Straßenverkehrsbehörde und beim Sachgebiet Sondernutzung des Straßen- und Grünflächenamtes
  • Genehmigung oder eine Ausnahmezulassung von den Lärmschutzvorschriften bei Umwelt- und Naturschutzamt

1. Antrag zur Nutzung öffentlicher Frei- und Grünflächen im Bezirk Lichtenberg

Dieser kann für Straßen und Plätze über die allgemeine E-Mail und für Grünflächen und Parkanlagen unter dieser E-Mail eingereicht werden.

Er sollte folgende Angaben enthalten und kann auch formlos erfolgen:

Der formlose Antrag sollte folgende Angaben enthalten:
  • Name, Adresse und Kontaktmöglichkeit des/der Antragsteller*in
  • Kurze Beschreibung des geplanten Projektes (3-5 Sätze zu den Künstler*innen, der Art der Aufführung, der geplanten Länge)
  • Genaue Angabe des ausgewählten Ortes mit Auszug und/oder Markierung auf dem Stadtplan oder einer beigefügten Skizze
  • Bestätigung der Einhaltung der Pandemieregelungen nach aktueller Fassung (Hygienekonzept)

2. Antrag auf Genehmigung oder Ausnahmezulassung von den Lärmschutzvorschriften

Diesen können Sie beim Umwelt- und Naturschutzamt stellen mit dem Onlineformular: https://bda.service.berlin.de/intelliform/forms/default/bda/LaermschutzBezirke/index

Downloads

Geförderte Projekte 2022

„Der kleine Prinz“ als Theaterparcours im Landschaftspark Herzberge am 20./21. sowie vom 26. – 28. August 2022. www.keh-berlin.de.

„Spaghetti Mortale“ – Premiere eines clownesken Open-Air-Spektakels und professionellen Puppen- und Schauspiels des Weiten Theaters im Stadtpark Lichtenberg am 8./9. September. www.das-weite-theater.de.

OnSite- Festival Nationale/internationale Künstler*innen setzen sich – auch im Rahmen eines Artist-in-Resident-Programms – künstlerisch mit dem Umfeld des Königin-Elisabeth-Krankenhauses Herzberge (KEH) auseinander. Zum Festival präsentieren sie ihre Arbeiten öffentlich. Anwohnende und Interessierte werden partizipativ als Angebot an die Stadtgesellschaft einbezogen werden. Geplant ist das Festival im Landschaftspark Herzberge vom 9. bis 11. September 2022. https://onsitefestival.museumkesselhaus.de.

„The Agency Dance“ – Audio-Dance-Performance, interaktiv mit Parcours und Einladung zum Mitmachen im Stadtpark Lichtenberg/Rosenbühne am 8./9. Oktober 2022. www.valgermain.de.

„WILD ACCESS Lichtenberg“ – Tanzproduktion mit Choreografie, Sound und Lightdesign mit einem Audio-Walk der durch den Fennpfuhlpark und einer anschließenden Tanzperformance auf dem Anton-Saefkow-Platz vom 14. bis 16. Oktober 2022. http://beatrixjoyce.com/ ; https://www.instagram.com/beatrixjoyce/

Alle Angaben ohne Gewähr.

Geförderte Projekte 2021

bis 2. Oktober 2021 (14-tägig) „Kultur auf dem Fest-Platz Karlshorst“
Konzertreihe Musik mit namhaften Jazz-Künstlerinnen und Künstlern auf dem Johannes-Fest-Platz – in Zusammenarbeit mit dem Jazz Treff Karlshorst e.V., immer samstags 19 Uhr
www.Theatergasse.de
https://www.facebook.com/Theatergassekarlshorst

im August „Release Day“
Start im August bei der FAHRBEREITSCHAFT, Herzbergstr. 40-43
Podcast live und draußen zu Neuigkeiten und Gesprächen aus der Musikbranche – mit einem Bus als Ü-Wagen, an verschiedenen Kulturorten in Lichtenberg
www.instagram.com/releasedaypodcast bzw. www.facebook.com/releasedaypodcast

05. August: „Hip-Hop in Lichtenberg” – Summer Bash Open-Air
von Book of Raw
Bei kühlen Getränken und leckerem Essen soll die Hip-Hop-Kultur in ihrer Vielfalt zelebriert werden und dazu werden sich diverse Künstler*innen abwechselnd das Mic in die Hand geben, im Club Sisyphos/Außengelände (Hauptstr. 15, 10317 Berlin)
https://www.instagram.com/quame65.de/

06. – 08. August 2021: „Kleinkunst-Open-Air Lichtenberg“
Kabarett, Singer-Songwriter, Chanson und Literatur auf dem Tuchollaplatz – in Kooperation mit dem Museum Lichtenberg

04./05. September + 25./26. September am Orankesee (nahe Orankesee-Terrassen):
„Du hast den Wal! – Anlegestelle für Tauchgänge ins Ungedachte“*
mobile Performances – Installation im öffentlichen Raum mit vielfältiger Einbeziehung von Bewohnerinnen und Bewohnern an verschiedenen Orten in Lichtenberg
www.du-hast-den-wal.org

(Änderungen vorbehalten)

20. – 22. August: „BERLIN is not AM RING“ (Festival)

Oper/Konzert, Tanzperformance, Lecture zur Tetralogie des Nibelungen-Rings, auf dem Gelände der Fahrbereitschaft, Herzbergstraße
WWW.BERLINISNOTAMRING.DE

Video-Dokumentation "Berlin is not am Ring"

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Formate: video/youtube

Rückblick 2020

Pop-Up-Konzerte auf dem LKW und vor Lichtenberger Fenstern

Der Weltstar unter den Organisten, der US-Amerikaner und Wahlberliner, Cameron Carpenter, ist der deutschen Musikszene eng verbunden und liebt die Stadt. Die aktuelle Situation gibt ihm die Chance, etwas zurückzugeben: Seine Orgel und große Lautsprecher auf einen Truck montiert, besuchte er Menschen, die besonders unter der Isolation leiden.

Am 1. Mai 2020, kam Cameron Carpenter nach Lichtenberg und Krankenhäuser und Mietshäuser mit einer großen Fensterfront wurden zu Konzertorten. Die Anwohnenden erlebten von ihren Balkonen und Fenstern aus den weltberühmten Organisten und die Musik von Johann Sebastian Bach. Denn „All you need is Bach“, lautete schon immer Carpenters Motto. Das Konzept wurde von dem Kulturmanager Christian Reichart entwickelt und in Kooperation mit der Bürgerstiftung Berlin durchgeführt.

Kulturoase im Lichtenberger Industriegebiet

Dank der Berliner Projektentwickler CREO Group entstand im August 2020 auf einer Fläche im Industriegebiet in der Bürknersfelder Straße per Zwischennutzung eine lebendige Kulturoase, die vom Club-Open-Air – mit Maske und Abstand – bis zur audiovisuellen Tanzperformance internationaler Künstler:innen für jeweils einmalige Veranstaltungen genutzt wurde. Viele unterschiedliche Clubbetreibende, Kunst- und Kulturveranstalter:innen erhielten so die Gelegenheit für ihr Event. Die Idee dazu stammte von Alexander Mechow und Jens Schwan.

Freiluftkultur auf dem Johannes-Fest-Platz in Karlshorst

Das Bezirksamt Lichtenberg unterstützte Projekte, die Kultur an öffentlichen Plätzen wieder sichtbar und erlebbar machten. Für die „Freiluftkonzerte auf dem Festplatz“ in Karlshorst anlässlich des 125. Geburtstags des Stadtteils hatte Lichtenbergs Bezirksbürgermeister und Kulturstadtrat Michael Grunst (Die Linke) die Schirmherrschaft übernommen. Die kostenfreien Konzerte wurden mit viel Engagement von Karlshorster:innen organisiert und gut angenommen. Beim ersten Konzertabend am Samstag, 18. Juli 2020, waren bereits ca. 300 Musik- und Literaturinteressierte vor Ort, weitere Konzerte folgten.

Swing im Garten des Mies van der Rohe Hauses

Am Dienstag, dem 1. September 2020 um 19.00 Uhr, gastierte die bekannte Swing-Band „The Swingin´ Hermlins“ im Garten des Mies van der Rohe Hauses in der Oberseestraße 60 von Alt-Hohenschönhausen. Während des ersten Corona-Lockdowns spielte Andrej Hermlin zusammen mit anderen Musiker:innen kleine Konzerte in seinem Haus und streamte sie live im Internet.

Silent Cinema

Im Weitlingkiez gibt es schon lange kein Kino mehr, aber durch die Initiative des Vereins Treffpunkt Heinrichstraße e.V. sind nun Open-Air-Kinoangebote möglich. Ob im Kiezgarten oder auf dem Bahnhofsvorplatz Lichtenberg waren seit dem letzten Quartal dieses Jahres dank über das Förderprogramm bereitgestellter Technik wieder Leinwandvergnügen für Groß und Klein möglich. 2021 soll dann eine Fortsetzung an weiteren geeigneten Freiluftorten im Stadtteil folgen.

Fensterkonzerte in Karlshorst

Die Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg gab am 4. und 11. Dezember am Standort Karlshorst zwei dreistündige Fensterkonzerte. Das Karlshorster Laufpublikum wurde mit weihnachtlichen Klängen auf die Adventszeit eingestimmt. Die Musiker:innen spielten an offenen Fenstern des Schostakowitsch-Saals, so dass auch auf dem S-Bahnsteig die Wartenden in den Hörgenuss kamen. Das Projekt war so erfolgreich und hat allen Beteiligten so viel Spaß gemacht, dass es die Fensterkonzerte im Jahr 2021 und gegebenenfalls auch nach Corona geben wird.

State of the Art(s)

Wie erging es freiberuflichen Musiker:innen in Lichtenberg seit dem ersten Lockdown im März 2020 und dem erneuten, zweiten Herunterfahren des kulturellen Lebens am Ende des Jahres?
Auf Initiative des Bezirksamtes begaben sich Produzent Björn Döring und Regisseur Jim Kroft auf Spurensuche. In acht filmischen Kurz-Porträts stellten sie Künstler*innen vor und ließen diese selbst zu Wort kommen. In Interviews äußerten sie ihre Gedanken, beschrieben ihre Gefühle. Ein jeweils live eingespielter Song gab zudem einen Eindruck von der Kunst der Interviewten. Die Gespräche und Songs wurden an bekannten Orten Lichtenbergs wie dem Orankesee oder Fennpfuhlpark, aber auch an neu erschlossenen und bisher verborgenen Stätten wie Künstler:innenateliers aufgezeichnet. Die Filme wurden auf der Plattform berlinalive.de veröffentlicht.