Wichtige Informationen: COVID-19 (Coronavirus)

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Initiative Draußenstadt - Kultur wieder öffentlich sichtbar machen

Blick in einem Park
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Mit der Initiative Draußenstadt hat die Senatsverwaltung für Kultur und Europa ein Programm aufgesetzt, das unterschiedliche Akteur:innen der Stadt verbindet: Künstler:innen, Stadtforscher:innen und Aktivist:innen kommen mit Initiativen, soziokulturellen und künstlerischen Stadtraumprojekten, Think-Tank-Veranstaltungen, Clubs, „popkulturellen“ Programmen und bezirklichen Angeboten im Freien zusammen.

Das BESD-Programm (Förderung von bezirklichen künstlerischen Projekten im Stadtraum im Rahmen der Initiative Draußenstadt) ist eine Möglichkeit an Soforthilfemaßnahmen, die (freiberuflichen) Künstlerinnen und Künstlern zur wirtschaftlichen Unterstützung zur Verfügung gestellt wird. Dabei sind alle Sparten und Bereiche bedacht wie Kunst- und Kultur, Musikschule sowie Jugendkunstschule. Im Bezirk Lichtenberg stehen insgesamt 50 000 Euro jährlich zur Verfügung
Ziel ist es, mithilfe eines Fonds einerseits zusätzlich erlebbare und sichtbare künstlerische Projekte dezentral im Stadtraum zu schaffen und andererseits eine breite kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Dabei steht die Nutzung und Erschließung von Parks, Plätzen, leerstehenden Gewerbeflächen und Brachen im Fokus. Vom Freiluft- oder Fensterkonzert über Open-Air-Veranstaltungen von Clubs im Industriegebiet bis zum Theater im Park oder Kino auf dem Bahnhofsvorplatz ist vieles denkbar und soll mit Unterstützung des Bezirksamtes – beratend wie finanzierend – ermöglicht werden:

Pop-Up-Konzerte auf dem LKW und vor Lichtenberger Fenstern

Der Weltstar unter den Organisten, der US-Amerikaner und Wahlberliner, Cameron Carpenter, ist der deutschen Musikszene eng verbunden und liebt die Stadt. Die aktuelle Situation gibt ihm die Chance, etwas zurückzugeben: Seine Orgel und große Lautsprecher auf einen Truck montiert, besuchte er Menschen, die besonders unter der Isolation leiden.

Am 1. Mai 2020, kam Cameron Carpenter nach Lichtenberg und Krankenhäuser und Mietshäuser mit einer großen Fensterfront wurden zu Konzertorten. Die Anwohnenden erlebten von ihren Balkonen und Fenstern aus den weltberühmten Organisten und die Musik von Johann Sebastian Bach. Denn „All you need is Bach“, lautete schon immer Carpenters Motto. Das Konzept wurde von dem Kulturmanager Christian Reichart entwickelt und in Kooperation mit der Bürgerstiftung Berlin durchgeführt.

Kulturoase im Lichtenberger Industriegebiet

Dank der Berliner Projektentwickler CREO Group entstand im August 2020 auf einer Fläche im Industriegebiet in der Bürknersfelder Straße per Zwischennutzung eine lebendige Kulturoase, die vom Club-Open-Air – mit Maske und Abstand – bis zur audiovisuellen Tanzperformance internationaler Künstler:innen für jeweils einmalige Veranstaltungen genutzt wurde. Viele unterschiedliche Clubbetreibende, Kunst- und Kulturveranstalter:innen erhielten so die Gelegenheit für ihr Event. Die Idee dazu stammte von Alexander Mechow und Jens Schwan.

2020 finanzierte Projekte (Auswahl):

Freiluftkultur auf dem Johannes-Fest-Platz in Karlshorst

Das Bezirksamt Lichtenberg unterstützte Projekte, die Kultur an öffentlichen Plätzen wieder sichtbar und erlebbar machten. Für die „Freiluftkonzerte auf dem Festplatz“ in Karlshorst anlässlich des 125. Geburtstags des Stadtteils hatte Lichtenbergs Bezirksbürgermeister und Kulturstadtrat Michael Grunst (Die Linke) die Schirmherrschaft übernommen. Die kostenfreien Konzerte wurden mit viel Engagement von Karlshorster:innen organisiert und gut angenommen. Beim ersten Konzertabend am Samstag, 18. Juli 2020, waren bereits ca. 300 Musik- und Literaturinteressierte vor Ort, weitere Konzerte folgten.

Swing im Garten des Mies van der Rohe Hauses

Am Dienstag, dem 1. September 2020 um 19.00 Uhr, gastierte die bekannte Swing-Band „The Swingin´ Hermlins“ im Garten des Mies van der Rohe Hauses in der Oberseestraße 60 von Alt-Hohenschönhausen. Während des ersten Corona-Lockdowns spielte Andrej Hermlin zusammen mit anderen Musiker:innen kleine Konzerte in seinem Haus und streamte sie live im Internet.

Silent Cinema

Im Weitlingkiez gibt es schon lange kein Kino mehr, aber durch die Initiative des Vereins Treffpunkt Heinrichstraße e.V. sind nun Open-Air-Kinoangebote möglich. Ob im Kiezgarten oder auf dem Bahnhofsvorplatz Lichtenberg waren seit dem letzten Quartal dieses Jahres dank über das Förderprogramm bereitgestellter Technik wieder Leinwandvergnügen für Groß und Klein möglich. 2021 soll dann eine Fortsetzung an weiteren geeigneten Freiluftorten im Stadtteil folgen.

Fensterkonzerte in Karlshorst

Die Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg gab am 4. und 11. Dezember am Standort Karlshorst zwei dreistündige Fensterkonzerte. Das Karlshorster Laufpublikum wurde mit weihnachtlichen Klängen auf die Adventszeit eingestimmt. Die Musiker:innen spielten an offenen Fenstern des Schostakowitsch-Saals, so dass auch auf dem S-Bahnsteig die Wartenden in den Hörgenuss kamen. Das Projekt war so erfolgreich und hat allen Beteiligten so viel Spaß gemacht, dass es die Fensterkonzerte im Jahr 2021 und gegebenenfalls auch nach Corona geben wird.

State of the Art(s)

Wie erging es freiberuflichen Musiker:innen in Lichtenberg seit dem ersten Lockdown im März 2020 und dem erneuten, zweiten Herunterfahren des kulturellen Lebens am Ende des Jahres?
Auf Initiative des Bezirksamtes begaben sich Produzent Björn Döring und Regisseur Jim Kroft auf Spurensuche. In acht filmischen Kurz-Porträts stellten sie Künstler*innen vor und ließen diese selbst zu Wort kommen. In Interviews äußerten sie ihre Gedanken, beschrieben ihre Gefühle. Ein jeweils live eingespielter Song gab zudem einen Eindruck von der Kunst der Interviewten. Die Gespräche und Songs wurden an bekannten Orten Lichtenbergs wie dem Orankesee oder Fennpfuhlpark, aber auch an neu erschlossenen und bisher verborgenen Stätten wie Künstler:innenateliers aufgezeichnet. Die Filme wurden auf der Plattform berlinalive.de veröffentlicht und sind noch bis Dezember verfügbar.

Ausblick 2021

Eine Finanzierung künstlerischer Projekte ist auch für 2021 möglich. Unabdingbar ist dabei der Bezug zum Bezirk Lichtenberg (wie Verortung, Partner:innen o.ä.). Priorität hat die Umsetzung auf Flächen und Plätzen, die bisher noch keine oder wenig Aufmerksamkeit erfahren haben.

Wir erwarten Ihren formlosen Antrag bis zum 26. Februar 2021, dem ein Konzept und ein Finanzierungsplan beigefügt sein müssen. Förderfähig im Sinne einer Zuwendung sind grundsätzlich alle Ausgaben. Zu beachten ist, dass mindestens 65% der Ausgaben Honorare umfassen müssen.

Ansprechpartnerin zur Koordination der Umsetzung von Projektvorschlägen im öffentlichen Raum im Bezirksamt Lichtenberg:
Amt für Weiterbildung und Kultur
Frau Bettina Ulbrich
Große-Leege-Str. 103, Raum 3.44
Tel: 90296-3742
E-Mail: Bettina.Ulbrich@Lichtenberg.Berlin.de

Folgende Genehmigungen für die Nutzung sind einzuholen

Für Projekte, die auf Straßen, Plätzen, Grünflächen und Parks geplant sind, benötigen Sie zwei unterschiedliche Genehmigungen. Eine Genehmigung ist bei der Straßenverkehrsbehörde und beim Sachgebiet Sondernutzung des Straßen- und Grünflächenamtes einzuholen. Die andere Genehmigung oder eine Ausnahmezulassung von den Lärmschutzvorschriften ist bei Umwelt- und Naturschutzamt einzuholen.

1. Formloser Antrag zur Nutzung öffentlicher Frei- und Grünflächen im Bezirk Lichtenberg

Dieser kann für Straßen und Plätze über die allgemeine E-Mail und für Grünflächen und Parkanlagen unter dieser E-Mail eingereicht werden.

Der formlose Antrag sollte folgende Angaben enthalten:
  • Name, Adresse und Kontaktmöglichkeit des/der Antragsteller*in
  • Kurze Beschreibung des geplanten Projektes (3-5 Sätze zu den Musiker*innen, der Art der Aufführung, der geplanten Länge)
  • Genaue Angabe des ausgewählten Ortes mit Auszug und/oder Markierung auf dem Stadtplan oder einer beigefügten Skizze
  • Bestätigung der Einhaltung der Pandemieregelungen nach aktueller Fassung (Ein Satz ist ausreichend.)

2. Antrag auf Genehmigung oder Ausnahmezulassung von den Lärmschutzvorschriften

Diesen können Sie beim Umwelt- und Naturschutzamt stellen mit dem Onlineformular: https://www.berlin.de/umwelt/themen/laerm/formular.80865.php

Downloads

Checkliste der einzureichenden Unterlagen

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Veranstaltererklärung

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Bestätigung Versicherungsgesellschaft Veranstaltung

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