Xhain gärtnert

Rosa Hintergrund mit Text "Xhain gärtnert - Du auch? Jetzt mitgärtnern für mehr Biodiversität im Kiez" daneben ein grünes Blatt

Überall in Xhain sind Menschen aktiv: Ob am Baum vor der eigenen Tür, auf entsiegelten Flächen, im Gemeinschaftsgarten oder Hinterhof – Engagement gibt es in vielen Formen. Diese grünen Inseln laden Nachbar*innen zum Verweilen und Austauschen ein und können wichtige Lebensräume für Tiere bieten. Sie stärken die Gemeinschaft, fördern das Stadtklima und bieten Wildbienen, Vögeln und anderen Insekten Nahrung und Rückzugsorte. Naturnahe Flächen helfen, das Stadtklima zu verbessern, Regenwasser aufzunehmen und die Artenvielfalt zu erhalten. Der Bezirk möchte Gärtner*innen unterstützen und hat daher im Sommer 2025 die Koordinierungsstelle Gemeinschaftliches Gärtnern (KGG) eingerichtet.

Am 16. April findet die nächste Vernetzungsveranstaltung von 17 bis 19.30 Uhr im Umweltbildungszentrum NIRGENDWO statt. Weitere Informationen und Anmeldung.

zwei Menschen bepflanzen Gemeinsam die Beete eines Gemeinschaftsgartens (Gleisbeet)

Mitmachen in Gemeinschaftsgärten

In Gemeinschaftsgärten engagieren sich Nachbar*innen zusammen: Sie pflanzen, ernten und teilen Wissen. Wer Lust hat, kann eigene Beete bestellen oder gemeinsam mit anderen gärtnern. Viele Gärten sind öffentlich zugänglich, sehen jedoch unterschiedlich aus und werden verschieden organisiert. Beispielsweise gibt es Gemeinschaftsgärten in sozialen Einrichtungen, auf gepachteten Privatflächen oder in öffentlichen Grünanlagen. Was überall zählt, ist das Miteinander und der Austausch über verschiedene Kulturen hinweg. In Friedrichshain-Kreuzberg gibt es über zehn Gemeinschaftsgärten, in denen man aktiv werden kann.

Viele Menschen bepflanzen gemeinsam ein Beet entlang einer Straße

Gärtnern im Straßenraum

Viele Menschen gestalten auch die kleinen Flächen rund um Straßenbäume (Baumscheiben) oder bepflanzen größere Fläche an der nächsten Straßenecke mit Wildblumen. Jede Initiative ist anders – manche bestehen seit Jahren, andere sind gerade entstanden. Fragen wie „Wo darf ich bepflanzen?“, „Was darf ich hier machen?“, „Welche Pflanzen passen zum Standort?“ oder „Wer gießt im Urlaub?“ begleiten viele Engagierte. Klar ist: Nicht alles ist überall erlaubt, und auf einige Anforderungen muss geachtet werden – nur so bleibt das Stadtgrün auch langfristig eine Freude für alle. Wer eine Baumscheibe bepflanzen möchte, kann einfach loslegen, solange diese Baumscheibenregeln eingehalten werden. Wer auf anderen Flächen im Straßenraum aktiv werden möchte, findet auf der Seite des Straßen- und Grünflächenamts weitere Informationen zum aktuellen Vorgehen und geltenden Auflagen.

Koordinierungsstelle gemeinschaftliches Gärtnern

Die Koordinierungsstelle (KGG) hilft bei allen Fragen rund ums Gärtnern in Xhain – egal ob bei der Planung, Pflanzenwahl oder gemeinschaftlichen Aktionen. Sie vernetzt engagierte Menschen, gibt Tipps zu Pflanzen, Flächen und Pflege, und unterstützt bei Neugründungen von Initiativen. Außerdem ist sie die Schnittstelle zur Verwaltung und weiß, was im öffentlichen Raum erlaubt ist und was nicht. Für alle, die mehr über die richtige Pflanzenwahl und naturnahes Gärtnern erfahren möchten, gibt es Empfehlungen und einen kleinen Pflegekalender.

Die Koordinierungsstelle wurde im Rahmen des Pilotprojekts „Koordinierungsstelle Gemeinschaftliches Gärtnern“ mit Mitteln der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt eingerichtet. Der Verein Plan B 2030 tritt als unabhängiger Träger für das Projekt auf. PLAN B 2030 bringt viel Erfahrung darin, Menschen zusammen zu bringen und sich aktiv für ein sicheres, soziales und klimaneutrales Berlin einzubringen.

Unterstützung ist wichtig!

Stadtgärtnern lebt davon, dass viele Menschen mitwirken. Damit alles gut funktioniert, sind eine sinnvolle Pflanzenwahl, Rücksicht, Abstimmung und eine gute Planung wichtig. Der Aufwand lohnt sich jedoch: So können Sie Ihr Umfeld gestalten, Natur und Klima schützen und neue Treffpunkte im Kiez schaffen. Viele Initiativen sind schon aktiv und freuen sich über Unterstützung. Um diese sichtbarer zu machen, wurde eine Kartenübersicht über die Gemeinschaftsgärten und Beetpatenschaften erstellt. Initiativen können sich gerne direkt an die Koordinierungsstelle wenden, um im Netzwerk aufgenommen zu werden.

Ein großes Netzwerk für eine Grüne Stadt

  • Die Koordinierungsstelle Gemeinschaftlich Gärtnern (KGG) beim Projektträger Plan B 2030 e.V. richtet sich an alle, die im öffentlichen Raum und in Gemeinschaftsgärten pflanzen und pflegen wollen. Sie ist erster Anlaufpunkt für Fragen zu geeigneten Flächen und zu geltenden Vorgaben.
  • Die Koordinierungsstelle Umweltbildung (NUKN) beim Projektträger BUND LV Berlin e.V. bietet eine Übersicht über die vielfältigen Angebote der Natur-, Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsbildung im Bezirk und vernetzt Akteur*innen.
  • Das Projekt Berlin Gärtnert der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt ist ein stadtweites Projekt für Stadtgärten und Gärtnern im öffentlichen Raum. Hier gibt es umfangreiche Informationen zu Gärten und Aktivitäten in ganz Berlin. Friedrichshain-Kreuzberg ist einer von drei Pilotbezirken und setzt mit der neuen KGG das Projekt auf Bezirksebene um.
  • Die Grünberatung des Bezirks berät alle, die private Hinterhöfe begrünen wollen und bietet dafür finanzielle Förderung von bis zu 3.000 Euro für Projekte an.

Koordinierungsstelle Gemeinschaftliches Gärtnern