Drucksache - DS/1203/IV  

 
 
Betreff: Projekt zur Qualifizierung von pädagogischem Personal für die Ganztagsgestaltung der Schulen



Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:B'90/Die GrünenVorsteherin
Verfasser:Lenk, Dr. WolfgangJaath, Kristine
Drucksache-Art:AntragBeschluss
Beratungsfolge:
BVV Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Vorberatung
04.06.2014 
Öffentliche Sitzung der BVV Friedrichshain-Kreuzberg überwiesen   
Integrationsausschuss - Ausschuss für Migration, Teilhabe und Chancengleichheit Vorberatung
11.06.2014 
Öffentliche Sitzung des Integrationsausschusses - Ausschuss für Migration, Teilhabe und Chancengleichheit ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Ausschuss für Schule Beratung ff
25.06.2014 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Schule mit Änderungen im Ausschuss beschlossen   
BVV Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Vorberatung
27.08.2014 
Öffentliche Sitzung der BVV Friedrichshain-Kreuzberg ohne Änderungen in der BVV beschlossen     
Ausschuss für Schule Vorberatung
Integrationsausschuss - Ausschuss für Migration, Teilhabe und Chancengleichheit Vorberatung
14.07.2016    Öffentliche Sitzung des Integrationsausschusses - Ausschuss für Migration, Teilhabe und Chancengleichheit (IntMig)      
BVV Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Entscheidung
20.07.2016 
Öffentliche Sitzung der BVV Friedrichshain-Kreuzberg zur Kenntnis genommen (Beratungsfolge beendet)     

Beschlussvorschlag
Anlagen:
DS1203_Projekt zur Qualifizierung von pädagogischem Personal  
VzK_Projekt zur Qualifizierung von päd Personal  

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird beauftragt zu prüfen, ob es ein Qualifizierungs-Projekt anregen und unterstützen kann, das Berufsperspektiven bei der Mitarbeit an der Ganztagsgestaltung von Grund- und Sekundarschulen eröffnet. Angesprochen werden Interessierte aus den Bereichen Sport, Medien, Handwerk, Theater, Musik, Tanz und die Künste, die bereits Erfahrungen und Kompetenzen in mindestens einem dieser Tätigkeitsbereiche erworben haben, sei es in Jugendzentren, Kulturprojekten oder im Freizeitsport, sei es als prekäre Freiberufler*innen oder Neustarter*innen. Projektteilnehmer*innen sollen junge Erwachsene, Langzeiterwerbslose und prekäre Selbständige sowie Personen sein, die als Quereinsteiger mit Berufserfahrungen Lust auf die Arbeit mit Schüler*innen haben. Die Projektteilnehmer*innen sollen die eigenen fachlichen Kompetenzen im Kontext der praktischen Arbeit an den Schulen ausbauen sowie eine pädagogische Qualifizierung erhalten, die durch die Kooperation mit pädagogischen Fachkräften gesichert wird. Das Projekt dient der Ausbildung von qualifizierten "Animateuren" in den genannten Bereichen und reagiert - angesichts des Ausbaus der Ganztagsschulen - auf den sich bereits deutlich abzeichnenden Mangel solcher Fachkräfte. Zugleich trägt es zur positiven Entwicklung des Schulklimas bei und macht durch seine attraktiven Angebote die kooperierenden Schulen "cooler".

 

Begründung:

 

Mit dem Ausbau der Ganztagsschule entsteht eine wachsende Nachfrage nach Angeboten für die Nachmittagsgestaltung des schulischen Lebens. Diese Angebote haben eine wichtige Funktion und werden diese in erhöhtem Maße haben, je qualifizierter das Personal ist: Als Angebote, die außerhalb der Leistungskonkurrenz stehen, die an lebendige Interessen der Schüler*innen anknüpfen und deren Selbstwertgefühl zu stärken vermögen, machen sie Schule zu einem cooleren Ort als bisher. Insbesondere Schüler*innen, die sich in ihrer Schule nicht unbedingt wohl fühlen, können nachhaltiger und besser unterstützt werden. Die Kulturkomponente und damit das Artikulations- und Ausdrucksvermögen der Schüler*innen wird gestärkt. Die Brücken in eine Ausbildungs- und Berufsperspektive werden verbessert. Ein Projekt, das die Qualifizierung von Jugendlichen, Erwerbslosen und von Personen, die als (ggf. finanziell prekär lebende) Quereinsteiger sich eine Berufsperspektive bei der Mitarbeit an der Ganztagsgestaltung von Grund- und Sekundarschulen erarbeiten möchten, wird durch die Kombination von fachbezogener Praxis (Tanz, Sport, Handwerk etc.) und pädagogischer Zusatzqualifikation sehr schnell von großem Nutzen für die kooperierenden Schulen sein. Mit dem Auslaufen des "School Assistants"-Projekts scheint es wichtig, für die weitere und bessere Ausbildung von Personal, das den Ganztagsschulbetrieb mitgestalten möchte, gerade in unserem Bezirk zu sorgen, weil hier sowohl sehr viele Kreative leben, die zugleich auch in hohem Maße mit dauerhaft prekären Existenzbedingungen konfrontiert sind. Denkbar ist, das in das Projekt auch Student*innen der Lehrerausbildung als Praktikant*innen einbezogen werden. Weiter könnte es sinnvoll sein, gezielt um interessierte Männer als Projektteilnehmer zu werben, da es in der pädagogischen Fachdiskussion als zunehmend problematisch angesehen wird, dass der Anteil der männlichen Lehrkräfte (z.B.) in den Grundschulen in den letzten drei Jahrzehnten von ca. 40% auf 12% abgesunken ist.

 

Das Bezirksamt wird gebeten, bis zur Juli-BVV einen Zwischenbericht zu geben.

 

BVV 04.06.2014

Die Bezirksverordnetenversammlung beschließt:

 

Überweisung: Integrationsausschuss – Ausschuss für Migration, Teilhabe und Chancengleichheit, Ausschuss Schule (federführend).

 

Schule 25.06.2014

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird beauftragt zu prüfen, das Projekt School Assistants oder ein Projekt mit ähnlicher Konzeption anzuregen und zu unterstützen, das Berufsperspektiven bei der Mitarbeit an der Ganztagsgestaltung von Grund- und Sekundarschulen eröffnet.

 

Begründung:

Angesprochen werden Interessierte aus den Bereichen Sport, Medien, Handwerk, Theater, Musik, Tanz und die Künste, die bereits Erfahrungen und Kompetenzen in mindestens einem dieser Tätigkeitsbereiche erworben haben, sei es in Jugendzentren, Kulturprojekten oder im Freizeitsport, sei es als prekäre Freiberufler*innen oder Neustarter*innen. Projektteilnehmer*innen sollen junge Erwachsene, Langzeiterwerbslose und prekäre Selbständige sowie Personen sein, die als Quereinsteiger mit Berufserfahrungen Lust auf die Arbeit mit Schüler*innen haben. Die Projektteilnehmer*innen sollen die eigenen fachlichen Kompetenzen im Kontext der praktischen Arbeit an den Schulen ausbauen sowie eine pädagogische Qualifizierung erhalten, die durch die Kooperation mit pädagogischen Fachkräften gesichert wird. Das Projekt dient der Ausbildung von qualifizierten "Animateuren" in den genannten Bereichen und reagiert - angesichts des Ausbaus der Ganztagsschulen - auf den sich bereits deutlich abzeichnenden Mangel solcher Fachkräfte. Zugleich trägt es zur positiven Entwicklung des Schulklimas bei und macht durch seine attraktiven Angebote die kooperierenden Schulen "cooler".

 

Mit dem Ausbau der Ganztagsschule entsteht eine wachsende Nachfrage nach Angeboten für die Nachmittagsgestaltung des schulischen Lebens. Diese Angebote haben eine wichtige Funktion und werden diese in erhöhtem Maße haben, je qualifizierter das Personal ist: Als Angebote, die außerhalb der Leistungskonkurrenz stehen, die an lebendige Interessen der Schüler*innen anknüpfen und deren Selbstwertgefühl zu stärken vermögen, machen sie Schule zu einem cooleren Ort als bisher. Insbesondere Schüler*innen, die sich in ihrer Schule nicht unbedingt wohl fühlen, können nachhaltiger und besser unterstützt werden. Die Kulturkomponente und damit das Artikulations- und Ausdrucksvermögen der Schüler*innen wird gestärkt. Die Brücken in eine Ausbildungs- und Berufsperspektive werden verbessert. Ein Projekt, das die Qualifizierung von Jugendlichen, Erwerbslosen und von Personen, die als (ggf. finanziell prekär lebende) Quereinsteiger sich eine Berufsperspektive bei der Mitarbeit an der Ganztagsgestaltung von Grund- und Sekundarschulen erarbeiten möchten, wird durch die Kombination von fachbezogener Praxis (Tanz, Sport, Handwerk etc.) und pädagogischer Zusatzqualifikation sehr schnell von großem Nutzen für die kooperierenden Schulen sein. Mit dem Auslaufen des "School Assistants"-Projekts scheint es wichtig, für die weitere und bessere Ausbildung von Personal, das den Ganztagsschulbetrieb mitgestalten möchte, gerade in unserem Bezirk zu sorgen, weil hier sowohl sehr viele Kreative leben, die zugleich auch in hohem Maße mit dauerhaft prekären Existenzbedingungen konfrontiert sind. Denkbar ist, das in das Projekt auch Student*innen der Lehrerausbildung als Praktikant*innen einbezogen werden. Weiter könnte es sinnvoll sein, gezielt um interessierte Männer als Projektteilnehmer zu werben, da es in der pädagogischen Fachdiskussion als zunehmend problematisch angesehen wird, dass der Anteil der männlichen Lehrkräfte (z.B.) in den Grundschulen in den letzten drei Jahrzehnten von ca. 40% auf 12% abgesunken ist.

 

Das Bezirksamt wird gebeten, bis zur Juli-BVV einen Zwischenbericht zu geben.

 

 

BVV 27.08.2014

Die Bezirksverordnetenversammlung beschließt:

 

Das Bezirksamt wird beauftragt zu prüfen, das Projekt School Assistants oder ein Projekt mit ähnlicher Konzeption anzuregen und zu unterstützen, das Berufsperspektiven bei der Mitarbeit an der Ganztagsgestaltung von Grund- und Sekundarschulen eröffnet.

 

 

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Die Vorlage wird zur Kenntnis genommen.

 

 

Schule | Integration 14.07.2016

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Die Vorlage wird zur Kenntnis genommen.

 

 

BVV 20.07.2016

Die Bezirksverordnetenversammlung beschließt:

 

Die Vorlage wird zur Kenntnis genommen.

 

 
 

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