Drucksache - DS/0701/III  

 
 
Betreff: Gedenktafel für die Kommune 1 Ost am Haus Samariterstraße 36
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:B'90/Die GrünenVorsteherin
  Burkert-Eulitz, Marianne
Drucksache-Art:AntragBeschluss
Beratungsfolge:
BVV Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Vorberatung
23.04.2008    Öffentliche Sitzung der BVV Friedrichshain-Kreuzberg überwiesen   
Kultur und Bildung Entscheidung
21.05.2008 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Bildung vertagt   
19.11.2008 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Bildung vertagt   
19.03.2009 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Bildung      
18.06.2009 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Bildung ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen   
BVV Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Vorberatung
24.06.2009 
Öffentliche Sitzung der BVV Friedrichshain-Kreuzberg ohne Änderungen in der BVV beschlossen (Beratungsfolge beendet)   
BVV Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Vorberatung
23.03.2011 
Öffentliche Sitzung der BVV Friedrichshain-Kreuzberg überwiesen   
13.04.2011 
Öffentliche Sitzung der BVV Friedrichshain-Kreuzberg ohne Änderungen in der BVV beschlossen     
Kultur und Bildung Vorberatung
06.04.2011 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Kultur und Bildung zusammen mit dem Ausschuss für Sport      

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlagen:
DS0701_III Kommune 1neu  

 

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird beauftragt, am Haus Samariterstraße 26 in Friedrichshain eine Gedenktafel anzubringen, um an die Kommune 1 Ost, ihren Protest gegen den Einmarsch der Warschauer Pakt Straßen in Prag und damit an ein wichtiges Stück DDR-Geschichte zu erinnern.

 

 

Begründung:

 

Im Sommer jährt sich das gewaltsame Ende des Prager Frühlings zum 40. Mal. Die 68er-Bewegung wird allgemein diskutiert und erfreulicherweise geht es immer häufiger um das Jahr 1968, vor allem in der Tschechoslowakei, aber z.B. auch in Polen,  in Jugoslawien und der ehemaligen DDR.

Nachweislich protestierten dort mehrere tausend  Menschen gegen den Einmarsch und riskierten damit Strafverfolgung und lebenslange Benachteiligung. 

Zu diesen Protestierern gehörten Erika Berthold und Frank Havemann, der Sohn des Regimekritikers Robert Havenmann. Zusammen mit der Schriftstellerin Franziska Groszer und ihrem Ehemann Gert Groszer gründeten sie im Frühjahr 1969 in der Samariterstraße 26 die Kommune 1 Ost nach dem westlichen Vorbild der Kommune 1.

Frank Havemann war mit einem Jahr und sechs Monaten bestraft worden, Erika Berthold mit einem Jahr und zehn Monaten. Sie mussten die Strafen zwar nur teilweise absitzen, Erika Berthold aber wurde wegen ihrer Proteste vom Gymnasium relegiert. Franziska Groszer stand bereits seit 1966 unter Auftrittsverbot und durfte nicht öffentlich lesen. Sie ging 1976 in den Westen.

Die jüngere Geschichte und damit die Zeit der 68er-Bewegung, die zu einer Demokratisierung der Gesellschaft geführt hat, sollte gerade in einem Bezirk wie Friedrichshain-Kreuzberg nicht nur an einer Rudi-Dutschke-Straße sichtbar werden, sondern auch einen Identifikationspunkt im ehemaligen Ostbezirk Friedrichshain schaffen.

 

 

Die Bezirksverordnetenversammlung beschließt:

 

Der Antrag wird in den Ausschuss für Kultur und Bildung überwiesen.

 

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird beauftragt, die Realisierung der Gedenktafel am Haus Samariterstr. 36 zur Kommune 1 Ost zu verfolgen und dafür nach Möglichkeiten der Drittmittelfinanzierung zu suchen.

 

Siehe Anlage !

 

 

 

Die Bezirksverordnetenversammlung beschließt:

 

Das Bezirksamt wird beauftragt, die Realisierung der Gedenktafel am Haus Samariterstr. 36 zur Kommune 1 Ost zu verfolgen und dafür nach Möglichkeiten der Drittmittelfinanzierung zu suchen.

 

 

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Die Vorlage des Bezirksamtes wird zur Kenntnis genommen.

 

Text, siehe Anlage!

 

 

Die Bezirksverordnetenversammlung beschließt:

 

Die Drucksache wird überwiesen in den Ausschuss für Kultur und Bildung.

 

 

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Die Vorlage des Bezirksamtes wird zur Kenntnis genommen.

 

 

 

Die Bezirksverordnetenversammlung beschließt:

 

Die Vorlage wird zur Kenntnis genommen.

 

 
 

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