FAQ

Fragen und Antworten zur Begegnungszone Bergmannstraße

Das Modellprojekt Begegnungszone ist Teil der vom Berliner Senat beschlossenen Fußverkehrsstrategie. Zusammen mit der Radverkehrsstrategie soll sie dazu beitragen, die Lebensqualität in der Stadt auf Dauer zu Erhalten und zu verbessern.

zuklappen

Finanziert wird die Begegnungszone ausschließlich von der Senatsverwaltung für Umwelt Verkehr und Klimaschutz (SenUVK).

zuklappen

Die Durchführung einer Testphase ist das zentrale Ergebnis der zurückliegenden Öffentlichkeitsbeteiligung. Auf Basis des Beschlusses der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Friedrichshain-Kreuzberg. In Auswertung der Ergebnisse des bisherigen Beteiligungsprozesses erfolgt die Umgestaltung der Bergmannstraße mit Maßnahmen, die eine Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes erlauben.

Test- und Evaluierungsphase sind ein ergebnisoffener Prozess, an dessen Ende die Entscheidung des Bezirks und seiner Bürger*innen steht, ob und wie die Bergmannstraße dauerhaft umgestaltet wird. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung und die Erfahrungen aus der Testphase werden die Grundlage für diese Entscheidung sein.

zuklappen

Die weiß-roten Poller sollen verhindern, dass im Kreuzungsbereich geparkt wird und dadurch zu Fuß Gehende beim Queren der Straße behindert werden. Außerdem versperren parkende Autos die Sicht auf die Zufahrt der Querstraße wodurch andere Verkehrsteilnehmer erst spät gesehen werden.

zuklappen

Gegenstand der Evaluierung war neben der Auswertung der temporären Umgestaltung der Bergmannstraße – auch mit Blick auf die verkehrlichen Belange und die Erarbeitung von Varianten für die dauerhafte Ausgestaltung der Bergmannstraße.
Mitte August wurden in zwei Bürger*innenwerkstätten mit insgesamt rund 100 zufällig ausgewählten Anwohner*innen verschiedene Varianten erarbeitet, wie der Bergmannstraße zukünftig aussehen könnte. Vorab wurden im Juni/Juli rund 4.000 Haushalte angeschrieben und zu ihrer Meinung befragt.

zuklappen

Im Mai war die Evaluation mit einer öffentlichen Bürger*innenwerkstatt mit rund 280 Teilnehmer*innen im Columbiatheater gestartet. Im Juni/Juli folgte dann die Haushaltsbefragung zur Begegnungszone und der künftigen verkehrlichen Ausgestaltung der Bergmannstraße. 4.000 Haushalte und Gewerbetreibende wurden angeschrieben. Mehr als ein Viertel der Fragebögen wurden ausgefüllt und zurückgeschickt.
Vor Ort wurde in der Evaluationsphase durch Aufstellen von Schaubildern mit den Ergebnissen der Bürger*innenwerkstätten sichtbar. Anwohner*innen und Nutzer*innen der Bergmannstraße können im Rahmen der zweiten Onlinebeteiligung ihre Stimme zu den Ergebnissen der Bürger*innenwerkstätten abgeben. Die in den Bürger*innenwerkstätten sowie den anderen Beteiligungsformaten geäußerten Wünsche und Ergebnisse werden 2020 der BVV vorgelegt, damit diese über die künftige dauerhafte Gestaltung der Bergmannstraße entscheiden kann.

zuklappen

Die Ergebnisse der Bürger*innenbeteiligung werden Ende des Jahres in einer öffentlichen Abschlussveranstaltung präsentiert. Die Bezirksverordnetenversammlung wird 2020 über die künftige Ausgestaltung der Bergmannstraße entscheiden.

zuklappen

Öffentlichkeitsinformation Bürger*innenbeteiligungsverfahren

PDF-Dokument (731.6 kB)

Bericht offene Werkstatt Mai 2019

PDF-Dokument (544.7 kB)

Begegnungszone Bergmannstraße Auswertung der Bürger*innenbeteiligung Testphase

PDF-Dokument (2.5 MB)

Fragen und Antworten zur Verkehrsberuihgung im Samariterkiez

Der öffentliche Raum gehört der Allgemeinheit, in dem jeder das Recht hat, sich aufzuhalten. Er ist der Öffentlichkeit gewidmet und frei zugänglich zu halten.
Öffentliche Flächen sind Verkehrs- und Aufenthaltsflächen für Fußgänger*innen, Fahrradfahrer*innen und Kraftfahrzeugverkehr, aber auch Parkanlagen und Platzanlagen.

zuklappen

Viele Anwohner*innen setzen sich zusammen mit Initiativen aus dem Kiez für mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen ein.
Die Diagonalsperren im Samariterkiez und im Wrangelkiez sind ein wichtiger Baustein für die Mobilitätswende in unserem Bezirk. Auf Wunsch der Anwohner*innen verringern wir den Durchgangsautoverkehr im Wohngebiet und sorgen für mehr Verkehrssicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer*innen. Dank gebührt dem Wrangelkiezrat und der Initiative Verkehrsberuhigter Samariterkiez, die sich für die Veränderungen eingesetzt haben.
Im Samariterkiez wurden die Sperren an den Ecken Samariterstraße/Bänschstraße, Pettenkoferstraße/Bänschstraße und als Diagonalsperre im Kreuzungsbereich Voigtstraße/Schreinerstraße errichtet.

zuklappen

Mit Beschluss des Bezirksparlaments vom 12.7.2017 wurde das Bezirksamt beauftragt, ein Konzept zur Verkehrsberuhigung im Samariterkiez zu erstellen, um die Verkehrssicherheit insbesondere für Kinder zu erhöhen, wobei explizit die Samariterstraße und die Pettenkoferstraße angeführt wurden.
Zur Umsetzung dieses demokratisch legitimierten Beschlusses hat das Bezirksamt gemeinsam mit der Initiative an einem Verkehrskonzept zur Vermeidung von Durchgangsverkehr gearbeitet. Über dieses Konzept wurde die Öffentlichkeit informiert und beteiligt. So wurden im Januar 2018 durch die Post 5000 Infokarten in jedem Briefkasten im Gebiet verteilt. Diese Infokarten waren verbunden mit einer Einladung zu einer sehr gut besuchten öffentlichen Veranstaltung am 15.01.2018 in deren Verlauf umfangreich über die Maßnahmen informiert wurde.

zuklappen

Ziel der Sperrungen ist eine deutliche Reduktion des überörtlichen Durchgangsverkehrs durch den Kiez. Diese regelwidrige Fehlnutzung der Straßen im Kiez hatte in den letzten Jahren zugenommen. Die vom Bezirksamt beauftragten Verkehrszählungen haben hierbei die Vermutung der Initiative Verkehrsberuhigter Samariterkiez umfänglich bestätigt: So ist in der Pettenkofer Straße jedes zweite und in der Samariter Straße jedes dritte Auto in den Verkehrsspitzen dem Durchgangsverkehr zuzurechnen. Insbesondere die Pettenkofer Straße mit ihrer engen Fahrbahn, vielen Kindern auf dem Weg zur Schule und der fehlenden Rechts-Vor-Linksregelung in Fahrtrichtung Eldenaer Straße ist durch hohes Verkehrsaufkommen besonders stark beeinträchtigt.
Nach den Erfahrungen des Bezirksamtes treten die gewünschten Verkehrsentlastungen immer erst nach einer gewissen Gewöhnungsphase aller betroffenen Verkehrsteilnehmer*innen ein. Nach dieser Übergangsphase wird das Bezirksamt überprüfen, inwieweit sich die Quell- und Zielverkehre und die Durchgangsverkehre im Kiez verändert haben und ggf. mit weiteren, verkehrsberuhigenden Maßnahmen nachsteuern.
Das Bezirksamt geht durch die Verringerung des Durchgangsverkehrs von einer insgesamt abnehmenden Verkehrslast aus.

zuklappen

Mit Pressemitteilung Nr. 173 vom 05.08.2019 informierte das Bezirksamt über die bevorstehenden Sperrmaßnahmen. Unmittelbar vor Umsetzung des Konzepts am 13.08. im Samariterkiez und am 20.08. im Wrangelkiez wurden jeweils ca. 450 Infoblätter an den Hauseingängen angebracht und 50 Infoblätter in öffentlichen Einrichtungen des Kiezes verteilt.
(In der Ankündigung (Bekanntmachung an den Hauseingängen) war die Diagonalsperre Voigtstraße / Schreinerstraße fälschlicherweise spiegelverkehrt eingetragen.)

zuklappen

In der Bänschstraße im Samariterkiez gilt seit dem 02.09.2019 im Abschnitt zwischen Voigtstraße und Pettenkoferstraße Tempo 10. Zur Durchsetzung dieser verkehrsberuhigenden Maßnahme erhält der benannte Straßenabschnitt Schwellen zur Geschwindigkeitsreduzierung. Damit wird die Gefährdungssituation durch zu schnell fahrende Autos, insbesondere vor Kitas entschärft.
Mit dieser Temporeduzierung in der Bänschstraße reagiert das Bezirksamt auf Eingaben von Anwohner*innen: Im Verlauf der letzten Wochen wurde ein vielfaches Umfahren der Sperren mit überhöhter Geschwindigkeit angezeigt.

zuklappen

Zu Behinderungen kommt es vor allem durch regelwidriges Parken im Bereich der Kreuzungen. Durch die geplante Einrichtung der Parkraumbewirtschaftung wird seitens des Bezirksamtes der Nutzungsdruck durch parkende PKW im Kiez reduziert. In diesem Zuge werden auch die Kontrollen gegen Falschparken intensiviert.
Der Lkw-Verkehr erfordert ein flächendeckendes Gesamtkonzept, dass darüber Auskunft gibt, wie zukünftig mit dem Lieferverkehr z.B. für den Einzelhandel, Müllfahrzeuge und Umzugsfahrzeuge umgegangen wird.

zuklappen

Es ist geplant, für den gesamten Bezirk die Parkraumbewirtschaftung einzuführen. Für die Einführung ist aber jeweils pro Zone eine verkehrliche Untersuchung erforderlich, bei der die gesetzlichen Anforderungen an eine Bewirtschaftung sowie die verkehrs- und umweltpolitischen Ziele berücksichtigt werden.
Die Untersuchung beinhaltet eine umfangreiche Erhebung der Parkplatzsituation im Gebiet. Hierbei wird das Parkraumangebot, dessen Auslastung sowie der Parkraumbedarf analysiert. Im Anschluss müssen die personellen und finanziellen Ressourcen aufgestockt werden. Es erfolgen Weiterbildungsmaßnahmen für das Personal, welches die neuen eingerichteten Parkzonen bewirtschaften soll. Außerdem müssen die Parkscheinautomaten europaweit ausgeschrieben werden. In der Regel dauert so ein Prozess rund zwei Jahre. Die Einführung einer Parkraumbewirtschaftung ist erfahrungsgemäß ein langer politischer und bürokratischer Prozess, bei dem von Beginn der Planung bis zur endgültigen Entscheidung über die Einführung viele Personen und Institutionen zu beteiligen sind.
Die Beauftragung der Untersuchung ist für den Ortsteil Kreuzberg Ende 2018 und für den Ortsteil Friedrichhain Anfang 2019 erfolgt. Die geplante Einführung der Parkraumbewirtschaftung würde demnach sukzessiv Ende 2020 beginnen.

zuklappen

Der neue Fußgängerüberweg kann nur mit entsprechender Ausleuchtung in Betrieb genommen werden. Dies betrifft nicht nur die Beleuchtung am Übergang selbst, sondern auch die Straßenbeleuchtung im Umfeld des Übergangs. Die Straßenlaternen müssen in ihrer Lichtintensität entsprechend abgestuft werden. Dies wird aktuell geplant. Die Zuständigkeit hierfür liegt aber nicht beim Bezirksamt, sondern beim Stromnetz Berlin. Das Straßen- und Grünflächenamt setzt sich für eine zügige Planung und Umsetzung ein.

zuklappen

Die Evaluation der verkehrsberuhigenden Maßnahmen erfolgt durch das Straßen- und Grünflächenamt (SGA) im Rahmen seiner Inspektionstätigkeit als Straßenverkehrsbehörde und als Straßenbaulastträger.
Das Personal des SGA unternimmt regelmäßige Begehungen in den Straßen des bezirklichen Nebennetzes und dokumentiert dabei auch Veränderungen an den Verkehrsflüssen, die sich durch Anordnungen und bauliche Veränderungen ergeben.
Weiterhin dokumentiert das Straßen- und Grünflächenamt die in schriftlicher und mündlicher Form vorgebrachten Äußerungen zu den Anordnungsmaßnahmen in den Kategorien Kritik, Lob und Anmerkungen.
Das Straßen- und Grünflächenamt hat die Maßnahme durch eine vorherige Verkehrsmengenzählung flankiert. Demnach nutzen bis zu 50% der Autofahrenden die Nebenstraßen für den Durchgangsverkehr. Diese Verkehrsmengenzählung wird im Herbst 2020 widerholt und in einer Vergleichsbetrachtung ausgewertet.

zuklappen