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Reise nach Jerusalem 10 Künstlerische Positionen zu Religion, Tradition und Tabu

Pressemitteilung vom 15.06.2012

Ort: Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Öffnungszeiten: 30. Juni bis 19. August 2012, täglich 12-19 Uhr
Eintritt: frei
Eröffnung: Freitag, 29. Juni, ab 19 Uhr

Pressegespräch &
Vorbesichtigung: Freitag, den 29. Juni, um 11 Uhr

Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien kuratiert von Stéphane Bauer

Den Ausgangspunkt der Ausstellung „Reise nach Jerusalem“ bildet die Beschäftigung der
10 eingeladenen KünstlerInnen mit der Rolle von Religion und Tradition für ihre Kunstproduktion.
Allen hier in Berlin lebenden KünstlerInnen ist eine jeweils sehr persönliche Auseinandersetzung mit
Religiosität gemeinsam.

„Um ihr eigenes künstlerisches Bild zu erzeugen, verwenden die KünstlerInnen in ihren Arbeiten religiöse Symbole“ so Monika Herrmann, Bezirksstadträtin für Familie, Gesundheit, Kultur und Bildung in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg.

Herrmann weiter: „Die Verknüpfung religiöser Symbole mit Elementen des modernen Lebens wird in der Gegenwartskunst genutzt, um neue Bilder zu schaffen, die das Verhältnis zum geistlichen Leben wiedergeben.“ Die Ausstellung vereint KünstlerInnen, die sich mit den drei wichtigsten monotheistischen Religionen beschäftigen bzw. von diesen geprägt worden sind: Islam, Judentum und Christentum. Sie fördert sowohl die Diskussion und Auseinandersetzung mit persönlicher Religiosität als auch den Dialog zwischen Religion und Zeitgenössischer Kunst.

Es entsteht ein interreligiöser Dialog, der sowohl von der Konflikthaftigkeit als auch vom Zusammenleben der Religionen zeugt. „Im Kunstraum kann ein zunächst virtueller Dialog zwischen den Besuchern fortgeführt werden, um interreligiöse Verständigung und das friedliche Zusammenleben in der modernen Welt zu erreichen“ so Monika Herrmann.

Die rund 80 gezeigten Arbeiten (Fotografien, Malerei, Video und Installationen) setzen sich mit der
Ästhetik von Religion auseinander. Hierbei werden bewusst kunsthistorische Bezüge hergestellt, um
diese jedoch als individuelle Erfahrung zu reflektieren. Religion erscheint vielfach als Bürde, die jeder
mit sich trägt. Zugleich wird in den Arbeiten eine Faszination sichtbar, die von den Gesten und
Bewegungen ritueller Handlungen ausgeht.

Der Titel der Ausstellung rekurriert auf die Stadt Jerusalem als Verbindungsglied der drei großen
monotheistischen Religionen: In Ostjerusalem liegen einige der heiligsten Stätten von Judentum,
Christentum und Islam, darunter die Klagemauer (die Westmauer des Tempels), der Tempelberg mit
dem Felsendom und der al-Aqsa-Moschee, und die Grabeskirche.

Tatsächlich wird auch im Dezember 2012 die Ausstellung in Anwesenheit der KünstlerInnen im
Jerusalem Artists’ House eröffnet werden.

KünstlerInnen : Trudy Dahan (*1985, IL), Nezaket Ekici (*1970, D/TR), Pavel Feinstein (*1960, RUS),
Zohar Fraiman (*1987, IL), Rabi Georges (*1981, D/SYR), Stevie Hanley (*1983, USA), Ervil Jovkovic
(*1975, D/HR), Yury Kharchenko (*1986, RUS), Iwajla Klinke (*1976, D), Benyamin Reich (*1976, IL)

Weitere Informationen unter http://www.kunstraumkreuzberg.de

Abbildungen in 300 und 72 dpi-Auflösung können Sie von unserer Webpage herunterladen:
http://www.kunstraumkreuzberg.de/presse.html