Radfahrstreifen für die Warschauer Straße

Pressemitteilung vom 06.12.2010

Die Warschauer Straße zwischen Warschauer Brücke und Frankfurter Tor ist durch erhebliche Konflikte zwischen KFZ- Benutzern, Radfahrern und Fußgängern gekennzeichnet. Besonders für Radfahrer ist die Benutzung dieses Straßenabschnittes fast unzumutbar, weil sie sich bei sehr hohem Verkehrsaufkommen mangels geeigneter Radverkehrsanlagen die rechte Fahrbahn mit dem KFZ- Verkehr teilen müssen. Das Halten von Lieferfahrzeugen in zweiter Reihe gehört zur Tagesordnung und erschwert die Situation für Radfahrer und Autofahrer weiter. Folge ist, dass in hohem Maße auch die Gehwege von Radfahrern genutzt werden, was weitere Konflikte mit den Passanten und den Gewerbetreibenden, die die Gehwege auch für ihre Auslagen nutzen, zur Folge hat. Diese Probleme sind auch in der Unfallstatistik erkennbar: die Beteiligung von Radfahrern am Unfallgeschehen ist in der Warschauer Straße besorgniserregend hoch.

Diese insgesamt sehr problematische Situation soll ab dem Jahr 2011 durch eine Neugestaltung des Straßenraums verbessert werden. Die Grundlage der hierfür erforderlichen Planung ist eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2009. Darin wurde geprüft, welche Maßnahmen zur Aufwertung und Konfliktminderung im Straßenraum realisierbar sind. Die Studie hat gezeigt, dass im vorhandenen Straßenraumprofil ein Radfahrstreifen eingeordnet und Lieferzonen für Gewerbetreibende nur dann geschaffen werden können, wenn auf das jetzige Parken am Gehwegrand verzichtet wird. In einzelnen Bereichen sind dabei Verbreiterungen des Gehweges möglich, teilweise muss die Gehwegbreite jedoch auch reduziert werden.

Aufgrund dieses Ergebnisses der Machbarkeitsstudie wurde durch das Bezirksamt am 20.4.2010 beschlossen, die Warschauer Straße zur Verbesserung des Fahrradverkehrs und der Aufenthalts- und Verkehrssituation für Fußgänger umzugestalten. Dieser Beschluss wurde am 26.05.2010 durch die Bezirksverordnetenversammlung als Drucksache DS 1739 zur Kenntnis genommen.

Zur Einleitung der Bürgerbeteiligung fand am 3. Juni 2010 eine erste Informations- und Diskussionsveranstaltung im Dathe-Gymnasium statt. Zur Vorbereitung der Umgestaltung wurde im Anschluss eine Vorentwurfsplanung erstellt. Der aktuelle Planungsstand wird in einer Öffentlichkeitsveranstaltung am

16. Dezember 2010
19 Uhr
Dathe Gymnasium, Helsingforser Straße 11-13
Mehrzweckhalle,

vorgestellt, zu der alle interessierten Anwohner, Beschäftigten, Gewerbetreibenden und Eigentümer eingeladen sind. Eine weitere Öffentlichkeitsveranstaltung ist für den 19.01.2011 geplant, in der in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des Bezirksamtes mit den örtlichen Gewerbetreibenden die Einrichtung und Gestaltung der geplanten Lieferzonen diskutiert werden soll. Ergänzend zu den Beteiligungsveranstaltungen kann der jeweils aktuelle Planungsstand auch im Internet unter der Adresse eingesehen werden.

Kontakt: Tel 90298 3261