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Straßenjugendliche machen Theater - Theaterarbeit der Kontakt- und Beratungsstelle (KuB) bietet Straßenjugendlichen neue Chancen

Pressemitteilung vom 15.12.2009

Einladung zur Premiere des Theaterstückes „Irrwege führen auch wohin“
an der Universität der Künste am 19. Dezember 2009, 20.00 Uhr

Kälte, Hunger, Ungewissheit: Das Leben auf der Straße ist hart und oft voller Entbehrungen. Die KuB unterstützt obdachlose Jugendliche bei ihrer Suche nach einem Weg in ein neues Leben. Da die Heranwachsenden mit klassischen Hilfeangeboten jedoch nur schwer zu erreichen sind, hat die KuB ein besonderes Projekt ins Leben gerufen: Obdachlose Jugendliche werden auf der Straße angesprochen und erhalten die Möglichkeit, sich auf der Bühne auszuprobieren. Drei Monate lang proben etwa 40 Jugendliche mehrmals wöchentlich. Den krönenden Abschluss der kreativen Arbeit bilden mehrere öffentliche Aufführungen in bekannten Theatern wie z.B. dem Theater an der Parkaue, der Tribüne oder wie dieses Jahr dem Theater der Universität der Künste. Möglich wurde das Projekt durch eine Spende der Sparda-Bank Berlin in Höhe von 10.000 Euro. Davon konnten für die 40 Teilnehmer während der viermonatigen Probezeit Essen, Kleidung und Fahrtkosten finanziert werden.
Die Jugendlichen profitieren in mehrfacher Hinsicht von dem Projekt: Während der Probentage sind sie regelmäßig versorgt, erhalten Lebensmittel und einen Schlafplatz. Aber vor allem stärken die kreativen, gemeinschaftlichen Erfahrungen und das Erfolgserlebnis auf der Bühne auch das Selbstbewusstsein der Beteiligten – eine wichtige Basis zur Motivation sein Leben neu zu organisieren, Mut zur Veränderung zu finden. So konnten fast alle, die in den Vorjahren an ähnlichen Projekten teilgenommen haben, das Leben auf der Straße hinter sich lassen.
Unter der Regie von Margareta Riefenthaler wird das Stück „Irrwege führen auch wohin“ am 19. Dezember erstmals aufgeführt. Es handelt von einer Mutter und ihrer pubertierenden Tochter Anna-Maria. Das Verhältnis zwischen den beiden wird immer problematischer. Die Mutter sucht, nach gescheiterter Ehe, einen neuen Anfang und eine neue Beziehung. Anna-Maria gerät durch Neugier und Naivität in gefährliche Abenteuer. Ohne von einander zu wissen, landen die beiden in einer ähnlich verhängnisvollen Situation. Sie werden Opfer eines Betrugs und treffen unerwartet an einem ungewöhnlichen Ort aufeinander.
Die Kontakt- und Beratungsstelle (KuB) gehört gemeinsam mit dem Kinder-, Jugend- und Mädchennotdienstes und der Hotline zum Berliner Notdienst Kinderschutz.
Träger der KuB ist das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg in Kooperation mit dem Berliner Jugendclub e.V.

Die KuB kümmert sich um Straßenjugendliche im Alter von 13 bis 20 Jahren. Aufsuchende Sozialarbeit an sozialen Brennpunkten, Notversorgung und Essensausgaben, Notübernachtungen im Sleep In, Beratung, Betreuung und Kinderschutz sind die Kernaufgaben der KuB in der Fasanenstraße 91, Berlin – Charlottenburg. Im Jahr 2008 haben 1.155 junge Menschen die Hilfen der KuB in Anspruch genommen.

Sie sind herzlich eingeladen zur Premiere am 19.12.2009 um 20.00 Uhr in das UNI.T (Universität der Künste), Fasanenstraße 1b, Berlin-Charlottenburg.

Die Vertreter/innen der Presse haben am Mittwoch, den 16.12.2009 ab 17.00 Uhr und am Freitag, den 18.12.2009 um 18.00 Uhr, die Möglichkeit an einer Probe/Generalprobe teil zu nehmen und Fotos zu machen.
Die Regisseurin wird ebenfalls anwesend sein.

Weitere Aufführungen finden statt am 20. Und 21. Dezember 2009, um 20.00 Uhr.

Weitere Informationen: Robert Hall, Leiter der Kontakt-und Beratungsstelle,
Tel: 61 00 6800, E-Mail

Auf Anfrage erhalten Sie auch Pressefotos.