Öffentliche Übergabe von zwei Gedenktafeln der Berliner Designerin Helga Lieser:»Gedenken an die Deportationen nach Theresienstadt« und »Wieland Herzfelde und der Malik-Verlag«

Pressemitteilung vom 24.01.2008

Sonntag, den 27. Januar 2008
Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

13.00 Uhr Portalruine des Anhalter Bahnhofes, Askanischer Platz, Berlin-Kreuzberg: Übergabe einer Stele zum Gedenken an die Deportation von 9600 Berliner Juden vom Anhalter Bahnhof in das Konzentrationslager Theresienstadt in den Jahren 1942 bis 1945.
Es spricht: Sigrid Klebba, Stadträtin für Bildung und Kultur, Friedrichshain-Kreuzberg

13.15 Uhr Fahrt mit der S-Bahn zum Bahnhof Potsdamer Platz. Besichtigung der Ausstellung »Sonderzüge in den Tod. Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn«. Einführende Worte von Dr. Susanne Kill, Leiterin Unternehmensgeschichte der Deutschen Bahn

13.45 Uhr Zu Fuß zur Köthener Straße 38: Übergabe der Informations- und Gedenktafel für den Schriftsteller, Verleger und Antifaschisten Prof. Wieland Herzfelde, der in diesem Gebäude von 1924 bis 1926 den Malik-Verlag leitete, einen der wichtigsten Literatur-Verlage der Weimarer Republik

14.00 Uhr Gedenkveranstaltung im Meistersaal, Köthener Straße 38: Dr. Dietlinde Peters erinnert an die Verschleppung jüdischer Berliner nach Theresienstadt am Beispiel einzelner Opfer-Biografien.
Michael Bienert spricht über den Malik-Verlag, seine Opposition gegen den aufkommenden Nationalsozialismus und die Verfolgung der Malik-Autoren.

Johanne von Harsdorf (Flügel) spielt Kompositionen von Karel Berman, der im März 1943 nach Theresienstadt deportiert wurde, und Erich Zeisl, der sich 1938 in die USA retten konnte.

Ende gegen 15.00 Uhr

Weitere Informationen erteilt:
Martin Düspohl
Bezirksmuseum Friedrichshain-Kreuzberg
Adalbertstr. 95a
D – 10999 Berlin
Tel. 030 / 5058-5233 / -35
Fax. 030 / 5058-5258
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Kreuzbergmuseum