Charlottenburg-Wilmersdorf: Grünanlagen - Mierendorffplatz

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Umgebungsplan Mierendorffplatz Bild: Michael Richert © OpenStreetMap-Mitwirkende CC-BY SA
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So erreicht man den Mierendorffplatz

U-Bahn U 7 Mierendorffplatz

Bus 126, 227, 340 Mierendorffplatz

Fotodokumentation

Wissenswertes zum Gartendenkmal Mierendorffplatz

Bei der Planung für diesen Stadtteil Charlottenburgs 1887 wurde ein Platz abgesteckt und nach König Gustav Adolf von Schweden benannt. Gedacht war an ein Wohnviertel für einfachere Leute, wie es dann im Wesentlichen bis 1914 entstanden ist.

Lange hat der Platz brachgelegen, bis der neue Gartendirektor Erwin Barth im Januar 1912 eine Begrünung entwarf, die bereits 1913 ausgeführt war. Es war Barths erste Arbeit in Charlottenburg. Die Anlage ist in zwei Teile unterschiedlicher Funktionen unterteilt, einen Spielplatz im Norden und einen Blumengarten im Süden. Der Spielplatz war eine Sandfläche ohne Geräte. Der Blumengarten wird durch ein Achsenkreuz mit einem Springbrunnen in der Mitte geprägt. Die Rabatten im Platzinnern waren mit den Rosen ‘Orleans’ und ‘Jessie’ bepflanzt, die rahmenden Rabatten mit Stauden und Sommerblumen. Die ganze Anlage wurde von kastenförmig geschnittenen Platanen gerahmt.

Im Zweiten Weltkrieg haben der Platz und die umgebende Bebauung sehr gelitten. Die Grünfläche wurde in den ersten Nachkriegsjahren für Kleingärten genutzt, 1950-1951 aber wieder als öffentliche Anlage hergerichtet. Seit 1950 heißt der Platz nach dem Journalisten und Politiker Dr. Karlo Mierendorff (1897-1943), einem SPD-Mitglied und Gegner des Nationalsozialismus. Die 1978 in Betrieb genommene Verlängerung der U-Bahnlinie 7 vom Richard-Wagner-Platz nach Rohrdamm kreuzte den Platz, unter dem ein Bahnhof gebaut wurde. Die in offener Bauweise durchgeführten Arbeiten machten eine weitgehende Abräumung der Anlagen notwendig. Bei der anschließenden Wiederherstellung hielt man sich eng an die Entwürfe Barths, die man auch angesichts heutiger Bedürfnisse für zeitgemäß und sinnvoll hielt. Brunnen, Bänke, Blumensäulen, Tore, Wegebeläge und Lampen wurden originalgetreu nachgebildet, die Rabatten wieder mit Stauden und Sommerblumen “in leuchtenden Farben und in bunter Fülle” (Barth) bepflanzt.

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