Charlottenburg-Wilmersdorf: Grünanlagen - Heidelberger Platz

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Umgebungsplan Heidelberger Platz
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf
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Bild: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen

So erreicht man den Heidelberger Platz

S-Bahn S 41, S 42, S 45, S 46, S 47 Heidelberger Platz

U-Bahn U 3 Heidelberger Platz

Bus 249 S U Heidelberger Platz

Fotodokumentation

Wissenswertes zum Gartendenkmal Heidelberger Platz

1905 war bereits eine einfache Anlage vorhanden, aus zwei grünen Zwickeln zwischen den Straßen bestehend. Der Bebauungsplan des Rheingauviertels von 1909 sah die Aufhebung der zerschneidenden Straße und eine Vergrößerung des Platzes nach Osten vor. Nach einer weiteren Änderung wurde dieser Plan 1913 genehmigt.

1913 beschloss der Magistrat einen Entwurf des Architekten des Rheingauviertels, Paul Jatzow, zu verwirklichen. Er überspielte die unregelmäßige Form des Platzes, indem er in der Mitte ein Rasenoval anlegte. Die Restflächen verschwanden hinter Hecken und Gebüsch.

Ein Bestandsplan Thiemes aus den 20er Jahren zeigt, dass Jatzows Entwurf bei der Ausführung geändert wurde. Das Oval wurde nach Westen verschoben, so dass im Osten mehr Platz gewonnen wurde. An der Hanauer Straße wurden Treppenstufen nötig. Der Sitzplatz in der Nordecke ist in Jatzows Entwurf zu den Straßen hin abgepflanzt und selbst baumfrei. Ausgeführt wurde er zu den Straßen hin offen und mit Linden überstellt. Zum Rasenoval hin wurde er mit einem schmiedeeisernen Geländer eingefasst. In dem größten Reststück im Osten wurde ein sechseckiger Raum und in dem westlichen ein halbkreisförmiger Raum ausgespart. Der sechseckige Raum wurde mit sechs Linden umstellt. Auch den halbrunden Sitzplatz rahmten fünf Linden. Die Zugänge zum Rasenoval lagen bei Jatzow wie auch bei Thieme außerhalb der Ecken. Bei Thieme wurden die Eingänge aber nicht mehr durch so viele Beete unterbrochen wie bei Jatzow. Drei der Eingänge wurden mit je einem Paar Säuleneichen gerahmt. In der breiten Öffnung im Süden lag ein Rosenbeet. Das Rasenoval war mit einer schmalen Blumenrabatte umgeben. Der Rundweg war außen mit einer Taxushecke eingefasst, die durch Zinnen akzentuiert war. Hinter der Hecke sind Birken und Rhododendren zu erkennen, die Farbkontraste zum Taxus ergaben.

In der Mitte sollte später eine Plastik aufgestellt werden. Die Ausführung der Anlage mit Balustrade und Treppen wurde im Oktober 1913 abgeschlossen. 1915 übernahm die Stadt die Pflege. Die Aufstellung der Plastik unterblieb infolge des Krieges. Denkmalschutz seit 1995.

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