Charlottenburg-Wilmersdorf: Grünanlagen - Goslarer Platz

Goslarer Platz

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Umgebungsplan Goslarer Platz Bild: Michael Richert © OpenStreetMap-Mitwirkende CC-BY SA
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So erreicht man den Goslarer Platz

U-Bahn U 7 Mierendorffplatz

Bus 126, 340 Goslarer Platz

Fotodokumentation

Wissenswertes zum Gartendenkmal Goslarer Platz

Der Goslarer Platz entstand durch Freihaltung eines Blockes im Zuge der Bebauungsplanung für diesen mittelständischen Stadtteil Charlottenburgs, der bis dahin Martinickenfelde geheißen hatte. Den Entwurf fertigte wohl der damalige Garteninspektor Neßler 1909. Er sah im Süden einen ovalen Spielplatz und im Norden eine halbrunde Schmuckanlage vor, in der eine Fontäne entstehen sollte. Dieser Plan wurde jedoch erst ausgeführt, als Erwin Barth 1912 Gartendirektor geworden war.

Barth übernahm den Grundriss von Neßler komplett, änderte aber die Bepflanzung und die räumliche Erscheinungsweise. Der Spielplatz sollte stärker abgegrenzt werden durch eine Reihe von Hecken und geschnittenen Bäumen. Ausgeführt wurde ein niedriges Lattenspalier um den Spielplatz, begleitet von rotblühenden Rosskastanien.

Barth ersetzte die ornamentalen Beet- und Rabattenformen des früheren Entwurfs durch schlichte Pflanzstreifen und verzichtete auf den Springbrunnen. Der Zierrasen im Norden wurde von einer Rosenrabatte und nach Süden von Rhododendron begleitet. An den Längsseiten war eine Staudenrabatte vor dem Hintergrund einer Mahonienhecke. In der Rundung waren efeuberankte Lattengerüste mit Sitznischen ähnlich wie später auf dem Savignyplatz. Die Eingänge zu beiden Platzteilen waren mit Rosenbögen überwölbt.

Trotz Gemüseanbau nach 1945 blieb der Platz in seinen Strukturen erhalten und steht heute unter Denkmalschutz.

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