Charlottenburg-Wilmersdorf: Grünanlagen - Friedhof Grunewald

Friedhof Grunewald

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Umgebungsplan Friedhof Grunewald
Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf
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Bild: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen

In Friedhofsangelegenheiten wenden Sie sich bitte direkt an den Fachbereich Grünflächen .

So erreicht man den Friedhof Grunewald

S-Bahn S 5, S 7, S 9, S 75, S 41, S 42, S 45, S 46, S 47 Westkreuz

Bus 104 Trabener Steg; M 19, M 29, X 10 S Halensee

Fotodokumentation

Wissenswertes zum Gartendenkmal Friedhof Grunewald

Die 1889 gegründete Villenkolonie Grunewald benötigte einen Friedhof, welcher ca. 1892 von der evangelischen Kirchengemeinde auf der wenig attraktiven Restfläche zwischen Bahntrassen angelegt wurde (11.686 m²). Der einzige Zugang erfolgte über eine stählerne Brücke an der Bornstedter Straße. Den Plan zeichnete der Garteninspektor Röhr, der auch die übrigen Grünplanungen der Kolonie (1894 Bismarckplatz, Johannaplatz) entwarf, offenbar im Auftrag der Kurfürstendammgesellschaft, und auch für die Gemeinde Deutsch-Wilmersdorf arbeitete (Kaiserplatz, heute Bundesplatz). 1899 wurde die zum Gutsbezirk Spandauer Forst gehörige Kolonie selbständige Landgemeinde. Röhr wurde als Gemeindegärtner übernommen.

Im Mittelpunkt des traditionell-kirchhofmäßigen Wegesystems wurde ca. 1894 eine Friedhofskapelle errichtet, auf die eine zweireihige Allee aus Pyramideneichen zuführt. Die Architekten Zaar & Vahl erweiterten diese 1902/03 in der heutigen neugotischen Form. Der vorhandene Zentralbau erhielt dabei eine Vorhalle im Südosten. Ihre im Verhältnis zum Friedhof beträchtliche Größe spiegelt das Repräsentationsbedürfnis der Einwohnerschaft. Es sind zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten bestattet, die auch Grabmäler von außerordentlicher künstlerischer Qualität erhielten. Der Friedhof ist auf drei Seiten von einer Mauer umgeben, an die sich die Erbbegräbnisse anlehnen.

Über die gärtnerische Ausstattung schrieb ein Zeitgenosse: „(wir gedenken) der vielen Arten von Lebensbäumen, Blautannen, Ziersträuchern und Topfgewächse, der wundervollen Plätzchen und Gänge zwischen den einzelnen Gräberabteilungen mit kunstvollen Brunnen geziert. Hier hat der Garteninspektor Röhr viel getan, wohl das meiste, überall merkt man seine künstlerische Gestaltungskraft und seine geschickten Anordnungen. Überdies hat er auch jahrelang in dem kleinen Gartenhaus auf dem Friedhof gewohnt und konnte daher immer mit Rat und Tat zur Stelle sein. Nach ihm hat der Gartenarchitekt Fiedler mit ganzer Liebe die Arbeiten und Schöpfungen seines Vorgängers übernommen und erweitert.“

Gemeindeobergärtner Georg Fiedler (*1886) leitete die Gartenverwaltung der Gemeinde Grunewald 1911-1919. 1912/13 arbeitete er einen Plan zur „neuzeitlichen Umgestaltung“ des Friedhofs aus, zu der nach Genehmigung eine erste Rate von 7.300 Mark bewilligt wurde (Gartenwelt 1913:56). Es ist nicht bekannt, worin der Plan bestand und ob er ausgeführt wurde.

Denkmalschutz seit 1995.

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