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Lebensweltlich orientierte Räume (LoR)

Mit Beschluss vom 03.06.04 erteilte das Abgeordnetenhaus dem Senat den Auftrag zur „Vereinheitlichung von Planungsräumen für Fachplanungen“, der daraufhin eine fachliche Arbeitsgruppe unter Federführung des Statistischen Landesamtes einsetzte.
In diesem Zusammenhang wurde zur inhaltlichen Detailbearbeitung auch auf Bezirksebene eine abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe (Abt. Jug, Soz und Bau) eingerichtet, die einen fachlich abgestimmten Entwurf zur Neugestaltung der bezirklichen Planungsebenen im Rahmen des „Regionalen Bezugssystems“ (RBS) erarbeitete, der sich im Gegensatz zu der bestehenden Aufgliederung (z.B. nach Verkehrszellen) primär an den inhaltlichen Anforderungen der planenden Abteilungen orientiert.
Diese Planungsebenen stellen eine zusätzlichen „hierarchischen Strang“ neben dem bisherigen hierarchischen System des RBS dar und werden zukünftig als „lebensweltlich orientierte Räume“ (LoR) verbindlicher Bestandteil des Regionalen Bezugssystems.
Sie sind mittlerweile in allen Berliner Bezirken eingeführt worden, nachdem der Rat der Bürgermeister mit Beschluss Nr. 1025/06 vom 17.08.2006 Kenntnis genommen hat (Konsensliste).
Die neue Raumhierarchie soll die Grundlage der zukünftigen inhaltlichen Planungen und Prognosen sowohl auf Senats- als auch auf Bezirksebene bilden. (z.B. Bevölkerungsprognose, Stadtmonitoring Soziale Stadtentwicklung, Bereichsentwicklungsplanung).

Nach einer Überarbeitung sind am 1. Januar 2021 sind die neuen LOR Grenzen veröffentlicht worden.