Informationen des Bezirksamtes Charlottenburg - Wilmersdorf von Berlin zum Ausbruch der „Amerikanischen Faulbrut“ und Einrichtung eines Sperrbezirkes um den Seuchenherd

Der Ausbruch der „Amerikanischen Faulbrut“ in einer Bienenhaltung im Stadtteil Wilmersdorf wurde am 06.06.2018 amtlich festgestellt.

1.) Aufgrund der amtlichen Feststellung des Ausbruchs wurde um den Seuchenbetrieb ein Sperrbezirk von 1000 m Radius gemäß Bienenseuchenverordnung gebildet.

2.) Der Sperrbezirk liegt innerhalb folgender Grenzen:

  • im Osten: Bamberger Str., Kufsteiner Str.
  • im Norden: Pommersche Str., Güntzelstr.
  • im Westen: BAB 100 Stadtring, Ausfahrt Konstanzer Str., Konstanzer Str.
  • im Süden; BAB 100 Stadtring

3.) Für den Sperrbezirk gelten folgende Schutzmaßregeln:

3.1) Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk sind unverzüglich auf Amerikanische Faulbrut amtstierärztlich untersuchen zu lassen. Diese Untersuchung ist frühestens zwei, spätestens neun Monate nach der Tötung oder Behandlung der an der Seuche erkrankten Bienenvölker des verseuchten Bienenstandes zu wiederholen. Die Untersuchungen erfolgen kostenfrei.

3.2) Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden.

3.3) Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden.

Dieses gilt nicht für Honig, der nicht an Bienen verfüttert werden soll.

3.4) Bienenvölker oder Bienen dürfen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

Hinweis:
Alle Besitzer von Bienenvölkern innerhalb des Sperrbezirks, die ihrer Meldepflicht gemäß § 1 a Bienenseuchen-Verordnung bisher nicht nachgekommen sind, haben unverzüglich dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Fachbereich Veterinär- und Lebensmittelaufsicht den Standort ihrer Bienenstände mitzuteilen (Telefon: 9029 18407, Telefax: 9029 18428, E-Mail). Im Übrigen wird auf die Vorschriften der Bienenseuchen-Verordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2004 (BGBl I S. 2738), die zuletzt durch Artikel 7 der Verordnung vom 17. April 2014 (BGBl. I S. 388) geändert worden ist verwiesen.

Folgende Erscheinungen können auf einen Ausbruch der „Amerikanischen Faulbrut“ hinweisen:

  • „Fauliger“ Geruch
  • Lückenhaftes Brutbild
  • Brutzellen mit löchrigen, eingesunkenen Zelldeckeln
  • Abgestorbene Maden
  • Brutzellen enthalten im Innern eine bräunliche, fadenziehende Masse
  • Zellen mit ehemaligen Brutwaben enthalten eingetrocknete, fest am Zellbodenhaftende Brutrückstände (Schorfe)

Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:

Frau Dr. Pfisterer (stellv. Amtstierärztin)
Telefon: 030 9029 – 18402
Frau Dr. Erdmann (Amtstierärztin)
Telefon: 9029 – 18401
Frau Gollub (amtl. Tierärztin)
Telefon: 9029 – 18406
Herr Flick (amtl. Tierarzt)
Telefon: 9029 – 18402
E-Mail