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Schoeler-Schlösschen und Schoelerpark mit Wohnanlage

Das Schoeler-Schlösschen.

Das älteste erhaltene Haus im Ortsteil Wilmersdorf ist der Bau des Berliner Fabrikanten Cornelius Adrian Hesse.
Es wurde 1765 als zweigeschossiges Bauernhaus errichtete und zählt zu den wenigen in Berlin erhaltenden bürgerlichen Landhäusern des 18. Jahrhunderts. Das Bauwerk und der zugehörige Garten dokumentieren das Leben vor den Toren Berlins ebenso wie die großbürgerliche Lebenskultur im Wilmersdorf des 18. und 19. Jahrhunderts. Berliner Bankiers, Unternehmer und Intellektuelle hatten hier ihren Sitz.

Schoeler-Schlösschen um 1900.

Der letzte private Besitzer des Hauses war der namhafte Mediziner Heinrich Schoeler (1844-1918), Professor der Augenheilkunde. Ihm verdankt das Schlösschen seinen Namen.
1929 ging das Anwesen in den Besitz des Bezirks Wilmersdorf über. Den ehemals privaten Garten des Hauses ließ der Bezirk 1931 zu einem öffentlichen Park umgestalten. In den folgenden Jahren wurde im Schlösschen eine Bibliothek und eine Heimatstube eingerichtet. 1936 wurde es schließlich zu einem Heim der Hitlerjugend umgebaut und dafür um ein Stockwerk ergänzt.

Schoelerschlösschen.

2006 haben das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf und die Stiftung Denkmalschutz Berlin e.V. einen Nießbrauchrechtsvertrag unterschrieben und das Restaurierungskonzept für das Haus vorgestellt.
2010 wurde Richtfest gefeiert. Die Rekonstruktion des Dachstuhls wurde im August 2010 fertig gestellt. Der Plan, in dem Gebäude eine Bibliothek aus dem Nachlass des Bundespräsidenten Johannes Rau einzurichten, ließ sich nicht verwirklichen.

Großes Wohnzimmer der Schoelers im Erdgeschoss, Foto: Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

Verschiedene Pläne des Bezirksamtes, das Schoeler-Schlösschen als eine weitere Sozialeinrichtung mit einem kulturellen Beiprogramm und als Teilersatz für das aufgelöste Rathaus Wilmersdorf zu nutzen, scheiterten an einem „fehlenden tragfähigen Konzept“. Es wurden diverse Anträge zur Finanzierung bei der Stiftung Deutsche Klassenlotterie mit unterschiedlichen Nutzungsvorstellungen gestellt, von Bibliothek über Trauraum, Büro des Heimatvereins bis hin zu umfangreicher Seniorenarbeit.
Derzeit wird an einem konkreten Nutzungskonzept gearbeitet

vergleiche auch:

Geheimrat Schoeler und seine Frau.

Der Geheime Medizinalrat Professor Dr. med. Heinrich Schoeler (1844-1918) bewohnte das Haus in Wilmersdorf von 1893 bis zu seinem Tode. Nach ihm tauchen die Bezeichnungen “Schoelerpark”, “Barockschlösschen” und “Schoeler-Schlösschen” erstmals auch in Akten und Dokumenten als Bezeichnungen für das alte Landhaus auf.

Schoeler-Schlösschen, gemalt von Carl Timner 2003

Der Maler Carl Timner, der in der weiteren Nachbarschaft des Schoeler-Schlösschens sein Berliner Atelier hat, malte dieses Bild im Sommer 2003 (Öl auf Leinwand, 40×50 cm).

Schoelerpark.

Den Schoelerpark umschließt seit den dreißiger Jahren die Wohnbebauung der Heimstätten AG durch Fritz Buck; dadurch ist die ehemals bedeutende biedermeierliche, im Kern barocke Parkanlage nicht mehr zu erkennen. Dafür bildet die naturbelassene, mit Buschwerk und alten Bäumen bestandene Wiese eine Oase für Vögel und Insekten.

  • Grundrisspläne Schoeler-Schlösschen

    PDF-Dokument (1.2 MB)

  • Fotodokumentation Schoelerschlösschen

    PDF-Dokument (1.2 MB)

  • Gutachten Schoeler Schlösschen

    PDF-Dokument (10.9 MB)

  • Inhalt Schaukasten Stand Juni 2016

    PDF-Dokument (17.6 kB) - Stand: Juni 2016