Messegelände

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Messegelände 1991, Foto: Klaus Lehnartz, Landesarchiv Berlin
Bild: Landesarchiv Berlin

Gesamtanlage unter Denkmalschutz.
Messestandort seit 1924; die erste Messehalle von 1914 befand sich auf dem Gelände des heutigen Zentralen Omnibusbahnhofes. 1924 “Halle der deutschen Funkindustrie”; erste Halle am heutigen Standort, Holzkonstruktion von Heinrich Straumer. Namhafte Architekten zeichneten in den folgenden Jahrzehnten für die verschiedenen Hallen verantwortlich; vielfache Veränderung des Geländes durch zahlreiche Abrisse, Neu- und Umbauten, sowie Brand (1935) und Kriegsschäden. Fläche des Gesamtgeländes mit den Neuübertragungen an der Jafféstraße (1997) ca. 550.000 qm, davon 160.000 qm Hallenfläche; durch Fußgängerüberweg über den Messedamm mit dem ICC verbunden. Weiterer Ausbau 2002, unter anderem neuer Südeingang an der Jafféstraße mit Tribünen auf dem Vorplatz für Open Air Veranstaltungen. Das Messegelände ist Eigentum des Landes Berlin; Betreiber ist die Messe Berlin GmbH mit dem Land Berlin als Hauptgesellschafter.

Sommergarten , Gartendenkmal
1931 nach Plänen des Gartenbaudirektors Ludwig Lesser anlässlich der Deutschen Bauausstellung. 1981 Skulpturengarten mit Arbeiten zeitgenössischer Berliner Künstler.

Architektonisch wichtige Gebäude, überwiegend Baudenkmale

  • Funkturm , 1924-26 von Heinrich Straumer
  • Gläserne Galerie, Messedamm; 1935/36 von Richard Ermisch; nur die äußeren Partien mit den beiden charakteristischen runden Eckbauten erhalten.
  • Haupthalle, Hammarskjöldplatz ; 1936/37 ebenfalls von Ermisch, langer Stahlskelettbau mit Ehrenhalle und niedrigem Vorbau.
  • Marshall-Haus mit ERP (European Restitution Program)-Pavillon, südlich des Sommergartens; 1950 von Bruno Grimmek und Werner Düttmann; verglaste Ausstellungshalle mit Kongresssaal und Wirtschaftsräumen; mit dem Rundpavillon durch Galerie verbunden; ursprünglich für Informationsveranstaltungen der USA.
  • Palais am Funkturm 1956/57, Terrassenrestaurant südlich der Ehrenhalle von Bruno Grimmek; Festsäle für Bälle, Bankette und Empfänge, ebenso für Kongressveranstaltungen und Vorträge. 50er-Jahre-Ambiente erhalten.
  • Schwermaschinenhalle, Jafféstraße; 1957 ebenfalls von Grimmek; mit markanten außen liegenden, sich nach unten verjüngenden Stahlbetonstützen.
  • Verbindungsbauten zwischen kleinem und großem Hallenring, 1987/88, Kleiner Stern und Großer Stern.