Theaterkunst

Kostümausstattung für Bühne, Film und Fernsehen

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Bild: Wifö

Das größte und traditionsreichste Kostümhaus Deutschlands, das Unternehmen Theaterkunst, bleibt in Wilmersdorf!
Wachsende Erfolge und Anforderungen im nationalen und internationalen Filmgeschäft erforderten die Erweiterung der Lager- und Produktionskapazitäten. Am traditionellen Standort in der Eisenzahnstraße 43-44 ist eine Erweiterung nicht möglich. Das Unternehmen entschied sich nicht dafür, einen neuen Standort zu suchen, sondern im Bezirk, in der Forckenbeckstraße 9-13, einen Dependance einzurichten.

Zu der dort bereits 2005 eingerichteten Uniformhalle mit mehr als 215 000 Kostümen ist jetzt eine weitere Halle hinzugekommen, die mehr als 160 000 Kostüme aufnehmen kann. Hier werden die Kostüme aus den Epochen von der Steinzeit bis 1900 aufbewahrt, während die moderneren Kostüme in der Eisenzahnstraße verbleiben.
Das Unternehmen hat über 135 000 Euro in den neuen Standort investiert, neue Arbeitsplätze geschaffen und seinen Kostümbestand um mehr als 35 000 Stücke erweitert.

Wirtschaftsstadtrat Marc Schulte (SPD) gibt das zu doppelter Freude Anlaß, zum einen, weil sich das Unternehmen entschieden hat „seine Kapazitäten an einem zweiten Standort im Bezirk zu erhöhen“ und zum anderen, weil eines der größten Kostümhäuser der Welt auch in Krisenzeiten investiert.
„Ich sehe darin ein weiteres Signal, daß es sich lohnt in den Kulturstandort Charlottenburg-Wilmersdorf zu investieren“.

Viele internationale Stars wie Kate Winslet, Brad Pitt oder Thomas Kretschmann werden bei den Anproben Gelegenheit bekommen, einen weiteren Teil Wilmersdorfs kennenzulernen.

Insgesamt verfügt das Unternehmen über etwa 10,3 Millionen Kostümteile. In diesem Jahr wurden alle in der Kategorie „Kostümbild“ für den deutschen Filmpreis nominierten Filme von der „Theaterkunst“ ausgestattet.
Zu den jüngsten Erfolgen zählen die Kostüme für Oscarpreisträgerin Kate Winslet in „The Reaeder“, den Eröffnungsfilm der Berlinale „The International“ und den neuen Film von Quentin Tarantino, „Inglorious Basterds“, der in Cannes präsentiert werden wird.

„Die steigende Zahl deutscher Spielfilme, aber auch zunehmende internationale Koproduktionen in Berlin-Brandenburg und an anderen deutschen Filmproduktionstandorten stellen an uns höhere Anforderungen“, begründet die Theaterkunst-Chefin Susanne Franke die Investitionen. Die steigende Anzahl historischer Filme erfordert eine größere Auswahl an originalen Kostümen und aufwendigen Repliken. „Alle Details sind wichtig“, sagt Gewandmeisterin Regina Weilhart , die in der neuen Halle einen großzügigeren Arbeitsplatz gefunden hat. „Auf der großen Filmleinwand wird jeder Fehler sichtbar“. Ebensolche Sorgfalt lassen alle anderen Mitarbeiter walten, sowohl die ganz jungen wie Chiara Steinbauer, die Design studiert hat, aber viel glücklicher bei den Korsetten, „Paniers“ und Renaissancekleidern geworden ist, oder aber Kostümleiterin Christa Hedderich , die in ihrer 30jährigen Laufbahn in der Theaterkunst schon machem Oscarpreisträger Maß genommen hat. Selbst berühmte Designer kommen hierher, um sich für ihre neuen Kollektionen inspirieren zu lassen“, verrät sie.

von
Dr. Wecker, Berliner Woche, Mai 2009

Mehr Informationen über das Unternehmen auf www.theaterkunst.de