Drucksache - 1257/5  

 
 
Betreff: Klimaschutz auch lokal denken - Klimaschutzkoordinator*in im Bezirk
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion DIE LINKE 
Verfasser:Juckel/Schenker/Gronde-Brunner/Dieke 
Drucksache-Art:AntragAntrag
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
22.08.2019 
34. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin      
Ausschuss für Umwelt, Natur- und Klimaschutz, Liegenschaften und Grünflächen Beratung
Ausschuss für Haushalt, Personal, Wirtschaftsförderung, Informaterionstechnologie und Gender Mainstreaming Beratung
Bezirksverordnetenversammlung Beratung

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag

Die BVV möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird beauftragt, eine Stelle für eine*n Klimaschutzkoordinator*in zu schaffen, der/die sowohl verwaltungsintern Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg bringt als auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Akteur*innen vor Ort einbindet. Zugleich sollen Bürger*innen im Rahmen von Veranstaltungen sowie durch Infomaterial in mehreren Sprachen über jegliche Klimaschutzaktivitäten sowie über eigene Handlungsmöglichkeiten informiert werden.

In einem ersten Schritt soll der/die Klimaschutzkoordinator*in ein Klimaschutzkonzept erarbeiten, als Grundlage für die strategische und nachhaltige Verankerung des Klimaschutzes im Bezirk.

Das Bezirksamt wird beauftragt, dafür zu sorgen, dass mittels des/der Klimaschutzbeauftragten aktiv Maßnahmen ergriffen werden, um die Programme und Leitlinien der UN, der EU, des Bundes und des Landes Berlin effizient umzusetzen.

 

Der BVV ist bis zum 31.10.2019 zu berichten.

 

 

Begründung:

Nicht nur auf globaler Ebene muss mehr für den Klimaschutz getan werden. Auch auf kommunaler Ebene gibt es vielfältige Handlungsmöglichkeiten, den Klimaschutz umzusetzen. In einigen Kommunen Deutschlands hat die Verwaltung bereits Klimaschutzkoordinator*innen eingesetzt, die das kommunale Vorgehen im Klimaschutz strukturieren, sodass die Kommune beim Klimaschutz durchdacht und konsequent vorgehen kann und nicht nur punktuell Maßnahmen ergriffen werden, die im Einzelnen keine entsprechende Wirkung entfalten. So leistet die Kommune nicht nur einen wertvollen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und einem sauberen Klima, sondern senkt zeitgleich ihre Energiekosten dauerhaft und entlastet den Finanzhaushalt.

Auch Charlottenburg-Wilmersdorf muss seinen Beitrag leisten, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 umzusetzen, um den weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten. Hierfür braucht es eine*n Klimaschutzkoordinator*in, um eine langfristige Strategie im Sinne des Klimaschutzes und einer nachhaltigen Daseinsvorsorge zu erarbeiten und umzusetzen. Die politische Ebene muss handeln, in enger Zusammenarbeit mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren vor Ort. Denn die Frage, wie wir unseren Planeten für alle lebenswert erhalten, geht uns alle an.

 

 

 
 

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