Drucksache - 1167/5  

 
 
Betreff: Schulspeisung
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:AfD-Fraktion 
Verfasser:Dr. Seyfert/Bolsch/v. Ertzdorff-Kupffer 
Drucksache-Art:Große AnfrageGroße Anfrage
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
16.05.2019 
31. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin vertagt   
20.05.2019 
32. außerordentliche öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin      

Sachverhalt
Anlagen:
Große Anfrage
Große Anfrage - Beantwortung

 

Sehr geehrte Frau Vorsteherin,

 

die Große Anfrage beantworte ich im Namen des Bezirksamtes wie folgt:

 

  1. Wie viele Schüler nehmen aktuell an den Schulspeisungen der jeweiligen Schulen teil; diesbzgl.: reicht der aktuelle Bestand an Essen, Besteck und Speiseplätzen an den jeweiligen Schulen (bitte unter Angabe der jeweiligen Schulen)?

 

Derzeit nehmen rund 8.600 Schüler*innen am Mittagsessen an den Grundschulen und den Grundstufen sowie den sonderpädagogischen Förderzentren teil. Diese entspricht bezogen auf die Gesamtschülerzahl rund 70 %.

 

Dem Schulamt liegen keine Meldungen vor, dass der aktuelle Bestand an Besteck oder die Raumkapazitäten der Mensen nicht ausreichen. Auch die erforderlichen Essensportionen werden selbstverständlich zur Verfügung gestellt.

 

 

  1. Mit welcher Entwicklung dieser Zahlen rechnet das BA ab Einführung der kostenlosen Speisung; diesbzgl.: welche Vorsorgemaßnahmen sind vom BA geplant, um ggf. etwaigen Engpässen bei Essen, Besteck und Speiseplätzen zu begegnen?

 

Hinsichtlich der zu erwartenden Teilnehmerzahl am Schulmittagessen ab dem 01.08.2019 läuft aktuell eine Abfrage an den Schulen. Zur Zeit muss der Schulträger daher von einer Annahme ausgehen. Diese geht davon aus, dass während der Schulzeit 90 % der Schüler*innen am Schulmittagessen teilnehmen. Bezogen auf die voraussichtliche Anzahl an Schüler*innen im Schuljahr 2019/20 wären dieses 2.560 Schüler*innen mehr, die am Mittagessen teilnehmen würden.

 

Die Kurzfristigkeit der Umsetzung des „elternkostenbeteiligungsfreien Schulmittagsessens“ stellt das Schulamt vor einigen Herausforderungen. Alle Grundschulen wurden vom Schulamt begangen und es wurden verschieden Lösungskonzepte erarbeitet.

 

An 8 Schulen werden durch bauliche Veränderungen die räumlichen Kapazitäten der Schulmensen erweitert.

 

Darüber hinaus wurde am 13.05.2019 wurde in der Federführung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit der regionalen Schulaufsicht, dem Schulamt und der Serviceagentur Ganztag eine „Werkstatt Mittagessen“ durchgeführt. Zielsetzung war mit den Schulen zusammen eine Optimierung der Essendurchgänge und der Raumausnutzung zu erarbeiten.

 

Nach einer Abfrage der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie bei den Caterern wurde berichtet, dass diese die Mehrbedarfe abdecken können. Auch dem Schulamt liegen von den Caterern keine Meldungen vor, dass Sie die Mehrbedarfe nicht abdecken können.

 

Für eine verbesserte Raumausnutzung muss z.T. eine andere Bestuhlung für die Mensen angeschafft, bzw. es müssen weitere Tische und Stühle beschafft werden. Es wird auch einen Mehrbedarf an Besteck und Geschirr an den Schulen benötigt. Die Mehrausgaben die durch die Umsetzung des elternkostenbeteiligungsfreien Mittagessens entstehen, sollen basiskorrigiert werden. Dafür stehen für Gesamtberlin 5 Mio € zur Verfügung.

 

  1. Wie viele Schulen könnten aktuell derartigen Bedarf nicht für 100% ihrer Schüler decken? (bitte unter Angabe der jeweiligen Schulen)

 

An den 8 Schulen, bei denen bauliche Veränderungen geplant sind, wäre eine

100 %ige Versorgung mit einem warmen Mittagessen zurzeit schwierig, da die räumlichen Kapazitäten zurzeit nicht ausreichen.

 

Betroffen Schulen:

 

Eichendorf-Grundschule

Joan-Miro-Grundschule

Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule

Wald-Grundschule

Ludwig-Cauer-Grundschule

Johann-Peter-Hebel-Grundschule

Halensee-Grundschule (im Rahmen der Gesamtsanierung)

Grunewald-Grundschule

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Heike Schmitt-Schmelz

 

 

 
 

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