Drucksache - 0642/5  

 
 
Betreff: Frühe Hilfen bekannter machen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:SPD-Fraktion 
Verfasser:Röder/Biewener 
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
22.03.2018 
18. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin vertagt   
19.04.2018 
18-1. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag
Beschluss
Vorlage zur Kenntnisnahme

 

Die BVV hat in ihrer Sitzung am 19. April 2018 beschlossen:

 

Das Bezirksamt wird aufgefordert, das Angebot des Netzwerks der Frühen Hilfen bekannter zu machen, z.B. durch Plakate in der Öffentlichkeit und großzügige Verteilung von Flyern.

 

Der BVV ist bis zum 30.06.2018 zu berichten.

 

 

 

Das Bezirksamt teilt dazu Folgendes mit:

 

Entsprechend der Intention der Bundesstiftung Frühe Hilfen werden auch im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf durch die Frühen Hilfen werdende Eltern und Familien mit Kindern bis zu drei Jahren angesprochen. Zielsetzung ist es, familiäre Belastungen und Ressourcen frühzeitig zu erkennen, bedarfsgerechte Angebote bereitzustellen und die Vernetzung der unterschiedlichen Berufsgruppen zu fördern.

 

Ein früher Zugang zu den Familien wird über die Ersthausbesuche des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes ermöglicht und Eltern werden u.a. über die Angebote der Frühen Hilfen im Bezirk informiert. Durch Willkommensveranstaltungen werden in diesem Jahr erstmals junge Eltern mit ihren kleinen Kindern (und Geschwisterkindern) zusätzlich in ein Familienzentrum in Wohnortnähe oder in das Haus der Familie eingeladen uns auch über die Angebote der Frühen Hilfen informiert.

 

 

Die Bekanntmachung der Angebote der Frühen Hilfen erfolgt ferner

 

auf der Ebene der beteiligten Fachkräfte u.a. durch regelmäßige Netzwertreffen, da sie Eltern direkt erreichen und in die Angebote der Frühen Hilfen oder in die entsprechenden Regelangebote lotsen oder auch direkt begleiten können.

 

Eltern erfahren ferner über ausgelegte Flyer, Plakate der Frühen Hilfen („Angebotslotse“), über die Websites (Berlin.de oder über www.fruehehilfen-charlottenburg-wilmerdorf.de), über den Familienwegweiser und über Flyer und Websites der geförderten Kooperationspartner von den vorhandenen Angeboten der Frühen Hilfen im Bezirk.

 

Ferner sind die Frühen Hilfen, sofern die jeweilige Personalsituation der beteiligten Bereiche des Jugend- und Gesundheitsamtes dies zulässt, mit einem Stand auf Straßenfesten in den Regionen vertreten.

 

Die Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit, wie z.B. der vorhandene Flyer befinden sich derzeit in der Überarbeitung. Großflächige Plakataktionen sind sehr kostenintensiv und die recht begrenzten bezirklichen Mittel reichen dafür bislang nicht aus. Wünschenswert wäre eine Aufstockung der Mittel aus dem Bezirkshaushalt oder die Gewinnung von Sponsoren und eine entsprechende Unterstützung der BVV begrüßen wir sehr.

 

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) stellt Informationsangebote für die Kommunen bereit. Mit kostenlosen Materialien wie Plakate und Info-Karten werden das Elterntelefon der „Nummer gegen Kummer“ und die Onlineberatung für Eltern der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. beworben. Beide Angebote sind bundesweit in der Elternarbeit etabliert und beraten vertraulich, anonym und kostenlos zu allen Themen. Auf Wunsch der Eltern vermitteln sie bedarfsorientiert in die Angebote der Frühen Hilfen vor Ort zur individuellen Unterstützung, zum Beispiel an eine Familienhebamme oder an eine Fachstelle. Wir möchten diese Materialien verwenden und sind bereits in Kontakt mit den zuständigen Stellen.

 

Da die Stelle der Netzwerkkoordination der Frühen Hilfen seit dem 01. Januar 2018 nicht besetzt ist, erfolgt derzeit die Öffentlichkeitsarbeit in einem reduzierten Umfang.

 

Das Bezirksamt bittet, den Beschluss als erledigt zu betrachten.

 

 

 

Reinhard NaumannHeike Schmitt-Schmelz

BezirksbürgermeisterBezirksstadträtin

 

 
 

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